Startbild des offiziellen Awake-VINGA-Videos: Sprung mit dem eFoil über dem Wasser

Awake eFoil

Schwedisches Premium: eFoil und Jetboard auf einer Plattform

Aktualisiert:

Die Marke

Awake baut elektrische Wassersportboards in Schweden. Gegründet wurde die Firma 2017 im südschwedischen Limhamn, und kaum ein Anbieter im Markt hat ein so klares Profil. Awake legt sich nämlich nicht auf eine Produktkategorie fest: Die Schweden bauen Jetboards und eFoils, und sie haben beides zu einem gemeinsamen System verknüpft. Diese Doppelrolle ist bis heute das wichtigste Erkennungszeichen der Marke.

Die skandinavischen Wurzeln stecken dabei nicht nur im Firmensitz. Awake positioniert sich eindeutig als Premium-Marke: reduzierte, minimalistische Formen, hochwertige Materialien und ein bis ins Detail durchdachtes Produkterlebnis, eben die Art von Gestaltung, die du vom skandinavischen Design kennst. Auf den ersten Blick erinnern die Boards eher an einen Sportwagen oder ein edles Elektronikprodukt als an ein klassisches Surfbrett, und genau so inszeniert der Hersteller sie auch.

Für Käufer hierzulande zählt außerdem, dass Awake ein europäischer Hersteller mit Sitz in der EU ist. Bei einem Sportgerät im fünfstelligen Preisbereich sind Garantieabwicklung, Service und Ersatzteilversorgung mindestens so wichtig wie das Board selbst, und all das läuft mit einer Marke aus der EU meist unkomplizierter als mit einem Anbieter aus Übersee. Frag vor dem Kauf trotzdem nach, wie Garantiefälle und Lieferung konkret abgewickelt werden, denn die Konditionen können sich von Zeit zu Zeit ändern.

Bekannter gemacht hat die Marke auch der Motorsport: Awake hat eine Marketing-Partnerschaft mit Carlos Sainz Jr. geschlossen, dem Formel-1-Piloten. Der Name eines F1-Fahrers unterstreicht genau die Botschaft, auf der die Marke aufbaut: Präzision, Geschwindigkeit und Spitzentechnik, nur eben auf dem Wasser statt auf Asphalt. Aus Käufersicht ist so eine Kooperation mehr als Glanz. Sie zeigt, dass hier eine sichtbare, aktiv wachsende Marke am Werk ist, und das ist bei einem Gerät dieser Preisklasse kein Nebenaspekt.

Bevor es weitergeht, lohnt ein Blick auf die Namen. Awake ist nicht „ein eFoil“, sondern ein Hersteller mit zwei Produktfamilien: VINGA heißt die eFoil-Linie, RÄVIK die Jetboard-Linie. Falls dir schon die Grundbegriffe neu sind, zum Beispiel der Unterschied zwischen einem Board, das über dem Wasser fliegt, und einem, das auf der Oberfläche gleitet: Fang mit unserem eFoil-Porträt an, den Überblick über die ganze Kategorie liefert dir der Elektro-Surfbrett-Guide.

Awake in Bewegung

Offizielle Bilder und das komplette Sortiment: awakeboards.com ↗

Modelle und Preise

Das Angebot von Awake ruht auf zwei Familien, die eine gemeinsame Akku-Plattform verbindet. Schauen wir sie uns der Reihe nach an.

VINGA: Fliegen über dem Wasser

VINGA ist die eFoil-Familie von Awake und besteht 2026 aus einem einzigen, aufgeräumten Modell: dem VINGA Carve (die früheren Varianten S, Adventure und Ultimate hat der Hersteller ausgemustert). Wie bei jedem eFoil arbeitet unter dem Brett ein Tragflügel: Ab dem passenden Tempo hebt er das Board aus dem Wasser, und du fliegst leise, fast schwerelos über die Oberfläche. Als Kategorie erreichen eFoils üblicherweise etwa 30 bis 45 km/h, die genauen Werte hängen vom Modell und von der Flügelgröße ab. Das VINGA-Erlebnis dreht sich um das weiche, lautlose Gleiten: Auf spiegelglattem Wasser am frühen Morgen gehört das zum Besondersten, was du im Wassersport erleben kannst.

Auch auf dem VINGA folgt das Lernen dem bewährten eFoil-Weg: Du übst erst im Liegen, dann im Knien, zum Schluss im Stehen, und beginnst erst danach wirklich zu fliegen. Die meisten fühlen sich nach 4 bis 5 Stunden Übung sicher auf dem Brett; wer Wassersport-Erfahrung mitbringt, fliegt oft schon nach 20 Minuten über dem Wasser. Als Anfänger ist der größere Flügel dein Freund: Er läuft stabiler, und das Halten der Flughöhe fällt damit leichter. Kleinere Flügel sind schneller, gehören aber in fortgeschrittene Hände. Die einzelnen Lernschritte haben wir auf unserer eFoil-Seite ausführlich beschrieben.

RÄVIK: Gleiten auf der Oberfläche

RÄVIK ist die Jetboard-Familie von Awake, in drei Varianten: Explore, Adventure und Ultimate. Ein Jetboard hebt nicht ab, sondern gleitet auf der Wasseroberfläche, als würdest du ohne Leine wakeboarden: kräftige Beschleunigung, enge Carving-Turns und in dieser Kategorie Spitzenwerte um die 50 bis 60 km/h. Wo das VINGA die Ruhe des Fliegens liefert, steht das RÄVIK für pures Adrenalin, bei derselben Marke, innerhalb desselben Systems.

Die Lernkurve ist beim Jetboard sogar noch freundlicher als beim eFoil: Weil du keine Flughöhe ausbalancieren musst, gleiten die meisten schon nach wenigen Versuchen stabil. Das Tempo dosierst du auch hier über eine wasserdichte Fernbedienung in Stufen, gelenkt wird mit dem Körpergewicht: Wohin du das Brett kippst, dahin fährt es. Starte als Einsteiger in den unteren Stufen und schalte erst hoch, wenn die Kurven sicher sitzen.

Flex: die gemeinsame Akku-Plattform

Und damit zum Kern der Sache: Beide Familien verbindet die Akku-Plattform von Awake, die unter dem Namen Flex läuft (aktuelle Generation: Flex 4). Derselbe Akku treibt die VINGA-eFoils und die RÄVIK-Jetboards an. Mit einem einzigen Akkusatz, und einer einzigen Ladelogistik, deckst du also zwei völlig verschiedene Erlebnisse auf dem Wasser ab. Awake ist der einzige große Hersteller, der so eine boardübergreifende Plattform im Programm hat.

Im Alltag ist der Akku das Herz des Systems. Bei elektrischen Wassersportboards reicht eine Ladung, abhängig von der Fahrweise, üblicherweise für ungefähr 1 bis 2 Stunden auf dem Wasser; das Laden am Netz dauert einige Stunden. Weil der Akku wechselbar ist, verdoppelt ein Zweitakku deine tägliche Fahrzeit. Die Flex-Plattform denkt diese Logik weiter: Dein Ersatzakku gehört nicht einem deiner Boards, sondern allen.

VINGA Carve2026

Awake VINGA eFoil in Nahaufnahme bei voller Fahrt über dem Wasser

Awakes komplettes aktuelles eFoil-Angebot besteht aus einem einzigen, klaren Modell: ein leichtes, direkt angebundenes Board zum Cruisen und Carven, auf derselben Flex-Akkuplattform wie die RÄVIK-Jetboards.

Boardgröße
5'2", 80-cm-Mast
Volumen
77 l
Gewicht
16 kg ohne Akku (Board 7,5 kg + Antrieb 8,5 kg)
Akku
Flex LR 4 (ca. 60 min) oder Flex XR 4, 2,55 kWh (ca. 120 min)
Fahrzeit
60-120 min (je nach Akku)
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
Antrieb
4-8,2 kW Linear Jet
Ár (kb.)
ca. 11.990-13.990 € zzgl. MwSt., je nach Akku

Nach Herstellerangaben (Stand: 2026-07-03). Preise nur zur Orientierung.

RÄVIK Explore2026

Awakes am leichtesten zu erlernendes Jetboard: 121 Liter, ein stabiles Board mit hoher Traglast.

Volumen
121 l
Gewicht
21 kg
Akku
Flex XR 4 (im Set enthalten)
Fahrzeit
bis zu 60 min
Höchstgeschwindigkeit
bis zu 40 km/h
Antrieb
11 kW
Ár (kb.)
ca. 9.990 € zzgl. MwSt.

Nach Herstellerangaben (Stand: 2026-07-03). Preise nur zur Orientierung.

RÄVIK Adventure2026

Jetboard mit V-Rumpf und 71 Litern für längere Touren auf dem Wasser: elegant, anpassungsfähig, dynamisch.

Volumen
71 l
Gewicht
23 kg
Akku
Flex XR 4 (im Set enthalten)
Fahrzeit
bis zu 45 min
Höchstgeschwindigkeit
bis zu 50 km/h
Antrieb
11 kW
Ár (kb.)
ca. 13.990 € zzgl. MwSt.

Nach Herstellerangaben (Stand: 2026-07-03). Preise nur zur Orientierung.

RÄVIK Ultimate2026

Die Spitze der leistungsorientierten Jetboards (Nachfolger des RÄVIK S): 51 Liter, 16 kg leichter Rumpf, bis zu 55 km/h.

Volumen
51 l
Gewicht
16 kg
Akku
Flex XR 4 (im Set enthalten)
Fahrzeit
bis zu 35 min
Höchstgeschwindigkeit
bis zu 55 km/h
Antrieb
11 kW
Ár (kb.)
ca. 15.990 € zzgl. MwSt.

Nach Herstellerangaben (Stand: 2026-07-03). Preise nur zur Orientierung.

Frühere Generation (neu nicht mehr erhältlich)

Frühere VINGA-Modelle (S, Adventure, Ultimate)

Die früheren Modelle VINGA S, VINGA Adventure und VINGA Ultimate hat Awake eingestellt; ihren Platz nimmt seit 2026 der einzelne VINGA Carve ein.

Tabelle seitlich wischen für weitere Spalten

Awake VINGA und RÄVIK im Vergleich
VINGA (eFoil)RÄVIK (Jetboard)
ErlebnisFliegen über dem Wasser: leises, weiches, fast schwereloses GleitenGleiten auf der Wasseroberfläche: kräftige Beschleunigung, sportliche Kurven
Für wen?Für alle, die die Freiheit des Fliegens und ruhiges, lautloses Cruisen suchenFür alle, die Tempo, Adrenalin und das Wakeboard-Gefühl suchen
KategorieeFoil (elektrisches Hydrofoil)Jetboard (Elektro-Surfbrett)
VariantenCarveExplore, Adventure, Ultimate
Die Tabelle dient der Orientierung. Genaue technische Daten und die Unterschiede zwischen den Varianten können sich je nach Modelljahr ändern; verlässlich sind immer die aktuellen Datenblätter des Herstellers.

In den Modellblöcken oben haben wir die wichtigsten Daten von den aktuellen Datenblättern des Herstellers festgehalten. Sortiment und Spezifikationen können sich mit jedem Modelljahr verschieben, deshalb gilt vor dem Kauf: Das aktuelle Datenblatt und eine persönliche Probefahrt sagen mehr als jede Tabelle.

Musst du dich zwischen Varianten entscheiden, gelten dieselben Kriterien wie bei jedem elektrischen Wassersportboard. Für Einsteiger ist die größere, stabilere Konfiguration der richtige Startpunkt: Beim eFoil macht der größere Flügel das Lernen nicht nur leichter, er verbraucht auch weniger Energie, und das heißt längere Fahrzeit. Fortgeschrittene haben von einem kleineren, wendigeren Aufbau mehr. Wiegst du über 80 kg, plane beim eFoil auf jeden Fall mit dem größeren Flügel. Und schau bei jeder Variante auf Akkukapazität und Ladezeit, denn diese Werte bestimmen in der Praxis am stärksten, wie viel Zeit du auf dem Wasser verbringst.

Welches Awake passt zu dir?

Die erste Frage ist nicht das Modell, sondern das Erlebnis: Willst du über dem Wasser fliegen (VINGA Carve) oder über die Oberfläche jagen (RÄVIK)? Innerhalb der Jetboard-Familie ist das Explore der stabile Einstieg, das Adventure die tourentaugliche Mitte und das Ultimate die sportliche Spitze.

Tabelle seitlich wischen für weitere Spalten

Awake Modelle im Vergleich
VINGA CarveEmpfehlungRÄVIK ExploreRÄVIK AdventureRÄVIK Ultimate
TípuseFoiljetboardjetboardjetboard
Ár (kb.)ca. 11.990-13.990 € zzgl. MwSt., je nach Akkuca. 9.990 € zzgl. MwSt.ca. 13.990 € zzgl. MwSt.ca. 15.990 € zzgl. MwSt.
Volumen77 l121 l71 l51 l
AkkuFlex LR 4 (ca. 60 min) oder Flex XR 4, 2,55 kWh (ca. 120 min)Flex XR 4 (im Set enthalten)Flex XR 4 (im Set enthalten)Flex XR 4 (im Set enthalten)
Fahrzeit60-120 min (je nach Akku)bis zu 60 minbis zu 45 minbis zu 35 min
Topspeed45 km/hbis zu 40 km/hbis zu 50 km/hbis zu 55 km/h
Kinek való?Das einzige aktuelle Awake-eFoil, auf Fortschritt ausgelegtEinstiegs-Jetboard, stabil und robustJetboard für AbenteuertourenTop-Jetboard, schnell und agil
Angaben nach Herstellerpreisliste und Datenblättern, nur zur Orientierung; die Konfiguration beeinflusst Preis und Fahrzeit.

Awake im Wettbewerb

Auf dem eFoil-Markt ist Awake das schwedische Mitglied des Premium-Felds: Preislich tritt das VINGA Carve gegen die Topmodelle von Lift und Flite an. Die eigentliche Besonderheit der Marke ist aber das Zwei-Plattform-System, denn bei keinem anderen großen Hersteller fahren eFoil und Jetboard mit demselben Akkusatz.

Alle aktuellen Modelle sämtlicher aktiver Marken findest du in einer Tabelle in unserem eFoil-Vergleich.

Was macht Awake besonders?

Die meisten Hersteller konzentrieren sich auf eine einzige Kategorie: Lift und Flite etwa sind feste Größen im eFoil-Segment, andere Marken bauen ausschließlich Jetboards. Awake dagegen deckt beide Kategorien ab: Das komplette Bild zu den Jetboards findest du auf unserer Elektro-Surfbrett-Seite, die Grundlagen des eFoilens im eFoil-Porträt. Awake ist die seltene Marke, die auf beiden Seiten zu Hause ist.

Warum zählt das in der Praxis? Weil der Akku einer der größten Preisposten bei elektrischen Wassersportboards ist. Dank der gemeinsamen Flex-Plattform gehört dein Akkusatz nicht zu einem Board, sondern zum gesamten Awake-System: Hast du das erste Board samt Akku, verlangt der zweite Boardtyp kein komplettes, bei null startendes System mehr. Dieselbe Logik greift im Alltag, ein Ersatzakku passt in beide Boards, Ladegeräte und Stauraum verdoppeln sich nicht.

Stell dir einen Sommertag am See vor. In der Morgendämmerung ist das Wasser glatt wie Glas: Mit dem VINGA fliegst du lautlos dahin, der Foil wirft kaum eine Welle, du hörst nur die Vögel. Am Vormittag kommst du zurück, wechselst den Akku und hängst den leeren ans Ladegerät. Nachmittags wird es lebhaft am Ufer, die Freunde treffen ein, jetzt schlägt die Stunde des RÄVIK, der Sprints und der Carving-Turns. Am Abend hat dir derselbe Akkusatz zwei grundverschiedene Erlebnisse geschenkt, ohne dass du zwei getrennte Systeme hättest schleppen, laden und pflegen müssen. Genau das bekommst du derzeit bei keinem anderen großen Hersteller.

Der dritte Grund ist der skandinavische Premium-Ansatz selbst: eine einheitliche Formensprache, durchdachte Details und eine Produktphilosophie, die in einem System denkt. Wer sich für Awake entscheidet, kauft nicht nur ein Board, sondern steigt in ein Ökosystem ein, in dem eFoil und Jetboard keine getrennten Welten sind, sondern zwei Gesichter desselben Erlebnisses.

Drei Awake VINGA eFoils gleiten in Formation über einen spiegelglatten See

Für wen ist Awake gedacht?

Der erste typische Awake-Käufer will beide Erlebnisse: den ruhigen Flug am Morgen und das Tempo am Nachmittag. Dasselbe gilt in der Familie oder im Freundeskreis, denn selten suchen dort alle das Gleiche: Einer liebt das entspannte Gleiten, die andere die Geschwindigkeit. Mit einem System auf gemeinsamer Plattform bedienst du beide Wünsche, ohne unnötige Doppelanschaffung. Kein Zufall, dass diese Vielseitigkeit auch bei Boots- und Yachtbesitzern gut ankommt.

Das zweite Profil ist der Premium-Käufer: Design, Materialqualität und Markenerlebnis wiegen für ihn genauso schwer wie die technischen Daten. Genau für diese Zielgruppe baut Awake. Konkrete Preise listen wir hier bewusst nicht auf, sie ändern sich zu oft. Rechne aber damit, dass sich die Marke im oberen Preissegment bewegt: Premium-eFoils bedeuten meist eine Investition von etwa 10.000 bis 15.000 €, während Einstiegsmodelle anderer Hersteller bei rund 5.000 bis 7.500 € beginnen.

Einen dritten Kreis sollte man nicht vergessen: Verleiher, Surfschulen und Unterkünfte am Wasser. Wer elektrische Boards als Erlebnisangebot vermietet, kann mit einer einzigen Marke und einem einzigen Akkupark sein ruhigeres Programm (eFoil) und sein Adrenalinprogramm (Jetboard) abdecken. Der Betrieb der Flotte wird damit spürbar einfacher, als wenn zwei Herstellersysteme parallel gewartet werden müssten.

Für wen ist Awake nichts? Wenn du mit striktem Budget startest und dein erstes eFoil suchst, lohnt sich der Blick über den Tellerrand: Die Kriterien und die verlässlichen Marken haben wir im eFoil-Kaufratgeber gesammelt. Und egal, wohin du tendierst: Probier das Erlebnis vor dem Kauf unbedingt live aus, das Mieten ist der günstigste Weg dazu.

Awake RÄVIK Jetboard in scharfer Kurve neben einer Superyacht

Awake auf deutschen Gewässern

Heimische Seen sind ein richtig gutes Revier für die Awake-Erlebnisse. Ein eFoil braucht weder Wind noch Wellen, und der Antrieb arbeitet leise und abgasfrei. Wo du damit aufs Wasser darfst, ist allerdings von Gewässer zu Gewässer verschieden geregelt, und auf geschützten oder besonders eingestuften Seen ist längst nicht überall erlaubt, was technisch möglich wäre. Welche Regeln wo gelten, liest du auf unserer Seite zu den eFoil-Regeln. Beim VINGA kommt hinzu, dass der Foil ausreichende Wassertiefe verlangt: An flach abfallenden Ufern musst du ein Stück hinausfahren oder dir gleich einen tieferen Einstieg suchen.

Ein eigener Vorteil des eFoils auf Seen: Die kabbelige Wasseroberfläche, die der auffrischende Nachmittagswind erzeugt, stört dich kaum. Das Board fliegt über dem Wasser, der Foil berührt die Oberfläche nur minimal, die kleinen Wellen bleiben größtenteils unter dir. Das Jetboard gleitet dagegen auf der Oberfläche, sein Terrain ist das ruhige, glatte Wasser. Mit dem RÄVIK zielst du deshalb am besten auf den Morgen oder den früheren Vormittag und auf windgeschützte Buchten.

Beim Jetboard ist das Bild ohnehin differenzierter. Der Elektroantrieb bleibt ein Vorteil, das RÄVIK gleitet aber auf der Wasseroberfläche, ist hörbarer und wirft auffälligere Wellen als ein eFoil. Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Gewässer, und auch die Einstufung des Geräts kann eine Rolle spielen. Informier dich deshalb vor jedem Start über die aktuellen Regeln für den jeweiligen See oder Flussabschnitt. Das sind ein paar Minuten Recherche, die dir eine Menge Ärger ersparen können.

Ein paar praktische Tipps, egal mit welchem Awake-Board du startest: Trag immer Helm und Weste, und such dir einen Platz, an dem sich im Umkreis von 100 Metern keine Schwimmer, Badegäste oder andere Wassersportler aufhalten. Das ist eine Grundregel, für deine Sicherheit und die der anderen. Die Saison reicht an heimischen Seen meist vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst; mit einem guten Neoprenanzug holst du dir noch ein paar Monate auf dem Wasser dazu.

Auch die Logistik ist keine Hexerei: Ein eFoil-Board wiegt üblicherweise um die 15 kg, der Akku bringt weitere rund 15 kg auf die Waage. Die Ausrüstung passt damit bequem in einen Kombi oder ein größeres Auto, beim Ein- und Ausladen am Ufer ist eine helfende Hand trotzdem willkommen. Der Foil lässt sich demontieren, für den Transport zerlegst du das System also in kleinere Teile.

Und falls du noch ganz am Anfang stehst, ist die Reihenfolge simpel: erst das Erlebnis, dann der Kauf. Eine begleitete Schnupperstunde mit Coach zeigt dir nicht nur, ob dir der Sport liegt. Du merkst dabei auch, ob dein Wasser eher der windstille Flug in der Morgendämmerung ist oder das adrenalingeladene Gleiten am Nachmittag, sprich: ob aus dem Awake-Universum das VINGA oder das RÄVIK zu dir passt.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Awake VINGA und RÄVIK?

VINGA ist die eFoil-Familie von Awake: Ein Tragflügel unter dem Board hebt dich über die Wasseroberfläche, du fliegst leise und fast schwerelos. RÄVIK ist die Jetboard-Familie: Das Brett gleitet auf dem Wasser, beschleunigt kräftig und fährt sich deutlich sportlicher. Verbunden sind beide Familien über eine gemeinsame Akku-Plattform.

Was ist die Awake-Flex-Akkuplattform?

Flex heißt das gemeinsame Akkusystem von Awake (aktuelle Generation: Flex 4). Es treibt die VINGA-eFoils und die RÄVIK-Jetboards gleichermaßen an. Ein einziger Akkusatz passt damit in beide Boardtypen; Awake ist der einzige große Hersteller, bei dem eFoil und Jetboard dieselbe Plattform nutzen.

Was kostet ein Awake eFoil oder Jetboard?

Awake preist seine Produkte im Premiumsegment: Das VINGA Carve eFoil steht je nach Akku mit 11.990 bis 13.990 € zzgl. MwSt. in der Herstellerpreisliste, die RÄVIK-Jetboards liegen zwischen 9.990 und 15.990 € zzgl. MwSt. Zum Vergleich: Einsteiger-eFoils anderer Hersteller starten typischerweise bei rund 5.000 bis 7.500 €. Die genauen aktuellen Preise prüfst du am besten direkt in der Preisliste des Herstellers.

Darf ich Awake-Boards auf deutschen Gewässern fahren?

Das hängt vom Gewässer ab. Elektrisch angetriebene Boards fahren zwar leise und abgasfrei, für motorisierte Wassersportgeräte gelten auf vielen Seen aber eigene Vorschriften, die sich zwischen Gewässern und Bundesländern unterscheiden. Informier dich deshalb vor dem Start über die Regeln am jeweiligen See oder Flussabschnitt, bei einem Jetboard erst recht.

Woher kommt Awake, und wer ist das bekannteste Gesicht der Marke?

Awake ist ein schwedischer Hersteller, gegründet 2017 in Limhamn in Südschweden. Die Marke hat eine Marketing-Partnerschaft mit dem Formel-1-Piloten Carlos Sainz Jr. geschlossen, was gut zur Positionierung passt: präzise Premium-Technik und Tempo, nur eben auf dem Wasser.

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