Foil Assist

Elektrischer Startschub für dein vorhandenes Foil-Setup

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Was ist ein Foil Assist?

Ein kleiner Motor am Mast oder im Brett, ein Akku mit ein paar hundert Wattstunden, dazu eine Fernbedienung: Viel mehr steckt in einem Foil Assist nicht. Es ist ein kompaktes elektrisches Antriebssystem, das du an dein vorhandenes Hydrofoil-Setup schraubst. Seinen Schub liefert der Motor vor allem für den Start. Er bringt dich ohne Welle, Wind oder Motorboot auf den Flügel. Sobald du fliegst, gleitest und pumpst du selbst weiter, und viele fahren den Rest der Session komplett ohne Motor. Foil Drive, bei dem das alles angefangen hat, spricht vom kurzen, kräftigen Schub und dem „puren Gleiten“ danach. Um diesen Wechsel vom Schub zum Gleiten dreht sich hier alles.

Beim eFoil ist das grundlegend anders. Ein großer Akku mit 0,8 bis 2,55 kWh, je nach Modell und Akkupaket, und ein dauerhaft laufender Motor tragen dort das Brett. Ein Assist-System bringt je nach Hersteller und Akku grob 3,5 bis 8,8 kg zusätzlich ans Material (die 3,5 kg sind der AMPJet von FLITELab mit einem Akku, die 8,8 kg das TakeOff Flow von Manta mit seiner 6,8 kg schweren Haupteinheit samt Akku und dem 2 kg schweren Motor), und die Akkus reichen von 141 bis 864 Wh. Dafür bleibt dein Board, was es war, ein Surffoil: leicht, lebendig, und in der Welle oder beim Pumpen gleitet es so, wie ein vollwertiges eFoil-Brett es mit seinem Mehrgewicht nicht kann.

Kaum eine Ecke des Foilmarkts ist in so wenigen Jahren so stark gewachsen wie diese. Angefangen hat es mit dem australischen Pionier Foil Drive, inzwischen mischen Duotone, Fliteboard und mehrere kleinere Hersteller mit, und Lift verfolgt mit einem Hybrid-eFoil denselben Gedanken. Was es davon 2026 gibt, gehen wir unten System für System durch, mit den offiziellen Herstellerdaten als Grundlage.

Wie funktioniert das? Drei Bauformen

Der Motor sitzt am Mast, im Mast oder im Brett; eine vierte Bauform hat sich bisher nicht durchgesetzt. Welche der drei du nimmst, hängt stark davon ab, mit welcher du am besten leben kannst.

1. Nachrüst-Pod am vorhandenen Mast. Die klassische Lösung. Eine strömungsgünstige Motorgondel sitzt mit einer Klemme an deinem Mast, und der Akku bleibt unter dem Brett, nicht auf dem Deck. Foil Drive schraubt seine Akkueinheit zwischen Board und Mast und führt ein Kabel hinunter zum Pod seiner „Retro Fit“-Montage. Manta Foils setzt seine Haupteinheit zwischen die Foilschiene des Boards und den Mast, oberhalb des Universal-Pods, und beim TakeOff Evo kann der Akku stattdessen in einem optionalen Rucksack mitfahren. Beim Stoke Foil Boost sitzt der Akku an der Antriebseinheit, und die steckt oben am Mast. Dein komplettes Material bleibt im Einsatz, und wechselst du irgendwann den Mast, lässt sich das System auf den neuen umbauen.

2. Integrierter Mast. Der Motor sitzt ab Werk im Mast. Hydrodynamisch ist das die sauberere Lösung, nur bist du damit an diesen einen Mast gebunden. Duotone baut seinen Foil Assist so, mit einem 84 cm langen eMast, und Foil Drive hat integrierte Masten für Foils von AFS, AK, Armstrong, AXIS, Cloud IX, CODE, Foil Cedrus, F-ONE, NORTH, RRD, Slingshot und Unifoil im Programm.

3. Jet im Board. Beim FLITELab-AMP-System von Fliteboard bleibt der Mast frei; ein gekapselter Wasserjet (AMPJet) sitzt mitten im Brett. Du brauchst ein eigenes AMP-Board, fährst aber deinen gewohnten Mast und deine gewohnten Flügel weiter, und unter Wasser ändert sich nichts.

Die meisten dieser Akkus sind auf Flugreisen ausgelegt. Die 159,6-Wh-Zellen von Duotone bleiben knapp unter dem 160-Wh-Limit für Passagierflüge, und die Travel-Akkus für den älteren MAX und für den Slim von Foil Drive lassen sich in Module zerlegen, von denen keines diese Grenze überschreitet. Das gilt auch für die 142-Wh-AMPCells von Flite. Manta baut seinen Air-Akku aus 97-Wh-Packs, die unter der 100-Wh-Marke liegen; alles zwischen 100 und 160 Wh braucht nach den IATA-Regeln die Zustimmung der Airline. Für die neueren Modelle MAX+ und Fusion hat Foil Drive noch keinen Travel-Akku. Ersatzakkus gehören nie ins aufgegebene Gepäck, und so nimmt der reisende Foiler, für den diese Akkus gebaut sind, sie mit in die Kabine.

Prone-Foiler gleitet auf einer Welle, die Kernzielgruppe der Foil-Assist-Systeme

Die wichtigsten Systeme 2026

Die Daten unten stammen von den offiziellen Seiten und Shops der Hersteller, zuletzt gelesen am 5. Oktober 2026. Wo ein Hersteller nichts angibt, steht hier auch keine Zahl.

Foil Drive Assist MAX+, Assist Slim und Fusion

Foil Drive aus Australien hat die Kategorie begründet, und der Slogan klingt entsprechend selbstbewusst: „the original foil assist“. Der Allrounder der Marke ist der Assist MAX+, der den 40-Volt-Assist MAX abgelöst hat, als Foil Drive dieses Modell im September 2026 einstellte. Der MAX+ läuft mit 43,2 V am 648-Wh-Akku FM+ 650. Laut Datenblatt bringt er 35,5 kg Schub und 2.150 W Spitzenleistung, das Mindest-Einbaugewicht liegt bei 6,71 kg. In der FAQ von Foil Drive heißt es, der MAX+ habe so viel Leistung und Schub wie der Fusion, obwohl auf dessen Datenblatt 34 kg stehen. Eine Fahrzeit druckt Foil Drive für den MAX+ nicht, und einen Travel-Akku gibt es für ihn bisher keinen. Wasserdicht ist die ganze Einheit nach IP68. Im europäischen Webshop kostet ein kompletter MAX+ mit Akku und Nachrüstmotor 4.892,14 bis 5.536,14 € inklusive MwSt., die Pakete mit integriertem Mast liegen zwischen 5.803,14 und 6.803,14 €.

Wem es ums Pumpen und Gleiten geht, für den ist der schlankere Assist Slim gedacht: ab 3,75 kg Zusatzgewicht, 26,5 kg Schub und Akkus mit 166 bis 241 Wh. Eine Fahrzeit nennt Foil Drive auch für ihn nicht. Als Komplettkit mit Akku und Nachrüstmotor kostet er im EU-Shop 3.895 bis 4.570 €, je nach gewähltem Akku und Motor, und wie jeder Preis von Foil Drive enthält auch dieser die MwSt. Eine Höchstgeschwindigkeit gibt Foil Drive für keines der Modelle an, und allein das verrät einiges über diese Art Antrieb. Der Start zählt hier, nicht der Topspeed.

Das dritte System ist der Fusion, mit dem Foil Drive die neuere Generation Gen2.5 eröffnet hat, bevor der MAX+ dazukam. Er arbeitet mit 43,2 Volt und 34 kg Schub, entweder am 864-Wh-Akku Fusion 860, den kein anderer Assist-Akku hier übertrifft (das TakeOff Flow von Manta zieht gleich), oder am leichteren FM+ 650 mit 648 Wh. Ein Leichtgewicht ist er nicht, mit dem 864-Wh-Akku und mindestens 7,9 kg Einbaugewicht ist er der schwerste Assist im Programm von Foil Drive. Anders als für MAX+ und Slim nennt Foil Drive für den Fusion Fahrzeiten, als Richtwerte für einen Fahrer mit 85 kg: mit dem 864-Wh-Akku bis zu 110 Minuten im Surfeinsatz oder 61 Minuten als eFoil, mit dem FM+ 650 bis zu 70 beziehungsweise 48 Minuten. Als Komplettkit mit Akku und Nachrüstmotor kostet er 5.719 bis 6.676 € inklusive MwSt., die Pakete mit integriertem Mast 6.804 bis 8.043 €.

Duotone Foil Assist

Duotone gehört zur Boards-&-More-Gruppe, und die Lösung für 2026 ist der integrierte Mast: Der Motor sitzt in einem eigens dafür gebauten, 84 cm langen eMast, der Propeller 17 cm unterhalb der Aufnahme. Die beiden Akkus kommen gar nicht erst aufs Brett. Sie stecken in einer wasserdichten „eHarness“-Box am Hüftgurt, und gesteuert wird über einen wasserdichten Ring im Smartwatch-Stil (eRemote Watch Ring). Der Akkugurt bringt samt Box und Akkus rund 3,76 kg auf die Waage, und die Spezifikationstabelle auf den Set- und eMast-Seiten gibt den eMast mit 3,45 kg in Aluminium (AL) und 3 kg in Carbon (D/LAB) an, mit einer möglichen Toleranz von 5 % nach oben oder unten. An Fahrzeit nennt der Hersteller 25 bis 40 Minuten, zu Schub und Höchstgeschwindigkeit sagt er nichts. Duotone verkauft die Sets im eigenen Onlineshop und über seine Händler. Am 5. Oktober 2026 kostete das Foil Assist Set AL 2026 im Duotone-Shop 4.799 € und das D/LAB-Set 5.999 €, jeweils inklusive MwSt. und zuzüglich Versand. Auch ein drittes Paket, das Foil Cruise Set AL 2026 mit 80 cm langem Mast, kostete 4.799 €.

Fliteboard FLITELab AMP

FLITELab ist eine Untermarke von Fliteboard, und sie geht einen ganz anderen Weg: Die AMP-Boards tragen einen Wasserstrahlantrieb namens AMPJet mittig im Brett, und an den setzt du deinen eigenen Mast und deine eigenen Flügel. Mit zwei flugtauglichen 142-Wh-AMPCell-Akkus kommt das System auf 25 kg Schub. Ein Set enthält alles oberhalb der Wasserlinie, Board und AMPJet eingeschlossen, und kostet im US-Shop des Herstellers zwischen 7.924 und 8.419 $, ohne Versand und Steuern. Laut FAQ von FLITELab bringt der Jet mit einer AMPCell 3,5 kg und mit zweien 4,5 kg mehr aufs Board, über den Daumen gepeilt, und zwei Zellen reichen für ungefähr 40 Boosts, bei den meisten Fahrern genug für eine Session von rund zwei Stunden.

Der Rest des Feldes: Manta, Stoke und der Hybrid von Lift

Das TakeOff Evo von Manta Foils läuft mit wechselbaren Akkus. Ein Air-Akku besteht aus zwei 97-Wh-Packs und kommt so auf 194 Wh, zwei Air-Akkus haben 388 Wh, der Endurance-Akku 518 Wh. Mit einem Air-Akku wiegt das Evo 4,5 kg (2,5 kg für Haupteinheit und Akku, dazu der 2 kg schwere Motor) und fährt 15 bis 20 Minuten; die größte Kombination, Air plus Endurance, hat 712 Wh und soll 65 bis 70 Minuten schaffen. Beim TakeOff Flow steckt ein fest eingebauter 864-Wh-Akku in der Haupteinheit, die ohne den Motor 6,8 kg wiegt, und Manta nennt dafür 70 bis 90 Minuten. Bestellt wird über einen EU-Shop mit Konfigurator. Am 5. Oktober 2026 kostete dort das TakeOff Evo mit einem Air-Akku 5.380 € und mit der 712-Wh-Kombination 6.688 €, jeweils ohne das schnellere Ladegerät und den Dreiblattpropeller, das TakeOff Flow als Komplettset 5.022 €, alles inklusive MwSt. Stoke, ein Hersteller aus Australien, setzt seine Foil-Boost-Systeme oben an den Mast, direkt unter das Brett; für die Ultra-Variante nennt Stoke 68 lbs Schub (rund 31 kg), 35 km/h Spitze und bis zu 60 Minuten Fahrzeit.

Der LIFTX von Lift ist ein Fall für sich. Ein Nachrüstsatz ist er nicht, ein Hybrid-eFoil schon: ein komplettes Brett mit 0,9-kWh-Akku und rund 20 kg Gewicht, das ohne Motor als Surffoil funktioniert. Preislich gehört er mit 13.999 $ eher in die eFoil-Klasse, will aber das Gleiche wie ein Assist, nämlich den motorisierten Start und danach das freie Gleiten.

Die vier großen Systeme nebeneinander

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Foil-Assist-Systeme im Vergleich, nach Herstellerangaben
Foil Drive MAX+Foil Drive SlimDuotone Foil AssistFLITELab AMP
BauformPod am Mast / integrierter MastPod am Mast / integrierter Mastintegrierter eMastJet im Board
Akku648 Wh166-241 Wh2× 159,6 Wh (am Hüftgurt)1 oder 2× 142 Wh
Fahrzeit (Hersteller)nicht veröffentlichtnicht mehr veröffentlicht25-40 Min.ca. 40 Boosts, etwa 2 Std. (2 AMPCells)
Zusatzgewichtab 6,71 kgab 3,75 kgGurt ca. 3,76 kg plus eMast 3,45 kg (AL) oder 3 kg (D/LAB)ca. 3,5-4,5 kg zusätzlich zum Board
Schub35,5 kg26,5 kgkeine Angabe25 kg
Preis (ca.)4.892,14-5.536,14 €3.895-4.570 €4.799 € (AL) / 5.999 € (D/LAB)7.924-8.419 $ (mit Board)
Richtpreise laut den offiziellen Webshops der Hersteller, gelesen am 5. Oktober 2026. Foil Drive und Duotone zeichnen ihre Preise inklusive MwSt. aus, bei Foil Drive sind es Komplettkits mit Akku und Nachrüstmotor; die US-Preise von FLITELab verstehen sich ohne Versand und Steuern. Nicht in der Tabelle: Foil Drive Fusion, 648 oder 864 Wh, 34 kg Schub, 7,9 kg mit dem 864-Wh-Akku, 5.719-6.676 €.

Wenn du uns fragst: Mit einem vorhandenen Set fängst du am besten bei Foil Drive an, dort gibt es die meiste Erfahrung, den eingespielten Service und die längste Liste kompatibler Masten. Das leichteste Brett ergibt das Duotone-System mit dem Akku an der Hüfte. Und FLITELab passt zu allen, die sowieso ein neues Board kaufen würden und unter Wasser alles beim Alten lassen wollen.

Foil Assist oder eFoil?

Auf den ersten Blick sehen sich die beiden ähnlich, und doch beantworten sie verschiedene Fragen. Ein eFoil, auch e-Foil geschrieben, ist dafür gebaut, dass jeder ohne Foil-Vorerfahrung oft schon innerhalb einer Stunde über dem Wasser fliegt: Der Motor läuft durchgehend, der große Akku reicht je nach Board und Akkupaket für 45 Minuten bis zweieinhalb Stunden, und das Brett ist stabil und verzeiht Fehler. Ein Foil Assist setzt voraus, dass du schon foilen kannst. Der Motor hebt dich auf den Flügel, ab dort tragen dich Welle, Pumpen oder Wind.

Den Unterschied im Gewicht spürst du auf dem Wasser. Zu Board und Foil, die du schon fährst, kommen mit einem Assist irgendwo zwischen 3,5 und 8,8 kg dazu, während ein komplettes eFoil-Set im Normalfall 25 bis 35 kg wiegt, und selbst der leichte LIFTX von Lift kommt auf 20 bis 21,5 kg. Dafür ist die Fahrzeit beim eFoil planbar, und eine Welle brauchst du nicht. Beim Preis ist die Lücke kleiner, als man denkt, denn Einsteiger-eFoils und die oberen Assist-Pakete überschneiden sich; die Zahlen dazu stehen in unserer eFoil-Vergleichstabelle und auf der Seite zu den eFoil-Preisen.

Suchst du das surfige Gleitgefühl und foilst schon, nimm den Assist. Zum eFoil greifst du, wenn du das Foilen erst noch lernen willst oder dir das Brett mit der Familie teilst.

Kaufen in Deutschland und der EU

Im Laden um die Ecke wirst du bei Foil-Assist-Systemen bisher selten fündig. Die Bestellung innerhalb der EU ist aber unkompliziert. Foil Drive betreibt einen eigenen Europa-Webshop (eu.foildrive.com, mit niederländischer Firma im Hintergrund) mit Europreisen und EU-Versand, Zollgebühren fallen damit keine an. Die Foil Assist Sets von Duotone gibt es im Webshop der Marke und bei ihren Händlern. Manta Foils verkauft in Euro über einen eigenen EU-Shop. Fliteboard liefert aus seinem EU-Webshop innerhalb der EU, und den LIFTX bekommst du im Onlineshop von Lift oder bei den lokalen Partnern aus der Händlersuche der Marke.

Zwei Dinge solltest du klären, bevor du bestellst. Das erste ist die Kompatibilität: Bei Pod-Systemen zählen Breite und Material deines Mastes, bei integrierten Masten die Frage, ob es einen Adapter für deine Flügel gibt. Der andere Punkt ist der Akkuservice. Diese Systeme halten lange, weil sich der Akku tauschen lässt, und dann macht es einen Unterschied, zu welchem Preis und zu welchen Versandbedingungen ein Ersatzakku lieferbar ist. Lithium-Akkus reisen nämlich als Gefahrgut.

Für wen lohnt sich ein Foil Assist?

Den größten Gewinn bringt so ein System allen, die schon einen Foilsport betreiben. Surf- und Prone-Foilern ersetzt der Motor den Wellenanschub auch dort, wo keine saubere Welle läuft. Downwind-Paddlern nimmt er den Start ab, den schwierigsten Teil. Und Wingfoiler kommen damit auch an windstillen Tagen aufs Wasser. Gerade der letzte Punkt macht sich auf Binnenseen bemerkbar: Am Bodensee wie auf vielen anderen Seen weht nicht jeden Tag so viel Wind, wie der Wing verlangt, und ein Foil mit Assist hebt auch auf spiegelglattem Wasser ab.

Ohne jede Foil-Erfahrung raten wir dir erst mal zu den Grundlagen: Nach einem eFoil-Kurs oder einem Wingkurs hast du von einem Assist-System weit mehr. Das Fliegen an sich lernt sich schnell. Das Gleiten ohne Motor, auf dem beim Foil Assist alles aufbaut, braucht Übung.

Häufige Fragen

Was ist ein Foil Assist?

Ein E-Antrieb fürs eigene Surf-, Prone- oder Downwind-Foil: Er hebt dich auf den Flügel, danach gleitest du meist selbst.

Was kostet ein Foil-Assist-System?

Foil Drive, der Begründer der Kategorie, verkauft im eigenen europäischen Webshop Komplettkits mit Akku und Nachrüstmotor. Am 5. Oktober 2026 kostete dort der Assist Slim 3.895 bis 4.570 €, der Assist MAX+ 4.892,14 bis 5.536,14 € und der Fusion 5.719 bis 6.676 €, alles inklusive MwSt. Das TakeOff Evo von Manta Foils gibt es ab 5.380 € inkl. MwSt. Das Foil Assist Set AL 2026 von Duotone kostet 4.799 €, das D/LAB-Set 5.999 €, beides inklusive MwSt.; erhältlich sind die Sets im Onlineshop von Duotone und im Fachhandel. Die AMP-Boardpakete von Fliteboard FLITELab bewegen sich im US-Shop des Herstellers zwischen 7.924 und 8.419 $, ohne Versand und Steuern. Board, Mast und Flügel stecken nicht in jedem dieser Preise, die Endsumme hängt daher auch davon ab, was du an Material schon besitzt.

Brauche ich eigenes Foil-Material dazu?

Meistens ja. Foil Drive klemmt seinen Pod an deinen vorhandenen Mast, und am AMPJet-Board von Fliteboard fährst du deinen eigenen Mast samt Flügeln weiter. Anders bei Duotone: Dort sitzt der Motor in einem eigenen, 84 cm langen eMast. An den Aluminium-eMast kommen deine Flügel über einen Fuselage-Adapter, den Duotone für die eigenen Foils und zehn weitere Marken anbietet, während der Carbon-eMast D/LAB nur Duotone-Foils aufnimmt, dazu Armstrong-Foils mit einer speziellen Duotone-Fuselage.

Darf der Akku eines Foil Assist mit ins Flugzeug?

Oft ja, und zwar im Handgepäck. Duotones Zellen haben 159,6 Wh und bleiben damit knapp unter dem 160-Wh-Limit für Passagierflüge, Fliteboard nutzt AMPCell-Akkus mit 142 Wh, und Mantas Air-Akku setzt sich aus 97-Wh-Packs zusammen. Die Travel-Akkus von Foil Drive bestehen aus mehreren Modulen, passen aber nur zum älteren MAX und zum Slim; für den neueren MAX+ und den Fusion gibt es noch keine. Nach den IATA-Regeln brauchen Akkus zwischen 100 und 160 Wh die Zustimmung der Airline, und Ersatzakkus gehören nie ins aufgegebene Gepäck. Airlines und Länder haben dazu eigene Regeln, und die liest du vor jeder Reise nach.

Ist ein Foil Assist eine gute Wahl für komplette Anfänger?

Nein, nicht als erster Schritt. Der Motor hilft vor allem beim Start; gleiten und pumpen musst du danach selbst, und dafür musst du bereits foilen können, auch wenn Hybride wie der Foil Drive Fusion und das Manta TakeOff Evo ebenso als eFoil laufen können. Wer gerade erst mit dem Foilen anfängt, für den ist ein eFoil-Kurs der leichtere Einstieg, und auf ein Assist-System umsteigen kann er später jederzeit.

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