Was ist ein eFoil?
Das eFoil ist ein junger Wassersport, der das Beste aus Surfen, Kitefoil und Snowboarden mit dem Gefühl des Fliegens verbindet. Der große Unterschied: Es ist deutlich leichter zu lernen. Mit etwas Talent schwebst du schon nach 20 Minuten über dem Wasser.
Unser Tipp: Nimm die erste Stunde mit einem Trainer. Das erspart dir die meisten Stürze, und danach ist jeder Start aufs Wasser pures Vergnügen.
Ein eFoil verbindet das Fahrgefühl des klassischen Surfens mit dem Tempo-Erlebnis motorisierter Wassersportarten.
Technisch gesehen ist ein eFoil (elektrisches Hydrofoil) ein Surfboard, unter dem ein Tragflügel mit Propellerantrieb sitzt. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit erzeugt der Flügel genug Auftrieb, um das Brett aus dem Wasser zu heben. Vom Ufer aus sieht es aus, als würde der Fahrer über der Oberfläche schweben. Genau dieses Erlebnis macht das eFoil zu einer der am schnellsten wachsenden Wassersportarten.
Auch Kiter, Windsurfer und Wellenreiter setzen gern auf Boards mit Foil. Das eFoil ist auf heimischen Seen besonders praktisch, denn du brauchst weder Wind noch Wellen. Der Elektroantrieb fährt außerdem leise und abgasfrei. Wo du damit fahren darfst, ist von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich geregelt: Einen Überblick geben unsere eFoil-Regeln.
Foilen fühlt sich an wie Fliegen über dem Wasser: ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergisst.
Wie funktioniert ein eFoil?
Unter einem hochwertigen Surfboard sitzt ein kräftiger Elektromotor, montiert an einem Flügel mit Propeller. Sobald der Propeller Schub liefert, erzeugt der Foil Auftrieb, und das Brett hebt sich aus dem Wasser. Tragflächenboote nutzen dasselbe Prinzip: Je höher das Tempo, desto stärker der Auftrieb.
Stell dir den Foil wie ein kleines Flugzeug unter Wasser vor. Zum Abheben verlagerst du dein Gewicht nach hinten, und der Frontflügel beginnt zu steigen. Willst du landen, bringst du den Schwerpunkt nach vorn, bis das Brett wieder aufsetzt. Das Tempo regelst du über eine Bluetooth-Fernbedienung, bis zu 45 km/h sind drin.
eFoil-Boards
Ein eFoil-Board wiegt rund 15 kg, der Akku bringt noch einmal 15 kg auf die Waage. Gefertigt werden die Bretter überwiegend aus Carbon, das ist steif und trotzdem leicht. Einige Hersteller bieten daneben aufblasbare Varianten an, die sich leichter transportieren lassen.
Der Elektromotor läuft fast völlig lautlos, du bist also unterwegs, ohne die Natur zu stören. Eine Akkuladung hält üblicherweise etwa eine Stunde durch. Das reicht locker für eine Session, die dich ordentlich fordert.
Der Foil selbst besteht aus Mast, Fuselage (dem Rumpf), Frontflügel und Heckflügel. Die Flügelgröße bestimmt den Charakter: Kleine Flügel machen das Board schneller, verlangen aber mehr Kontrolle. Große Flügel laufen stabiler und lassen sich leichter erlernen, dafür sinkt die Höchstgeschwindigkeit. Auch beim Preis spielt die Qualität die Hauptrolle: Teurere Modelle bringen bessere Materialien, einen stärkeren Motor und einen langlebigeren Akku mit.
Du willst die Modelle direkt nebeneinander sehen? In unserem eFoil-Vergleich findest du alle aktuellen Boards an einem Ort, mit Preisen, Fahrzeiten und einer Einschätzung, für wen sie passen.

So lernst du eFoilen
eFoilen zu lernen ist nicht schwer. Geh die folgenden Schritte der Reihe nach durch, dann fliegst du schneller über das Wasser, als du denkst:
- Zieh auf jeden Fall Helm und Weste an! Als Anfänger wirst du garantiert das eine oder andere Mal ins Wasser fallen.
- Such dir einen geeigneten Spot zum Üben: keine anderen Wassersportler, Schwimmer oder Badegäste im Umkreis von 100 Metern, glattes Wasser ohne Wellen. Und weil der Foil empfindlich ist, muss das Wasser ausreichend tief sein.
- Zieh dich aufs Brett, wie du auf ein Surfboard steigen würdest. Benutz dabei aber nie den Foil oder den Motor als Trittstufe! Halte deine Füße so weit wie möglich von Motor und Flügeln entfernt.
- Stell die Fernbedienung auf Stufe 1, den Anfängermodus!
- Leg dich bäuchlings aufs Brett und gib Gas!
- Anders als bei einem normalen Surfboard steigt die Nase beim Beschleunigen nach oben. Verlagere deinen Schwerpunkt deshalb nach vorn: Zieh dich beim Gasgeben mit den Händen ein Stück Richtung Brettspitze.
- Halte genug Tempo! Sonst sticht die Nase ins Wasser, und das Brett wird unruhig.
- Dreh ein paar Runden im Liegen, um das Board kennenzulernen und dich an Geschwindigkeit und Kurven zu gewöhnen.
- Danach probierst du ein paar Runden im Knien!
- Jetzt ist es so weit: Steh auf! Richte dich langsam auf und halte dabei das Tempo.
- Such dir eine bequeme Fußstellung und dreh ein paar Runden! Aber nicht zu langsam, sonst steigt die Nase wieder nach oben.
- Lerne, richtig zu stürzen! Wird das Brett unruhig, nutz den letzten stabilen Moment, um abzuspringen. Spring nie nach vorn! Immer zur Seite oder nach hinten, und so weit weg vom Foil wie möglich.
- Stehst du sicher und stabil auf dem Board, kannst du Schritt für Schritt mit dem Fliegen anfangen. Das ist der schwierigste Teil. Bei passendem Tempo wandern die Füße nach hinten und der Oberkörper nach vorn, damit der Schwerpunkt an derselben Stelle bleibt. Verlagerst du das Gewicht dann nach hinten, hebt das eFoil ab. Die Flughöhe steuerst du nicht mit der Fernbedienung, sondern allein über deinen Schwerpunkt. Bleib in den ersten Minuten nur kurz in der Luft und setz wieder auf. Danach verlängerst du die Flugzeit nach und nach.
- Die richtige Fußposition zu finden braucht etwas Übung. Wie weit hinten du stehst, hängt von deinem Gewicht ab. In Fahrtrichtung stehst du etwas breiter als schulterbreit, so bleibt genug Raum, um das Gewicht zu verlagern. Schieb die Füße auch seitlich auf Schulterbreite: Das verbessert die Balance und gibt dir mehr Spielraum beim Steuern.
- Wie lange das Lernen dauert, ist von Person zu Person verschieden. Nach etwa 4 bis 5 Stunden Übung fühlen sich die meisten auf dem elektrischen Hydrofoil wohl. Wer Erfahrung im Wassersport mitbringt, fliegt oft schon nach 20 Minuten im Stehen. Aber auch komplette Neulinge kommen gut rein: Erfahrungsgemäß lernen die meisten eFoilen schneller als Surfen oder Kiten.
Häufige Fragen
Was ist ein eFoil?
Ein eFoil (auch e-Foil geschrieben) ist ein elektrisch angetriebenes Hydrofoil-Surfboard. Unter dem Brett sitzt ein Tragflügel, der das Board ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser hebt. Du fliegst dann regelrecht über die Oberfläche.
Wie lange dauert es, eFoilen zu lernen?
Rechne mit 4 bis 5 Stunden Übung, bis du dich auf dem elektrischen Hydrofoil sicher fühlst. Wer schon Erfahrung im Wassersport mitbringt, steht oft innerhalb von 20 Minuten auf dem Brett und fliegt.
Welche Ausrüstung brauche ich zum eFoilen?
Du brauchst ein eFoil-Board mit Tragflügel, Mast, Elektromotor und Fernbedienung. Trag außerdem immer Helm und Weste, gerade am Anfang landest du öfter im Wasser.
Ist eFoilen schwer zu lernen?
Nein. Viele lernen eFoilen schneller als Surfen oder Kiten. Du übst in drei Stufen: erst im Liegen, dann im Knien und zum Schluss im Stehen.
Wo darf ich eFoilen?
Such dir einen Spot mit ausreichend tiefem Wasser, an dem sich im Umkreis von 100 Metern keine Schwimmer oder andere Wassersportler aufhalten. Welche Regeln auf deutschen Gewässern gelten, unterscheidet sich je nach See und Bundesland; einen Überblick findest du auf unserer Seite zu den eFoil-Regeln.
