Was ist ein SUP-Foil?
Beim SUP-Foil sitzt unter dem Paddelbrett ein Tragflügel. Er hebt dich beim Paddeln aus dem Wasser, dann schwebst du über der Oberfläche und nicht mehr auf ihr. Stand-up-Paddling trifft hier auf Hydrofoil-Technik. Das Prinzip kennst du vielleicht vom Kitefoil oder vom Windfoil, nur dass der Antrieb beim SUP-Foil allein aus deinem Paddel kommt.
Der Hauptvorteil liegt im viel kleineren Wasserwiderstand. Sobald das Brett fliegt, bremst die Oberfläche nicht mehr. Du kannst damit an Spots und bei Bedingungen paddeln, bei denen mit einem klassischen SUP gar nichts mehr geht.
Mit dem höheren Tempo und dem Gefühl, über dem Wasser zu schweben, fühlt sich eine Paddelrunde völlig anders an als auf einem klassischen Brett.
Von allein trägt der Foil aber nicht. Du brauchst eine Welle oder ein Boot, das dich anschleppt. Den ersten Schub liefert die Welle, der Tragflügel baut daraus Auftrieb auf und hebt das Brett aus dem Wasser. Damit es oben bleibt, musst du die Balance halten und gleichmäßig weiterpaddeln.
Spot und Wellen für den Einstieg
Für den Einstieg eignen sich kleine, langsame, lange und weiche Wellen am besten. Hilfreich ist es, wenn du klar siehst, wo sie brechen. Je berechenbarer die Welle, desto leichter fällt dir das Timing beim Abheben.
Die passende Wellengröße richtet sich nach deinem Körpergewicht. Unter 70 kg kommst du mit 30 bis 60 cm hohen Wellen gut zurecht, ab 80 kg dürfen es eher 50 bis 80 cm sein. Schwerere Fahrer brauchen kräftigere Wellen, sonst baut der Foil unter ihnen nicht genug Auftrieb auf.
Mindestens 100 bis 120 cm Wassertiefe sollten es sein, sonst setzt der Foil am Grund auf. Achte auch auf Strömungen, denn sie können dich vom Kurs abbringen und das Brett unruhig machen. Der Wind spielt ebenfalls mit: Seitenwind macht das Balancieren schwerer, ein leichter Rückenwind hilft beim Abheben.
Ausrüstung und der Weg ins Wasser
Ins Wasser kommt das Board zunächst verkehrt herum, mit dem Foil nach oben. Dann watest du hinaus, bis es mindestens 120 cm tief ist, und drehst das Brett erst dort um. Der Tragflügel schrammt so nicht über den Grund und bleibt heil. Die Wassertiefe behältst du auch während der Session im Auge.
Ohne Schutzausrüstung solltest du nicht aufs Wasser: Leash, Helm, Neoprenschuhe und Schwimmweste gehören beim SUP-Foilen dazu. Und übe nie in der Nähe anderer Leute. Die Flügel des Foils sind scharf, bei einem Zusammenstoß können sie ernsthafte Verletzungen verursachen.
Die Flügelgröße ist Abwägungssache. Ein großer Frontflügel erleichtert das Abheben, kostet dich aber Topspeed. Mit einem kleineren Flügel bist du schneller unterwegs, dafür wird der Start schwieriger und die Balance anspruchsvoller.
Bei der Brettlänge sieht es ähnlich aus. Ein längeres Board liegt stabiler im Wasser und nimmt Wellen leichter mit, lässt sich aber träger manövrieren. Auch Breite und Dicke spielen hinein, sie bestimmen mit, wie stabil das Brett liegt und wie hoch es fliegt. Richte dich bei der Wahl von Board und Flügel nach deinem Können und deinem Körpergewicht.
