SUP-Foil: Stand-up-Paddle-Board mit Hydrofoil

SUP-Foil

Stand-up-Paddling mit Hydrofoil: mit dem Paddel aus dem Wasser abheben

Was ist ein SUP-Foil?

Beim SUP-Foil sitzt unter dem Paddelbrett ein Tragflügel. Er hebt dich beim Paddeln aus dem Wasser, dann schwebst du über der Oberfläche und nicht mehr auf ihr. Stand-up-Paddling trifft hier auf Hydrofoil-Technik. Das Prinzip kennst du vielleicht vom Kitefoil oder vom Windfoil, nur zieht beim SUP-Foil weder ein Kite noch ein Segel. Den Antrieb liefern dein Paddel und der Schub, den dir eine Welle oder ein Schleppboot mitgibt.

Der Hauptvorteil liegt im viel kleineren Wasserwiderstand. Sobald das Brett fliegt, bremst die Oberfläche nicht mehr. Du kannst damit an Spots und bei Bedingungen paddeln, bei denen mit einem klassischen SUP gar nichts mehr geht.

Mit dem höheren Tempo und dem Gefühl, über dem Wasser zu schweben, fühlt sich eine Paddelrunde völlig anders an als auf einem klassischen Brett.

Von allein trägt der Foil aber nicht. Wenn du nicht gerade kräftig paddelst und einen großen Frontflügel fährst, brauchst du eine Welle, einen Dünungsbuckel oder ein Boot, das dich anschleppt. Den ersten Schub liefert die Welle, der Tragflügel baut daraus Auftrieb auf und hebt das Brett aus dem Wasser. Damit es oben bleibt, musst du die Balance halten und gleichmäßig weiterpaddeln.

Spot und Wellen für den Einstieg

Für den Einstieg eignen sich kleine, langsame, lange und weiche Wellen am besten. Hilfreich ist es, wenn du klar siehst, wo sie brechen. Je berechenbarer die Welle, desto leichter fällt dir das Timing beim Abheben.

Die passende Wellengröße richtet sich nach deinem Körpergewicht und nach dem Frontflügel, den du fährst. Schwerere Fahrer brauchen mehr Schub, bevor der Foil unter ihnen genug Auftrieb aufbaut. Eine Welle, die einen leichten Fahrer anhebt, reicht bei gleichem Flügel für einen schwereren womöglich nicht. Der braucht dann entweder einen größeren Frontflügel oder eine größere Welle.

Mindestens 100 bis 120 cm Wassertiefe sollten es sein, bei langem Mast noch mehr, sonst setzt der Foil am Grund auf. Die meisten Masten sind einen halben bis einen ganzen Meter lang, und für Stürze brauchst du obendrauf reichlich Reserve. Achte auch auf Strömungen, denn sie können dich vom Kurs abbringen und das Brett unruhig machen. Der Wind spielt ebenfalls mit: Seitenwind macht das Balancieren schwerer, ein leichter Rückenwind hilft beim Abheben.

Ausrüstung und der Weg ins Wasser

Ins Wasser kommt das Board zunächst verkehrt herum, mit dem Foil nach oben. Dann watest du hinaus, bis es mindestens 120 cm tief ist, und drehst das Brett erst dort um. Der Tragflügel schrammt so nicht über den Grund und bleibt heil. Die Wassertiefe behältst du auch während der Session im Auge.

Ohne Schutzausrüstung solltest du nicht aufs Wasser: Leash, Helm, Neoprenschuhe und Schwimmweste gehören beim SUP-Foilen dazu. Und übe nie in der Nähe anderer Leute. Die Flügel des Foils sind scharf, bei einem Zusammenstoß können sie ernsthafte Verletzungen verursachen.

Die Flügelgröße ist Abwägungssache. Ein großer Frontflügel erleichtert das Abheben, kostet dich aber Topspeed. Mit einem kleineren Flügel bist du schneller unterwegs, dafür wird der Start schwieriger und die Balance anspruchsvoller.

Bei der Brettlänge sieht es ähnlich aus. Ein längeres Board liegt stabiler im Wasser und nimmt Wellen leichter mit, lässt sich aber träger manövrieren. Auch Breite und Dicke spielen hinein: Sie bestimmen mit, wie stabil sich das Brett anfühlt, und ein schmaleres Board beschleunigt schneller und reagiert direkter. Richte dich bei der Wahl von Board und Flügel nach deinem Können und deinem Körpergewicht.