Fahrerin steht aufrecht auf einem dunklen Waydoo eFoil über dem offenen Meer, die Fernbedienung in der Hand

eFoil für Anfänger

Board, Flügel und Modus für die ersten Stunden, und in welcher Reihenfolge du einsteigst

Aktualisiert:

Das Set für die ersten Stunden

Ein großes, ruhiges Brett mit viel Volumen, darunter ein großer Frontflügel an einem kurzen Mast, dazu eine Fernbedienung im Anfängermodus. So sieht das Set aus, das die Hersteller selbst Neulingen hinstellen. Bei Fliteboard ist das ein ICON mit 100 Litern und dem Cruiser Jet 1500, bei Lift das LIFT5 F, bei Waydoo das Flyer EVO Max Plus mit 130 Litern, bei SiFly ein Rider+ mit Stützschwimmer. Ein LIFTX oder ein Fliteboard PRO lässt du im ersten Sommer im Regal.

Kaufen musst du so ein Set nicht gleich. Die ersten Stunden fährst du auf dem Material einer Schule, mit einem Trainer im Wasser neben dir (wie so eine Stunde abläuft, steht unter eFoil-Kurs, die Technik vom Liegen bis zum Stehen unter eFoil fahren lernen). Nach den ersten Terminen weißt du, ob du ein Brett mit 100 oder mit 130 Litern willst. Und ob du überhaupt eines willst.

Viel Volumen, großer Flügel, kurzer Mast

Solange das Brett noch im Wasser liegt, trägt dich nur sein Auftrieb, und jede Gewichtsverlagerung kippt es ein Stück. In dieser Phase vor dem Abheben zahlt sich Volumen aus: Mit mehr Volumen und mehr Fläche liegt das Board laut Waydoo stabiler, kippt seltener, lässt dich leichter die Balance halten und gibt dir bei niedrigem Tempo mehr Zeit zu reagieren.

Wie weit das auseinandergeht, zeigt Fliteboard: Das PRO hat 67 Liter, das ICON 100, der Flitescooter 237, ein breites Brett mit abnehmbarem Lenker. Den Lenker nennt Fliteboard einen zusätzlichen Stabilitätspunkt.

Der Frontflügel entscheidet, wann du abhebst

Fliteboard setzt den Beginn des Foilens bei rund 20 km/h an. Im Handbuch von Lift wird das Brett ab etwa 10 mph (etwa 16 km/h) stabiler. Je größer der Flügel, desto früher hebst du ab: Größere Flügel geben laut Fliteboard mehr Auftrieb und mehr Stabilität, ideal für Anfänger und schwerere Fahrer, und die Cruiser-Reihe foilt schon bei geringerer Geschwindigkeit. Neue Fahrer starten dort mit dem Cruiser 1100 oder dem Cruiser Jet 1500; das ICON wird mit dem Cruiser Jet 1500 C ausgeliefert, rund 1530 cm² Fläche. Als „sehr einfach“ führt Fliteboard den Cruiser 1800 und den Cruiser Jet 1800.

Bei Lift heißt das Gegenstück 270 Camber Pro, gebaut für maximalen Auftrieb im unteren Tempobereich und Stabilität um die Querachse, für schwerere Fahrer und neue Foiler. SiFly empfiehlt den Cruiser 1900 für Einsteiger und schwere Fahrer und gibt dafür ein Abheben ab 15 km/h an, nach eigener Aussage der niedrigste Wert am Markt. Awake verkauft ein Cruise Wing Kit mit großen Flügeln „für die ersten Schritte“.

Kurzer Mast, weniger Höhe zum Fallen

Das LIFT5 F kommt mit dem Flügel 200 Surf V2 an einem Aluminiummast von 28 Zoll, und Lift nennt den kürzeren Mast den einfachsten Weg zum Start. Der Flitescooter fliegt an einem Mast von 65 cm. Am kurzen Mast fliegst du niedriger, der Weg ins Wasser ist kürzer.

Beim Hydrofoil V3 von SiFly lässt sich der Mast in den Stufen Comfort, Intermediate und Sport einstellen, dazu kommen ein verstellbarer hinterer Stabilisator und auf Wunsch ein zusätzlicher Stabilisator für Anfänger.

Dein Gewicht und die Grenzen der Hersteller

Mit 60 kg lernst du auf fast jedem Brett. Mit 105 kg sieht die Liste schon kürzer aus. Lift gibt für jedes Board ein Höchstgewicht an: 113 kg beim LIFT5 F Cruiser mit 83 Litern, 100 kg beim LIFT5 F Sport mit 67 Litern, 79 kg beim LIFTX mit 42 Litern. Mit dem aufblasbaren Blowfish, einem Zubehör für mehr Auftrieb und Stabilität, steigt die Grenze bei den beiden LIFT5 F auf 129 kg.

Fliteboard testet seine Boards mit Fahrern bis 120 kg, und 120 kg ist dort die Garantiegrenze für alle Sets außer ULTRA, L, L2, L3 und RACE. Beim aufblasbaren AIR liegt sie auch bei 120 kg, das AIR PRO empfiehlt Fliteboard für Fahrer bis 100 kg. Über das PRO mit 67 Litern schreibt der Hersteller, es sei nicht so leicht zu lernen, vor allem für schwere Fahrer.

Waydoo nennt ca. 90 kg für das Lite, ca. 100 kg für das Master und ca. 130 kg für Max Plus und Pro Plus, und schickt schwerere Fahrer auf das Max Plus, egal wie gut sie schon fahren. Am oberen Ende steht das SiFly Lite+ mit 170 Litern, einem harten Mittelteil und einem aufblasbaren Außenteil; es hält Fahrer bis 140 kg über Wasser. Liegst du nahe an einer dieser Grenzen, nimm das größere Brett und den größeren Flügel.

Die Einsteigerbretter der Marken

Fliteboard sortiert sein Programm im Menü nach Können. Der Flitescooter steht allein unter „Beginner“, mit dem Versprechen, dass komplette Anfänger das eFoilen in Minuten lernen. AIR und ICON laufen als Boards für Einsteiger bis Aufsteiger, das ICON zusätzlich als bester Allrounder für jedes Niveau. Das PRO zielt auf Fahrer mit Erfahrung auf anderen Brettern, das ULTRA L3 auf Fortgeschrittene. Für Familien und Einsteiger nennt Fliteboard das Soft Top 2 eine gute Wahl: eine Deckschicht aus EVA, bei gleichem Gewicht und Volumen wie ICON und PRO aus Glasfaser.

Lift nennt das LIFT5 F den besten Startpunkt für neue Fahrer: Glasfaserbrett, stabiles Flügelset, „Tuned for learning“, dieselbe Leistung wie das LIFT5. Das LIFTX verlangt laut Lift mehr von einem Neuling. Anfangen kannst du darauf, solltest dir dann aber Anleitung holen. Viele neue Fahrer kombinieren ihr erstes Board mit dem Blowfish.

Waydoo schickt die meisten Einsteiger auf das Flyer EVO Max Plus, im eigenen Shop als „Stable eFoil for Beginners“ geführt, mit 130 Litern und Flugassistenz. Es fährt bis zu 45 km/h, und aus dem Brett wächst du so schnell nicht heraus. SiFly bündelt den Einstieg im Ultimate Beginner Trio: Board, Floaty und den Stabilisator EZ Go, entweder als Floaty S mit dem Rider (110 Liter) oder als Floaty R mit dem Rider+ (130 Liter). Das Rider+ hat ein stoßdämpfendes Soft Top und ist für Schulen, Yachtcharter und Wassersportzentren gedacht. Awake führt das VINGA Carve als Allround-eFoil, das auf Fortschritt ausgelegt ist, und bietet für den Anfang das Cruise Wing Kit an.

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Einsteigerbretter: Volumen, Fahrergewicht und Einstufung des Herstellers
BoardVolumenFahrergewichtEinstufung
Fliteboard Flitescooter237 Lbis 120 kgBeginner
Fliteboard ICON100 Lbis 120 kgfür alle Könnensstufen
Fliteboard AIR-bis 120 kgEinsteiger bis Aufsteiger
Fliteboard PRO67 Lbis 120 kgAufsteiger bis Fortgeschrittene
Lift LIFT5 F Cruiser83 L113 kg (129 kg mit Blowfish)nachsichtigstes LIFT5 F
Lift LIFT5 F Sport67 L100 kg (129 kg mit Blowfish)LIFT5 F, Start für neue Fahrer
Lift LIFTX42 L79 kgverlangt mehr als LIFT5 F
Waydoo Flyer EVO Max Plus130 Lca. 130 kgstabiles Board für Einsteiger
SiFly Rider+130 L-Soft Top für Einsteiger
SiFly Lite+170 Lträgt bis 140 kgmit Floaty für mehr Stabilität

Die Drossel in Fernbedienung und App

Mehr Leistung, als du halten kannst, hilft dir in der ersten Stunde nicht. Mehrere Hersteller bauen deshalb eine Drossel in die Elektronik. Lift schreibt ins Handbuch, dass Anfänger auf Leistungsstufe 1 fahren, bevor sie Tempo und Leistung erhöhen. Bei Aerofoils heißt der Anfängermodus „Gonna-Fly“ und reagiert weniger empfindlich auf den Abzug, volle Leistung gibt es erst im Modus „Rocket Ride“. Die Flex-Fernbedienung von Awake kennt die Stufen Eco, Sport und Extreme, die Empfindlichkeit und Höchsttempo festlegen.

Fliteboard verlegt das in die App. Mit Speed Limiting setzt du eine Obergrenze fürs Tempo, mit Fly Zones ziehst du per GPS einen Zaun um dein Revier. Fährt das Board hinaus, kommt ein Alarm, dann ein Countdown, danach bremst es sich selbst ein. Leihst du dein Board Freunden, stellst du beides vorher ein.

Andere Hilfen sitzen am Brett. Waydoos Flight Assist, ein Sensorsystem, stabilisiert Max Plus, Pro Plus und Master (das Lite hat es nicht), und wer sicher fährt, schaltet es ab.

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Lernhilfen der Hersteller
HerstellerHilfeWas sie tut
AerofoilsModus „Gonna-Fly“Abzug reagiert weniger empfindlich
AwakeModi Eco, Sport, ExtremeEmpfindlichkeit und Höchsttempo
LiftLeistungsstufe 1für Anfänger laut Handbuch
LiftBlowfishaufblasbar, mehr Auftrieb und Stabilität
FliteboardSpeed Limiting (App)Obergrenze fürs Tempo
FliteboardFly Zones (App)GPS-Grenze, danach bremst das Board
FliteboardFlitescooterabnehmbarer Lenker
WaydooFlight AssistSensoren stabilisieren das Board
WaydooScooter KitLenker und Pod mit 90 L
SiFlyFloaty, EZ GoAuftrieb und Stabilisator

Ohne Kurs gibt es selten ein Leihboard

Ganz ohne Vorkenntnisse ein Board zu mieten, sehen etliche Verleiher gar nicht vor. Bei eFoilution am Müggelsee und am Wannsee bekommst du ein Leihboard, wenn du dort gelernt hast. Flyfoil in den Niederlanden und auf Fuerteventura vermietet nur an Fahrer mit Foilerfahrung; wer zum ersten Mal kommt, bucht Unterricht. Aerofoils erlaubt das Fahren auf seinen Boards nur nach einer Einweisung. Wer allein aufs Wasser will, hat die Stunden mit Trainer an vielen Stationen also schon hinter sich.

Der Kurs selbst setzt fast nichts voraus. Bei E-SURFER am Wannsee brauchst du weder Erfahrung noch einen Führerschein, nur das Mindestalter von 16; Neoprenanzug, Weste und Helm stellt die Schule. Auch Fliteboard empfiehlt neuen Fahrern als ersten Schritt Unterricht an einer offiziellen Fliteschool. Was ein Kurs kostet und wo die Schulen liegen, steht unter eFoil-Kurs und eFoil mieten.

Ein Brett kaufen, das du schon kennst

Lift wirbt mit „Try Before You Buy“, listet Demo-Standorte und rät Erstfahrern im Handbuch zu einer Demo. eFoil Emotions am Tunisee bei Freiburg und am Rhein bei Breisach bietet „Test and buy“ für Fahrer mit etwas Erfahrung an und erstattet die Testgebühr, wenn du danach ein Set kaufst. Bei eFoil Adventure an Neckar und Rhein, offizieller Händler von SiFly, kannst du jedes Board vorher testen, neue wie gebrauchte.

Wer vor der ersten Stunde kauft, kauft nach Datenblatt. Wie sich Volumen und Flügel unter deinen Füßen anfühlen, steht dort nicht. Mit welchem Budget du rechnen musst, steht unter eFoil-Preise, gebrauchte Boards findest du unter eFoil gebraucht.

Ein ruhiges Revier für den ersten Tag

Am ersten Tag zählt das Revier so viel wie das Board. Ruhiges, glattes Wasser hilft beim Lernen laut Waydoo mehr als alles andere.

Fliteboard und Aerofoils verlangen mindestens 1,5 m Tiefe, Lift nennt 4 Fuß, und Awake schreibt nur: nie in flachem Wasser. Die Werte der Hersteller nebeneinander stehen unter eFoil fahren lernen.

Beim Abstand werden die Hersteller deutlich. Lift rät, nicht in der Nähe von Ufer, Stegen, Schwimmern oder Booten zu fahren. Awake schreibt vor, innerhalb von 50 m zum Ufer oder zu Schwimmern nicht in Gleitfahrt zu gehen, also nicht schneller als 10 km/h. Aerofoils will großzügigen Abstand zu anderen Fahrzeugen und einen Radius, aus dem du zurückschwimmen kannst. Auf einem vollen Badesee ist das kaum zu schaffen. Such dir eine ruhige Ecke oder eine ruhige Stunde.

Bei starkem Wind und hohen Wellen sagen Schulen ihre Stunden ab. Kabbelwasser trifft dich ausgerechnet in der langsamen Phase, in der das Brett noch im Wasser liegt. In die Brandung gehört ein eFoil nicht: Fliteboard schließt brechende Wellen in der Surfzone und Sprünge von Wellen aus.

Und vor dem Ablegen: Fliteboard rät, jemandem zu sagen, wo du fährst und wann du zurück bist, das Handy in einer wasserdichten Hülle mitzunehmen und nie weiter hinauszufahren, als du zurückschwimmen würdest.

Was den Motor stoppt, wenn du fällst

Fallen gehört zum ersten Tag wie das Aufsteigen. Fliteboard zählt auf, was dich dabei treffen kann: das Brett, der Flügel, das eFoil selbst. Weg vom Board zu fallen gehört dort zum Lernen dazu, mit Prallschutzweste oder Rettungsweste und Helm. Lift wird konkreter: zur Seite oder nach hinten abspringen, nie nach vorn, wo Mast und Flügel auf dich zukommen.

Für den Neuling zählt vor allem, dass der Motor sofort steht. Bei Lift schaltet er ab, sobald die Fernbedienung Wasser berührt oder du den Abzug loslässt. Fliteboard stoppt den Antrieb, wenn das Brett kippt, wenn die Fernbedienung unter Wasser ist oder außer Reichweite gerät. Der Flitescooter hat dazu einen Sicherheitsschlüssel am Handgelenk. Waydoo rät zu Leash und Prallschutz und dazu, langsam zu beginnen.

Ein Handgriff gehört in jede Session. Schwimmst du nach einem Sturz zum Brett zurück, schaltest du die Fernbedienung ab. So steht es im Handbuch von Lift, und so bleibt der Propeller still, während du neben dem Brett schwimmst.

Fehler, die Akku und Foil teuer machen

Am Akku wird ein Fehler schnell teuer, denn mehrere Hersteller nehmen bestimmte Schäden ausdrücklich aus der Garantie. Bei Waydoo sind das Schäden durch Fahren mit leerem oder defektem Akku und durch ein Ladegerät, das nicht zum Akku gehört. Bei SiFly zählt Tiefentladung nicht als Garantiefall. Die Fernbedienung von Fliteboard warnt bei 50 %, bei 10 % und bei niedrigem Ladestand. Spätestens bei der zweiten Warnung fährst du zurück.

Kälte kostet Reichweite. Aerofoils rät, den Akku warm ans Wasser zu bringen, nicht nach einer Nacht im kalten Auto. Geladen wird bei Aerofoils auf einer feuerfesten Unterlage, weg von Brennbarem, nie unbeaufsichtigt, nicht in der prallen Sonne und nur mit dem Originalladegerät. Einen beschädigten Akku lädst du gar nicht: Lift nennt als Zeichen Aufblähen, Auslaufen und Geruch.

Beim Einlagern über den Winter geben die Marken verschiedene Werte vor, und du hältst dich an deine. Lift: 40 bis 60 % Ladung, 10 bis 25 °C, nicht in heißer Garage oder im Kofferraum. SiFly: zwischen 30 und 70 %. Awake: um 80 %, alle 60 Tage prüfen, unter 30 °C lagern und bei etwa 22 °C laden. Aerofoils nennt 18 bis 23 °C als Lagertemperatur. Und für den Urlaub: eFoil-Akkus sind Gefahrgut, die Flitecells von Fliteboard und der Flex-Akku von Awake dürfen nicht ins Passagierflugzeug. Mehr dazu unter eFoil-Akku.

Am Foil

Der Flügel hängt beim Fahren unter dir, und den Grund siehst du von oben schlecht. Fährst du zu nah ans Ufer, schlägt der Flügel auf. Für diesen Fall stehen die Mindesttiefen in den Handbüchern. Nach jeder Fahrt spülst du alle Teile mit Süßwasser ab, so verlangt es Fliteboard, am Meer genauso wie am See.

Was in Deutschland für Einsteiger gilt

Einen Führerschein brauchst du nicht. Die Sportbootführerscheinverordnung (SpFV) vom 3. Mai 2017 nimmt in § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b Sportboote mit Elektromotor von höchstens 7,5 kW in der Betriebsart S1 (Dauerbetrieb) nach DIN EN 60034-1 von der Fahrerlaubnis aus, auf Binnen- wie auf Seeschifffahrtsstraßen, und ein eFoil ist ein solches Sportboot.

Beim Alter zieht das Gesetz eine Grenze. Nach § 1.09 Nr. 1 der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) vom 16. Dezember 2011 muss, wer steuert, mindestens 16 Jahre alt sein. Die Ausnahme in Nr. 2 gilt nur für Kleinfahrzeuge ohne Antriebsmaschine. Auf Binnenschifffahrtsstraßen heißt das: eFoil erst ab 16. Fliteboard rät unter 16 vom Fahren ab und empfiehlt die Aufsicht Erwachsener, Awake nennt mindestens 16, und die Berliner Schulen setzen ihre Kurse genauso an.

Ein Kennzeichen braucht das eigene Board dagegen schon, jedenfalls auf Binnenschifffahrtsstraßen. Die Kleinfahrzeug-Kennzeichnungsverordnung (KlFzKV-BinSch) vom 21. Februar 1995 lässt ein Kleinfahrzeug dort nach § 2 Abs. 1 nur mit einem amtlichen oder amtlich anerkannten Kennzeichen fahren. Kein Kleinfahrzeug im Sinne der Verordnung ist nach § 1 Nr. 2 Buchst. f ein Fahrzeug, dessen Antriebsmaschine höchstens 2,21 kW leistet. Die Motoren der eFoils leisten mehr.

An der Küste gilt die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO, Fassung vom 22. Oktober 1998). Nach § 26 Abs. 4 sind vor Stellen mit erkennbarem Badebetrieb außerhalb des Fahrwassers und näher als 500 m an der Uferlinie höchstens 8 km/h erlaubt. Schutzgebiete können eFoils ganz verbieten: Im Müritz-Nationalpark untersagt § 6 Abs. 1 Nr. 21 der Nationalparkverordnung (NatPMüritzV) vom 12. September 1990 motorgetriebene Wasserfahrzeuge. Auf vielen Seen kommen Landesregeln dazu, etwa am Bodensee oder in Bayern. Alle Paragrafen im Zusammenhang stehen unter eFoil-Regeln.

Diese Einordnung ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du die Wasserschutzpolizei oder die zuständige Behörde vor Ort.

Häufige Fragen

Kann man eFoilen ohne Surferfahrung lernen?

Ja. Fliteboard schreibt, dass die meisten Menschen es in weniger als einer Stunde lernen, auch ohne Erfahrung auf einem Brett, und rät für den Anfang zu Unterricht an einer offiziellen Fliteschool. Waydoo rechnet mit einer bis drei Sessions, bis viele Fahrer den Flug halten, auf einem stabilen Board mit wenig Leistung.

Brauche ich als Anfänger einen Bootsführerschein?

Für Sportboote mit Elektromotor bis 7,5 kW Dauerleistung verlangt § 5 SpFV keine Fahrerlaubnis, und ein eFoil ist ein solches Sportboot. Ein Kennzeichen braucht das eigene Board auf Binnenschifffahrtsstraßen aber schon.

Wie alt muss ich sein, um eFoil zu fahren?

Auf Binnenschifffahrtsstraßen mit 16, so lesen wir § 1.09 BinSchStrO. Fliteboard, Awake und die Berliner Schulen setzen die Grenze an derselben Stelle.

Welches eFoil passt zu schweren Anfängern?

Eines mit viel Volumen und großem Flügel. Fliteboard testet seine Boards mit Fahrern bis 120 kg, Waydoo schickt schwerere Fahrer unabhängig vom Können auf das Flyer EVO Max Plus (ca. 130 kg), und das SiFly Lite+ trägt mit 170 Litern Fahrer bis 140 kg.

Darf ich mein eFoil mit in den Flugurlaub nehmen?

Den Akku nicht: Flitecells und der Flex-Akku von Awake sind Gefahrgut und dürfen nicht ins Passagierflugzeug.

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