Erst der Kurs, dann die Miete
Wer zum ersten Mal auf einem eFoil stehen will, bucht in Deutschland üblicherweise keinen Verleih, sondern einen Kurs. Fast alle Anbieter geben ihre Boards nur an Leute heraus, die bereits eine Einweisung hinter sich haben: Bei eFoilution gibt es den Verleih nur für Leute, die dort gelernt haben, Gadgets4Rent verlangt einen Nachweis über Vorkenntnisse, und bei E-Surfer in Berlin startet der Verleih erst nach der Schulung. Der Grund ist simpel: Die Bretter sind teuer, und ohne Anleitung enden die ersten Starts schneller im Wasser, als dir lieb ist. Wie so eine Schulung Schritt für Schritt abläuft, liest du auf unserer Seite zum eFoil-Kurs.
Der Einstieg kostet weniger, als viele denken. Eine 60-minütige Schnupperstunde bekommst du je nach Region für ca. 99 bis 120 €, ein vollwertiger Einsteigerkurs mit 1,5 bis 3 Stunden liegt meist zwischen 199 und 300 €. Wer danach eigenständig weiterfahren will, zahlt für eine Verleih-Session typischerweise 75 bis 150 €, eine Tagesmiete beginnt bei Gadgets4Rent je nach Board bei 299 €, für die Lift-Modelle bei 319 €.
Rechtlich ist die Lage entspannter als ihr Ruf: Ein eFoil gilt auf Bundeswasserstraßen als Kleinfahrzeug. Bis 7,5 kW Dauerleistung brauchst du keinen Führerschein (gängige Serien-eFoils bleiben darunter), das Mindestalter liegt bei 16 Jahren, und ab 2,21 kW Antriebsleistung ist ein Kennzeichen Pflicht; das amtliche kostet 29,70 €. Helm und Weste schreibt dir kein Gesetz vor, die meisten Verleiher aber schon, per Vertrag. Alle Details stehen in unserem Überblick zu den eFoil-Regeln.
Alle geprüften Anbieter im Überblick
Die Tabelle fasst die Schulen und Verleiher zusammen, deren Angebot wir im September 2026 direkt auf den jeweiligen Websites und Buchungsseiten nachgelesen haben. Aufgeführt sind die veröffentlichten Listenpreise; bei vielen Anbietern zahlen Paare oder Gruppen pro Kopf weniger.
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| Anbieter | Standorte | Angebot | Preise | Boards |
|---|---|---|---|---|
| eFoilution | Berlin (Wannsee, Müggelsee), Hamburg-Oortkaten, Binz auf Rügen (Juni bis September) | Einsteigerkurse, Verleih nur für eigene Kursabsolventen; an der Ostsee ab 12 in Begleitung eines Elternteils | Kurs 250 € (zu zweit 200 €/Person), Verleih 150 €, Schnupperkurs Binz 100 € | Lift |
| E-Surfer (Lakeberg GmbH) | Berlin-Wannsee (Marina Nixe), Berlin-Müggelsee (Fliteschool bei Alle an Deck) | Kurse, Verleih nach Kurs, Händlerschule | Kurs Wannsee 249 € (120 min), Müggelsee 279 € (90 min); Verleih Müggelsee 75 €/45 min, Wannsee auf Anfrage | Aerofoils (früher Audi e-tron foil), Fliteboard |
| Alle an Deck (Fliteschool Berlin) | Berlin-Müggelsee (Fürstenwalder Damm 850) | Einsteigerkurs mit Flite-Lizenz, Verleih nur mit Lizenz, nur Barzahlung, Saison Mai bis September | Kurs 250 €/Person (ca. 1,5 h), Verleih 75 €/45 min | Fliteboard |
| Lets-Foil | Berlin (Tegeler See, Wannsee, Spree, Stößensee), Rerik (Ostsee) | Kurse, Verleih nach Kurs, Mehrfahrtenkarten, Events, 48-h-Probefahrten | Kurs 149,90 € (75 min), Verleih 99 €/h, 5er-Karte 396 €, 10er-Karte 749 € (74,90 €/Fahrt) | Sifly, Jetwave, Waydoo |
| Gadgets4Rent | Buchungsnetzwerk mit rund 30 Stadt- und Regionalseiten, u. a. Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bonn, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Leipzig, Müritz, Rügen, Ostsee, Bodensee; nennt keine Treffpunkte | Kurse, Tages-, Wochenend- und Wochenverleih | Kurse ab 199 € (bis zu 3 h einplanen, zwei Personen dürfen teilen), Tagesmiete ab 299 €, Lift 319 €, Wochenende Fr-Mo ab 599 €, Kaution 1.500 € | Jetwave, Jetsurf, Fliteboard, Aerofoils (ex Audi e-tron foil), Lift, SiFly, Awake, Waydoo |
| eFOIL NRW | Lünen, Waltrop, Datteln (Datteln-Hamm-Kanal) | Schulungen, ganzjährig, ab drei Personen auch mobil im Umkreis von 30 km; kein Verleih | Schulung 200 € (1,5-2 h) | Lift |
| eFoil Riders | Über ein Dutzend Standorte, u. a. Berlin-Spandau (Scharfe Lanke), Köln/Düsseldorf (Dürener Badesee), Würzburg, Frankfurt, Ingolstadt (Lorenzisee), Regensburg, München (Gewässer nicht genannt) | Kurse, Verleih, Gruppenevents | Kurs 99 €/60 min, Verleih 89 €, Gruppenevent 360 € | Fliteboard |
| Mobile E-Foil Schule (SurferSchmiede) | Duisburg; Schulungsspot laut Anbieter in Xanten, Orte im Ruhrgebiet nach Absprache | Privat- und Gruppenkurse, Probefahrten, SiFly-Händler | Kurs 169 € (60 min), 280 € (120 min oder 2 Personen) | SiFly |
| efoilwaterclub | Lippstadt (Alberssee), Wachtendonk (Blaue Lagune), Roermond (NL) | Einzel-, Gruppen- und Familienkurse, März bis Oktober | Einzelkurs ab 199 € zzgl. MwSt. (60-90 min Fahrzeit) | Audi e-tron foil (Aerofoils) |
| eFoilers Bamberg | Bischberg bei Bamberg (Wohnmobilhafen, am Main) | Kurse, Verleih für Fortgeschrittene | keine Preise veröffentlicht | Fliteboard |
| Rhein Riders (Partner von eFoil Riders) | Wiesbaden-Schierstein (Schiersteiner Hafen, Rhein) | Kurse für maximal zwei Teilnehmer, ab 16 | keine Preise veröffentlicht | Fliteboard |
| EFOIL BASE e.V. | Showroom München (Englischer Garten); eFoil-Try-outs an der Donau bei Regensburg | Try-outs, Community Rides, Pumpfoil-Kurse an der Regattastrecke Oberschleißheim | eFoil-Try-out 160 € (eine Akkuladung, ca. 60-90 min) | Lift, Fliteboard, Jetwave, Waydoo |
| Kitemonkey | Fehmarn (Campingplatz Miramar, an der Sundbrücke), April bis Oktober | Schnupperstunden, Einsteigerkurse im 1:1-Format, Verleih nach Kurs auf Anfrage | Schnupperstunde 119 € (1 h), Kurs 238 € (2 h) | Duotone |
| Sealectric | Kiel (Surfschule Westwind, Falckensteiner Strand), Hamburg-Oortkaten; Sitz Altenholz | Kurs 1,5 h ab 16, Boardleihe 2 h ab 16, Firmenevents, Flitecell-Akkumiete | Preise nur im Buchungssystem | Fliteboard |
| Surfers Paradise | Laboe an der Kieler Förde; Mardorf am Steinhuder Meer | Einweisung bzw. Privatstunde, Verleih nur danach oder mit Erfahrung | Laboe: Einweisung 1 h (bis 3 Personen) 200 €, Verleih 1 h 150 €; Steinhuder Meer: Privatstunde 250 € (allein oder zu zweit), Miete 150 € für die erste Stunde | SiFly Rider (Laboe) |
| Kiteschool Usedom | Peenemünde (Museumshafen, Schulung im Hafenbecken) | Einsteigerkurs, Verleih nach bestandenem Kurs | Kurs 229 € (2 h, 90 min auf dem Wasser), Verleih 50 / 100 / 150 € für 30 / 60 / 90 min | Marke nicht genannt |
| Hydrofoil Surfing | Wangermeer bei Wilhelmshaven (Einsteiger und Fortgeschrittene), Cuxhaven (Fortgeschrittene); Sitz Bremerhaven | Privatkurse für höchstens zwei Personen, Gebraucht-Kommission | Einsteigerkurs 249 € (1 Person), 399 € (2 Personen, jeder auf eigenem Board), ca. 2 h; Fortgeschrittene ab 199 € | Fliteboard, Lift |
| FLY & SAIL | Flensburg (Takuma, 1,5 bis 2 h), Plau am See (SiFly Rider, ca. 1 h) | Grundkurse, Verleih nur mit Kursnachweis | keine Preise veröffentlicht, Buchungskalender leer, Status unklar | Takuma (seit Juli 2024 in Liquidation), SiFly |
Auffällig ist das Geschäftsmodell dahinter: Viele Schulen sind gleichzeitig Händler. E-Surfer rechnet die Kursgebühr beim Boardkauf an, Lets-Foil verkauft Sifly, Jetwave und Waydoo, eFoil Riders schult und vermietet an allen Standorten Fliteboards, und Gadgets4Rent vermietet quer durchs Sortiment, vom Aerofoils-Board (die Linie hieß früher Audi e-tron foil) bis zum Lift. Für dich ist das praktisch: Du testest verschiedene Boards auf dem Wasser, bevor du über einen Kauf nachdenkst, und über das Kommissionsangebot von Hydrofoil Surfing kommst du auch an gebrauchte Boards.
Ein Sonderfall ist FLY & SAIL in Flensburg und Plau am See. In Flensburg schult die Firma auf Boards von Takuma, und der französische Hersteller ging im Juli 2024 in die Liquidation. Boards und Teile kommen seitdem vom Gebrauchtmarkt oder aus freien Werkstätten, und wer dort kauft, kauft wie besehen und ohne Garantie. Am Plauer See fährt die Schule den SiFly Rider, dort soll eine Stunde für die Grundlagen reichen, in Flensburg rechnet sie mit 90 Minuten bis zwei Stunden. Die Website ist weiter online und verspricht die Anrechnung der Kursgebühr auf einen Boardkauf, nennt aber weder Preise noch einen Saisonplan, und der eingebettete Buchungskalender zeigt weder Angebote noch Termine. Ruf vor einer Anreise unbedingt an und lass dir Termin und Preis bestätigen.
Die Regionen im Detail
Berlin und Brandenburg
Nirgendwo in Deutschland ist die Auswahl größer. Am Wannsee sitzen gleich zwei Anbieter: eFoilution mit Lift-Boards und die E-Surfer-Schule an der Marina Nixe, deren Jetantrieb-Boards von Aerofoils stammen, der Marke hinter dem einstigen Audi e-tron foil. Am Müggelsee wiederholt sich das Duell: eFoilution an der Josef-Nawrocki-Straße, dazu die Fliteschool von Alle an Deck an der Surf- & Segelschule Müggelsee, die unter dem Namen E-Surfer mitvermarktet wird. An der Scharfen Lanke in Spandau (Marina Lanke) bietet eFoil Riders den günstigsten 60-Minuten-Kurs unserer Übersicht an (99 €, Stand September 2026), und Lets-Foil wechselt zwischen Tegeler See, Wannsee, Spree und Stößensee, mit einem 75-Minuten-Kurs für 149,90 € und Mehrfahrtenkarten ab 74,90 € pro Fahrt. Der Grund für diese Ballung: Havel, Spree und Dahme zählen zu den Bundeswasserstraßen, hier gilt Bundesrecht, und das ist eFoil-freundlich. Welches Berliner Gewässer welches Tempolimit hat, wo die Stadt-Spree gesperrt ist und wie du vom Wannsee aus nach Potsdam kommst, steht auf unserer Seite zum eFoil in Berlin. Zwei Autostunden südlich sieht die Landkarte ganz anders aus: Die Seen des Leipziger Neuseenlands sind Landesgewässer, Gadgets4Rent hat zwar eine Leipzig-Seite, aber ohne Gewässer und Treffpunkt. Was dort trotzdem geht, steht auf unserer Seite zum eFoil in Leipzig.
Hamburg, Ostsee und die Küste
In Hamburg teilen sich zwei Schulen den Hafen Oortkaten im Südosten der Stadt: eFoilution mit Lift-Boards (Kurs 250 €, zu zweit 200 € pro Person) und Sealectric, der Fliteboard-Händler aus Altenholz bei Kiel, mit 90-minütigen Kursen ab 16 Jahren, deren Preis erst im Buchungssystem steht. Gadgets4Rent hat eine Hamburg-Seite mit Kursen ab 199 €, nennt aber keinen Treffpunkt. Revier, Kennzeichenfrage und die gesperrte Alster erklärt unsere Seite zum eFoil in Hamburg. An der Küste wird es sommerlicher. In Binz auf Rügen gibt es den eFoilution-Schnupperkurs für 100 €, und weil die Ostsee keine Binnenschifffahrtsstraße ist, nimmt die Schule dort schon Zwölfjährige in Begleitung eines Elternteils in den Kurs. An der Kieler Förde schult Sealectric am Falckensteiner Strand, gegenüber in Laboe stellt dich Surfers Paradise für 200 € eine Stunde lang auf den SiFly Rider (bis zu drei Personen teilen sich die Einweisung). Kitemonkey sitzt auf Fehmarn direkt an der Sundbrücke und coacht im 1:1-Format per Funk, die Kiteschool Usedom schult im Hafenbecken von Peenemünde für 229 €, Lets-Foil bietet Kurse bei Rerik an, und am Wangermeer bei Wilhelmshaven nimmt Hydrofoil Surfing (Sitz Bremerhaven) höchstens zwei Schüler pro Termin mit aufs Wasser.
Landeinwärts liegt bei Hannover das Steinhuder Meer, ein Landesgewässer mit eigener Verordnung, auf dem Surfers Paradise in Mardorf Privatstunden für 250 € gibt, allein oder zu zweit als Gesamtpreis, und danach für 150 € die erste Stunde vermietet. Wie flach der See ist und welche Zonen gesperrt sind, steht auf unserer Seite zum eFoil am Steinhuder Meer.
Mecklenburgische Seenplatte
An der Müritz hat Gadgets4Rent eine eigene Seite mit Kursen ab 199 €, nennt aber keinen Treffpunkt; eine Schule mit fester Basis am See haben wir nicht gefunden. Die großen Seen der Platte zählen zu den Bundeswasserstraßen, du darfst dort also grundsätzlich foilen; welche Schutzzonen du dabei umfahren musst, steht auf unserer Müritz-Seite. Am Plauer See wäre FLY & SAIL mit dem SiFly Rider die Adresse, hier gilt aber der Hinweis von oben zum unklaren Status.
Nordrhein-Westfalen
Im Westen spielt sich das eFoil-Leben auf einem Kanal und auf privaten Baggerseen ab. eFOIL NRW unterrichtet in Lünen, Waltrop oder Datteln auf dem Datteln-Hamm-Kanal für 200 € pro Schulung, das ganze Jahr über und ab drei Personen auch mobil; einen Verleih gibt es dort nicht, und auf dem Kanal gilt für Kleinfahrzeuge ein Limit von 12 km/h. eFoil Riders schult für Köln und Düsseldorf am Dürener Badesee (Kurs 99 €, Verleih 89 €), wo eigene Boards nicht zugelassen sind. Die Mobile E-Foil Schule aus Duisburg fährt nach eigener Angabe in Xanten und im Ruhrgebiet (169 € für 60 Minuten), der efoilwaterclub am Alberssee in Lippstadt und an der Blauen Lagune in Wachtendonk (ab 199 € zzgl. MwSt.). Gadgets4Rent hat Landingpages für acht NRW-Städte von Köln bis Zülpich, nennt aber keinen Treffpunkt und stuft die eigenen Spot-Listen selbst als nicht erlaubt oder ungeklärt ein. Baldeneysee, Kettwiger See und die Talsperren des Ruhrverbands sind für eFoils gesperrt; die Karte der erlaubten und der verbotenen Gewässer steht auf unserer Seite zum eFoil in NRW. Zieht es dich über die Grenze, stehen Regeln und Schulen in Holland auf unserer Seite zum eFoil in den Niederlanden.
Der Süden: Main, München und Neckar
Am Main hat sich in den letzten Jahren eine eigene Szene gebildet: eFoil Riders ist aus Würzburg heraus gewachsen und schult dort am Campingplatz Kalte Quelle, in Frankfurt am Mainwasenweg und in Bischberg bei Bamberg, jeweils für 99 € pro Kurs und 89 € pro Verleih (Stand September 2026); am selben Wohnmobilhafen in Bischberg sitzen die eFoilers Bamberg mit Kursen und Verleih für Fortgeschrittene, und an der Mainmündung schulen die Rhein Riders im Schiersteiner Hafen, allerdings auf dem Rhein. Wie du auf dem gestauten Fluss mit Schleusen und Berufsschifffahrt umgehst, steht auf unserer Seite zum eFoil am Main. In München bietet eFoil Riders Kurse zum gleichen Preis an (99 € für 60 Minuten), das Gewässer nennt die Buchungsseite aber nicht; die Münchner Anbieter fahren tatsächlich an der Donau bei Regensburg (EFOIL BASE, Try-out 160 €) und am Lorenzisee in Geisenfeld (eFoil Riders Ingolstadt). Was Münchnern sonst bleibt, vom Showroom am Englischen Garten bis zur Regattastrecke Oberschleißheim, haben wir auf der Seite zum eFoil in München zusammengetragen. Auf dem Neckar hat sich mit eFoil Masters eine eigene Szene gebildet: Als geeignete Abschnitte nennt die Schule den Fluss bei Heidelberg, Ladenburg, Mannheim, Ilvesheim und Edingen, wo milde Strömung und wenig Verkehr gute Lernbedingungen schaffen. Die Einführung dauert eine Akkuladung, also etwa zwei Stunden, und kostet 199 €, der einstündige Schnupperkurs mit 45 Minuten garantierter Wasserzeit 99 €; verkauft werden Boards von Sifly, Waydoo und Lift. Kurs und Kauf liegen damit an derselben Adresse, was den Weg vom ersten Versuch zum eigenen Board kurz hält. Ausrüstung leiht dir am Mittleren Neckar eFoil Adventure rund um Heilbronn, allerdings erst nach den ersten Flugstunden; Preise und Ablauf stehen unter eFoil am Neckar leihen. Schulen und Verleih am Oberrhein zwischen Freiburg und Mannheim sammelt unsere Seite eFoil auf dem Rhein. Warum die Flüsse den Süden tragen und die Seen nicht, hat rechtliche Gründe.
Warum Bayern und der Bodensee fehlen
Auf der Anbieterkarte fehlen im Süden die Seen, und das hat rechtliche Gründe. Die großen bayerischen Seen wie Starnberger See, Ammersee, Chiemsee, Tegernsee und Königssee werden von der Bayerischen Schlösserverwaltung verwaltet, und die gestattet motorisierte Wassersportgeräte wie E-Surfboards mit und ohne Foil ausnahmslos nicht. Wenn ein Buchungsnetzwerk wie Gadgets4Rent einen „eFoil-Kurs Bodensee“ bewirbt, räumt es auf derselben Seite ein, dass eFoiling auf dem See und seinen Ufern nicht erlaubt ist, weder privat noch im Kurs; wo der Kurs dann stattfindet, steht nicht dabei. Gefahren wird stattdessen auf den Bundeswasserstraßen: dem Main bis Hallstadt oberhalb von Bamberg, der Donau ab Kelheim und dem Main-Donau-Kanal. Oberhalb dieser Punkte sind beide Flüsse Landesgewässer mit eigenem Genehmigungsregime. Was in Bayern sonst noch geht und was nicht, haben wir auf einer eigenen Seite zusammengetragen.
Am Bodensee ist die Lage noch eindeutiger: Die für Deutschland, Österreich und die Schweiz gemeinsame Bodensee-Schifffahrts-Ordnung verbietet motorisierte Schwimmkörper jeglicher Antriebsart, eFoils eingeschlossen. Einen eFoil-Verleih gibt es am See deshalb nicht. Wer trotzdem übers Wasser fliegen will, weicht aufs Wakefoilen hinterm Motorboot aus: Seasports Bodensee in Kressbronn zieht dich für 80 € pro Person eine halbe Stunde lang, Treibgutsurf in Allensbach nimmt für den Grundlagenkurs am Schleppseil 100 € pro Erwachsenem, 180 € für zwei, und startet nur mit mindestens zwei Teilnehmern. Das ist kein eFoil, das Fluggefühl auf dem Tragflügel ist aber eng verwandt.
Buchung, Saison und Gutscheine
Spontan am Steg vorbeischauen funktioniert selten, denn die Schulen arbeiten mit festen Zeitfenstern. eFoilution, Gadgets4Rent und eFoil Riders verkaufen ihre Termine direkt online, Kitemonkey nimmt Buchungen per Kreditkarte, Klarna, PayPal oder Apple Pay an und beantwortet Fragen über WhatsApp. Hydrofoil Surfing führt einen eigenen Terminkalender im Shop, Sealectric buchst du über ein Reservierungssystem mit Kalender, bei eFOIL NRW und Lets-Foil vereinbarst du deinen Termin telefonisch oder per E-Mail, bei E-Surfer über ein Formular oder einen Anruf.
Daneben haben sich Vermittler etabliert. Die Plattform miet-boot.de listet unter anderem Lets-Foil (Berlin und Rerik) und eFoilution in Köpenick, das Portal efoil-kurs.de listet eine Handvoll Kurse und Verleiher. Als Geschenk taugt das Thema ebenfalls: Jochen Schweizer führt einen E-Foil-Einsteigerkurs in Berlin als Erlebnisgutschein, Sealectric verkauft für Kiel und Hamburg einen Gutschein im eigenen Buchungssystem, und bei eFoil Riders bekommst du den Kursgutschein direkt vom Anbieter. Ein Wort der Vorsicht zu den Portalen: Nicht jede dort empfohlene Spot-Liste ist rechtlich auf dem Stand, manche führen sogar gesperrte Seen als Reviere auf. Verlass dich im Zweifel auf die Angaben der Schule vor Ort.
Die Saison hängt vom Standort ab: Kitemonkey auf Fehmarn nennt April bis Oktober, eFOIL NRW steht auf dem Datteln-Hamm-Kanal das ganze Jahr über bereit und sagt nur bei Gewitter ab. Plane deine Session in jedem Fall tagsüber. Nachts müsste ein motorisiertes Kleinfahrzeug Topplicht, Seitenlichter und Hecklicht führen, und diese Lichterführung lässt sich auf einem eFoil schlicht nicht unterbringen; Fahrten nach Sonnenuntergang scheiden damit aus. Bei der Ausrüstung musst du dagegen kaum etwas mitbringen: Weste und Helm gehören beim Kurs im Normalfall dazu, E-Surfer begleitet seine Schüler sogar mit Funkhelmen und einem eigenen Rettungsboot.
Vielfahrer: Karten, Abos und der Weg zum eigenen Board
Wer nach dem Kurs Blut geleckt hat, zahlt bei Einzelsessions schnell drauf. Einige Anbieter haben darauf reagiert: Lets-Foil verkauft neben der 5er-Karte für 396 € und der 10er-Karte für 749 € (74,90 € pro Fahrt) auch einen eFoil-Pass für 649 € im Monat, und wer über einen Kauf nachdenkt, kann dort ein Board 48 Stunden lang im „Try before you buy“-Modus testen oder ein Board für eine ganze Woche mitnehmen (750 €). Bei Gadgets4Rent beginnt die Tagesmiete je nach Modell bei 299 €, die Lift-Boards kosten 319 €, das Wochenende von Freitag bis Montag gibt es ab 599 €, und für die Kaution musst du 1.500 € hinterlegen.
Ab welcher Fahrfrequenz sich ein eigenes Board rechnet, musst du selbst durchrechnen; bei Tagesmieten ab 319 € für die Topmodelle kommt jedenfalls einiges zusammen. Als Startpunkte: Was neue Boards kosten, steht auf unserer Seite zum eFoil-Preis, die Modelle stellt der eFoil-Vergleich gegenüber, Kauf- und Gebrauchttipps sammeln wir bei den Angeboten. Welche Rolle der Akku bei Fahrzeit und Folgekosten spielt, liest du auf unserer Seite zum eFoil-Akku. Der Umweg über die Miete bleibt trotzdem der günstigste Ratgeber: Nach ein paar Sessions auf Lift, Fliteboard und Sifly weißt du, welches Fahrgefühl zu dir passt, bevor du mehrere Tausend Euro ausgibst.
eFoil mieten in Österreich
Österreich ist fürs eFoilen schwieriges Terrain: Auf den Kärntner Seen, Wörthersee inklusive, ist die Schifffahrt mit motorisierten Schwimmkörpern komplett verboten, und § 42 Schifffahrtsgesetz sieht dafür Geldstrafen von 72 bis 3.633 Euro vor, den Betrag legt die Behörde im Einzelfall fest. Die Szene konzentriert sich deshalb auf wenige Gewässer, an denen elektrische Antriebe zugelassen sind.
Drei Anbieter haben wir uns näher angesehen. Wake Up Events hat keine feste Station, sondern schult zu festen Terminen an wechselnden Orten: in Niederösterreich (das Gewässer nennt die Seite nicht), in Tragöß in der Steiermark, am Gardasee bei Malcesine und in Šamorín an der Donau in der Slowakei, andere Strecken auf Anfrage. Der zweistündige Kurs mit maximal zwei Teilnehmern und Funkhelm kostet 199 €, danach kannst du für 99 € pro 30 Minuten mieten. Am Neusiedler See sitzt Free-Foiler in Podersdorf; das Starterpaket für 250 € dauert rund 1,5 Stunden, davon eine volle Stunde auf dem Wasser, ab 14 Jahren und bis 95 Kilo Körpergewicht, einen Buchungskalender gibt es nicht, du meldest dich rechtzeitig vorher. In Graz bringt dich SUPXperience am Stausee Grünanger aufs Board: 129 € kostet der Kurs über 1,5 Stunden, der Verleih danach 49 € pro halbe Stunde (Listenpreise, Stand September 2026).
Und die Schweiz?
Mieten ja, fahren nein. Auf Schweizer Seen sind eFoils verboten, weil die Binnenschifffahrtsverordnung die Motorisierung von Surfbrettern untersagt; das Bundesgericht bestätigte 2022 eine Busse von 300 Franken für eine Fahrt auf dem Genfersee. Der Bundesrat will das Thema in der Totalrevision der Verordnung angehen, einen Zeitplan für eine Legalisierung hat aber keine Behörde veröffentlicht.
Efoil Swissdriver in Reinach bei Basel, der einzige Anbieter in unserer Liste, vermietet und verkauft trotzdem: Eine rund zweistündige Einführung inklusive Prallschutzweste und Helm kostet CHF 150, die 24-Stunden-Miete CHF 250, eine ganze Woche CHF 900 (ab 24 Stunden mit Ladegerät und Ersatzakku). Nutzen lässt sich das Material vor allem jenseits der Grenze, etwa am Gardasee (auf dem lombardischen und dem venetischen Ufer, nicht im Trentiner Norden um Riva und Torbole), am Comer See oder an der Adria in Kroatien, wo Schulen und Lieferverleiher von Istrien bis Dalmatien arbeiten, oder im Flugurlaub auf Mallorca und Ibiza, wo an der Küste gleich mehrere Schulen arbeiten. Auch im Winter findest du Schulen, auf den Kanaren etwa in El Médano und Corralejo. Auf heimischen Seen bleibt Schweizer Foil-Fans bis zur Gesetzesänderung nur das Warten oder der Umstieg aufs Wingfoil, denn ohne Motor foilst du dort völlig legal.





