Wingfoiler fliegt mit aufblasbarem Wing über das Wasser

Wingfoil

Mit aufblasbarem Wing über dem Wasser fliegen

Was ist Wingsurfen, was ist Wingfoilen?

Ein Surfboard unter den Füßen, ein aufblasbarer Wing in den Händen: das ist Wingsurfen. Der Wind drückt in den Wing, und über seine Stellung bestimmst du Richtung und Tempo.

Sitzt unter dem Brett noch ein Hydrofoil, heißt das Ganze Wingfoil. Der Tragflügel hebt das Board aus dem Wasser, und durchs Wasser schneiden nur noch Mast und Foil. Der Widerstand sinkt stark, das Tempo steigt merklich. Du fährst nicht mehr auf dem Wasser, du schwebst ein Stück darüber. Diese Kombination macht Wingfoil zu einer der aufregendsten modernen Wassersportarten.

Nicht alle trennen die beiden Namen so sauber. Viele sagen Wingsurfen und meinen damit Wingfoilen. Die britische Royal Yachting Association wiederum reserviert das Wort für die erste Lernstufe: auf einem großen Windsurfbrett oder WindSUP, ganz ohne Foil darunter.

Wingfoil: Vorteile und Nachteile

Kein Rigg, keine Leinen

Mehr als Aufpumpen ist nicht nötig

Leichter Wing

Ein 4-m²-Wing wiegt etwa 2 kg

Läuft auch bei mäßigem Wind

Mit großem Wing ab etwa 10 Knoten fahrbar

Einfacher Transport

Eingerollt nimmt der Wing kaum Platz weg

Ohne Foil-Erfahrung schwerer

Am besten erst auf einem anderen Foil üben

Abhängig vom Wind

Bei Flaute fällt die Session aus

Lernkurve in Wellen

Wellengang macht den Einstieg viel schwerer

Untergrenze beim Wind

Einsteiger brauchen 15 bis 20 Knoten

Wing und Board: die Ausrüstung

Der große Pluspunkt des Wings: Du brauchst weder Rigg noch Leinen. Aufpumpen, in die Hand nehmen, losfahren. Auf dem Wasser passt du seine Stellung laufend an, je nachdem, woher der Wind gerade kommt und wohin du willst. Als ersten Wing empfiehlt Ensis rund 4 m² für Fahrer unter 70 kg, schwerere nehmen etwa 5 m². So ein Wing wiegt kaum etwas. Du klemmst ihn dir unter den Arm und läufst damit ans Wasser.

Dazu gehört eine Leash, am Handgelenk oder am Hüftgurt, sonst treibt dir der Wing bei einem Sturz davon. Einsteigern rät man zu einem möglichst großen Board. Es liegt ruhiger auf dem Wasser, du kommst leichter in den Stand. Viel Volumen trägt dich besser, und du hast mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit mit dem Wing frei.

Wie fängst du an?

Zum Lernen empfiehlt Ensis rund 15 bis 20 Knoten Wind. Stehst du erst sicher auf dem Foil, kommst du mit einem größeren Wing auch bei weniger Wind los; Duotone gibt seinen Unit in 5 m² ab 10 Knoten an. Für die ersten Versuche such dir glattes Wasser ohne Wellen: Wellengang macht das Balancieren und die Kontrolle über den Wing unnötig schwer.

Trag auf jeden Fall Schutzausrüstung, also Helm, Auftriebsweste und Neoprenschuhe. Das Foil hat scharfe Kanten. Bei einem Sturz kannst du dich daran verletzen.

Viel leichter fällt das Wingfoilen, wenn du das Foilfahren vorher schon ohne Wing ausprobiert hast. Ein paar Sessions auf dem Surffoil, eFoil oder SUP-Foil sind dafür die ideale Vorerfahrung. Windsurfer lernen es besonders schnell, denn ein Wing reagiert auf den Wind ganz ähnlich wie ein Segel und will auch ähnlich gehalten werden.