Dunkelblaues Takuma eFoil von unten, mit Mast, Flügeln und Propeller

Takuma eFoil

Französische eFoils mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis: das Archiv

Update: September 2026

Takuma verkauft seit Juli 2024 keine neuen Boards mehr

Im Juli 2024 kam das Aus: Am 11. Juli wurde über die französische Herstellerfirma die Liquidation eröffnet, und mit Wirkung zum 16. Juli 2024 hat Takuma nach einer Mitteilung von hydrofoilstore.com den Geschäftsbetrieb beendet. Neue eFoils der Marke gibt es seitdem nicht mehr, und takuma.com lädt nicht mehr. Dieses Porträt bleibt als Archiv online. Wenn du ein neues eFoil suchst, schau dir das Angebot von Lift und Flite an oder lies unseren eFoil-Kaufratgeber.

Aktualisiert:

Die Marke Takuma

Takuma war eine französische Marke, die ausschließlich Foils baute: eFoils und Hydrofoils, sonst nichts. Die Herstellerseite nannte im Februar 2021 Büros in vier Ländern, nämlich Japan, Frankreich, Spanien und Neukaledonien. Prüfen lässt sich diese Liste heute nicht mehr: Das französische Handelsregister führt die Firma in Paris, und eine erreichbare Quelle für die anderen Standorte gibt es nicht. Das Markenzeichen war ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die eFoils kosteten deutlich weniger als die der Premium-Konkurrenz.

Im Programm standen zwei eFoil-Boards: Carver (für Fortgeschrittene) und Cruising (für Einsteiger und schwerere Fahrer).

Die Modelle (Archiv)

Diese beiden Boards bildeten das komplette Takuma-Sortiment. Neu sind sie nicht mehr zu haben; die ursprünglichen Modellbeschreibungen von takuma.com, gelesen im Februar 2021, lassen wir stehen, für alle, die auf dem Gebrauchtmarkt danach suchen. Die Website selbst antwortet nicht mehr, ihre Produktseiten von 2021 hat das Webarchiv aber gesichert. Mit ihnen stimmen die technischen Daten unten überein, bis auf eine Zeile. Beim Frontflügel des Cruising stand in unserer Abschrift vom Februar 1300 cm²; auf der archivierten Seite ist das nur die Option, serienmäßig gab es 1600 oder 1900 cm². So steht es jetzt auch in der Liste. Später im Jahr 2021 erschien auf der Takuma-Seite eine zweite Generation, Carver 2 und Cruising 2. Ein im Dezember 2023 archivierter Katalog führt neben dem „eFoil Cruising 2“ ein drittes Board, das „eFoil Vantage“, für das uns kein Datenblatt vorliegt. Frag bei einem gebrauchten Takuma immer nach dem Modelljahr.

Takuma Efoil Carver

Takuma Efoil Carver

Der Takuma Efoil Carver ist ein kompaktes Board, entwickelt für extreme Rider und intensive Sessions. Die kompakten Maße machen dich auf dem Wasser schneller, und weil Board und Flügel kleiner ausfallen, bleibt der Carver auch bei höherem Tempo stabil.

Der 60-cm-Mast erlaubt entspanntes Foilen selbst in größeren Wellen und macht enge, sportliche Kurven möglich. Das Board reagiert direkt auf jede Gewichtsverlagerung. Empfohlen für fortgeschrittene, erfahrene eFoiler. Die Produktseite vom Juni 2021, die das Webarchiv gesichert hat, nennt noch eine Grenze: Wegen der kompakten Maße empfahl Takuma den Carver nur für Fahrer bis 85 kg.

Flügeloptionen: 1300 cm² (Standard), 1600 cm² und 1900 cm².

  • Board: 160 x 71 cm (5'3" x 28"), 120 L
  • Frontflügel: 1300 cm²
  • Stabilisator: 270 cm²
  • Mast: 60 cm
  • Gesamtgewicht: 34 kg (Board + ESC 14 kg, 20-Ah-Akku 8 kg, Antrieb + Foil 11 kg)
  • Akku: Samsung Li-Ion 43,2 V, 20 Ah
  • Fahrzeit (35-Ah-Akku): 70-90 Minuten
  • Fahrzeit (20-Ah-Akku): 40-60 Minuten
  • Ladezeit: 2 Stunden 50 Minuten
  • Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h (mit 1300-cm²-Flügel)
  • Board aus Carbon
  • Frontflügel und Stabilisator aus Carbon
  • Fuselage und Mast aus Aluminium
  • 5-Blatt-Propeller aus Aluminium
  • Motorleistung: 3 kW
  • Farbe: Blau
  • Preis: lag neu bei ca. 7.000 € (Herstellerseite, Februar 2021)
“Das ist ein Funboard für erfahrene Rider. In den Wellen lässt es sich richtig gut surfen. Es kostet weniger als die High-End-Boards, aber von schwacher Qualität habe ich zum günstigen Preis nichts gemerkt.”
Takuma Efoil Cruising

Takuma Efoil Cruising

Das größere, stabilere Modell, ideal für Einsteiger und schwerere Fahrer.

Flügeloptionen: 1900 cm² (für Einsteiger, auf glattem Wasser) und 1600 cm² (verspielter, besser in Wellen).

  • Board: 190 x 76 cm (6'3" x 30"), 150 L
  • Frontflügel: 1600 oder 1900 cm² (1300 cm² als Option)
  • Mast: 50 cm
  • Gesamtgewicht: 39 kg (Board 16 kg, Akku 12 kg, Antrieb + Foil 11 kg)
  • Akku: Samsung Li-Ion 43,2 V, 35 Ah
  • Fahrzeit: 70-90 Minuten
  • Ladezeit: 2 Stunden 50 Minuten (220 V) / 3 Stunden 20 Minuten (110 V)
  • Höchstgeschwindigkeit: 28 km/h (mit 1900-cm²-Flügel), 30 km/h (1600 cm²), 34 km/h (1300 cm²), je nach Fahrergewicht
  • Farben: Graublau, Rot, Weiß, Dunkelgrau
  • Preis: lag neu bei ca. 7.000 € (Herstellerseite, Februar 2021)
“Das am einfachsten zu fahrende Board, das ich je ausprobiert habe. Nach fünf bis zehn Minuten stehst du drauf und hast eine Menge Spaß.”Robert Pirie

Carver 2 und Cruising 2

Die Produktseite des Cruising 2 hat das Webarchiv im September 2021 gesichert, die des Carver 2 einen Monat später. Ein vollständiges Datenblatt wie bei der ersten Generation steht auf keiner der beiden, und wo unten eine Angabe fehlt, hat Takuma sie nicht veröffentlicht.

Der Carver 2 behielt Länge, Breite und die 120 Liter des ersten Carver, bekam aber ein neu geformtes Board mit gewölbtem Deck, das Takuma „Gravity Deck“ nannte, und Griffen auf dem Deck. Der ESC fiel kleiner und leichter aus. Eine externe Antenne soll die Bluetooth-Verbindung halten, auch wenn das Board vor dem Abheben unter Wasser liegt. Die neue wasserdichte Fernbedienung hält eine eingestellte Geschwindigkeit und hat einen Turbo. Unter dem Board sitzen ein verstärkter 65-cm-Mast und ein Flügelset komplett aus Carbon, das Kujira Helium. Der 35-Ah-Akku gehörte zur Serie und reichte je nach Bedingungen und Können für bis zu 90 Minuten. Höchstgeschwindigkeit, Motorleistung, Gewicht und Ladezeit nennt die Seite nicht, und die Gewichtsgrenze des ersten Carver taucht dort nicht mehr auf. Stattdessen schreibt Takuma, das Kujira Helium passe zu leichten wie zu schweren Fahrern.

Der Cruising 2 behielt die Maße des ersten Cruising und kam mit dem großen 1900-cm²-Flügel und einem 50-cm-Mast. Der Akku schrumpfte auf 25 Ah, und die Fahrzeit gab Takuma nun mit 65 bis 90 Minuten an, je nach Fahrergewicht und Können. Die Ladezeiten blieben gleich, der Motor hatte weiterhin 3 kW, und das Datenblatt nennt 28 km/h mit dem großen Flügel. Neu waren eine wasserdichte Fernbedienung, die sich bei Wasserkontakt abschaltet, ein kleinerer und leichterer ESC, Tragegriffe und Einsätze für den Griff eines Transportwagens. Ein Gesamtgewicht steht nicht auf der Seite, und an zwei Stellen widerspricht sie sich selbst: Eine übrig gebliebene Zeile nennt einen 35-Ah-Akku, ein Absatz spricht von einer Bauweise komplett aus Carbon. Beide Zeilen lassen wir weg.

Was ist mit Takuma passiert?

Im Juli 2024 war Schluss. Am 11. Juli 2024 wurde die Liquidation der TAKUMA SAS eröffnet, so steht es im französischen Handelsregister unter der Verfahrensnummer P202402435. Der britische Foil-Händler hydrofoilstore.com schreibt dazu, Takuma sei mit Wirkung zum 16. Juli 2024 nicht mehr im Geschäft. Die eFoils und Hydrofoils der Marke werden seitdem nicht mehr neu verkauft; das Porträt oben bleibt als Archiv bestehen.

Aus dem Register verschwunden ist die Firma nicht. Sie steht dort weiter mit Sitz in Paris, und bei der INSEE ist sie als aktiv gemeldet. Die Website takuma.com antwortet dagegen nicht mehr, die letzte archivierte Kopie stammt vom 5. August 2024 (geprüft am 12. September 2026). Unter takuma.fr schreibt ein fremder Blog mit dem Markennamen, mit dem Hersteller hat er nichts zu tun.

Wenn du ein Takuma eFoil besitzt, musst du damit rechnen, dass Ersatzteilversorgung und Garantieleistungen des Herstellers weggefallen sind. Ganz leer ist der Markt trotzdem nicht. Einzelne Händler, die Takuma vor der Liquidation im Programm hatten, geben Teile wie ein Motorset, eine Fernbedienung oder Kabel für den Controller so ab, wie sie sind, ohne Garantie und ohne Rückgriff auf den Hersteller. Wer so etwas braucht, fragt dort direkt an; was sich auf diesem Weg nicht auftreiben lässt, findest du am ehesten auf dem Gebrauchtmarkt oder bei unabhängigen Wassersport-Werkstätten. Behalte besonders den Zustand von Akku und Elektronik im Blick, denn genau dafür ist Ersatz schwer aufzutreiben.

Denkst du über ein neues eFoil nach? Von den aktiven Herstellern stellen wir Lift und Flite ausführlich vor. Dem früheren Takuma-Preisniveau kommen heute SiFly und Waydoo am nächsten. Alle aktuellen Modelle der aktiven Marken findest du in einer Tabelle auf unserer eFoil-Vergleichsseite, und bei der Entscheidung hilft dir unser Ratgeber zum eFoil-Kauf.

Häufige Fragen

Gibt es Takuma noch?

Als Hersteller nicht. Seit Juli 2024 ist die Firma in Liquidation, und neue eFoils oder Hydrofoils der Marke kommen keine mehr nach. Im französischen Handelsregister steht sie noch, Boards bekommst du aber nur gebraucht oder als Restbestand.

Was mache ich, wenn ich ein Takuma eFoil besitze?

Vom Hersteller kommen weder Ersatzteile noch Garantieleistungen. Teile bekommst du bei Händlern, die die Marke vor der Liquidation geführt haben, verkauft so, wie sie sind, und ohne Garantie, sonst auf dem Gebrauchtmarkt, wo komplette Boards oft als Teilespender gehandelt werden, oder bei unabhängigen Wassersport-Werkstätten. Behalte vor allem den Zustand von Akku und Elektronik im Blick, denn dafür ist Ersatz schwer zu bekommen.

Welche Alternativen gibt es zu Takuma?

Unter den aktiven Herstellern sind Lift und Fliteboard die bekanntesten Premium-Marken. Dem früheren Takuma-Preisniveau kommen heute SiFly und Waydoo am nächsten. Alle aktuellen Modelle findest du in der Tabelle auf unserer eFoil-Vergleichsseite.

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