Was ist Wingsurfen, was ist Wingfoilen?
Ein Surfboard unter den Füßen, ein aufblasbarer Wing in den Händen: das ist Wingsurfen. Der Wind drückt in den Wing, und über seine Stellung bestimmst du Richtung und Tempo.
Sitzt unter dem Brett noch ein Hydrofoil, heißt das Ganze Wingfoil. Der Tragflügel hebt das Board aus dem Wasser, es bremst dann kaum noch etwas, das Tempo steigt merklich. Du fährst nicht mehr auf dem Wasser, du schwebst ein Stück darüber. Diese Kombination macht Wingfoil zu einer der aufregendsten modernen Wassersportarten.
Wingfoil: Vorteile und Nachteile
Kein Rigg, keine Leinen
Mehr als Aufpumpen ist nicht nötig
Leichte Ausrüstung
Der Wing wiegt fast nichts
Läuft auch bei mäßigem Wind
Ab etwa 16 Knoten fahrbar
Einfacher Transport
Eingerollt nimmt der Wing kaum Platz weg
Foil-Erfahrung nötig
Am besten erst auf einem anderen Foil üben
Abhängig vom Wind
Bei Flaute fällt die Session aus
Lernkurve in Wellen
Wellengang macht den Einstieg viel schwerer
Untergrenze beim Wind
Mindestens 16 Knoten nötig
Wing und Board: die Ausrüstung
Der große Pluspunkt des Wings: Du brauchst weder Rigg noch Leinen. Aufpumpen, in die Hand nehmen, losfahren. Auf dem Wasser passt du seine Stellung laufend an, je nachdem, woher der Wind gerade kommt und wohin du willst. Üblich sind Größen um 4 m². Weil so ein Wing kaum etwas wiegt, klemmst du ihn dir unter den Arm und läufst damit ans Wasser.
Dazu gehört eine Leash fürs Handgelenk, sonst treibt dir der Wing bei einem Sturz davon. Einsteigern rät man zu einem möglichst großen Board. Es liegt ruhiger auf dem Wasser, du kommst leichter in den Stand. Viel Volumen trägt dich besser, und du hast mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit mit dem Wing frei.
Wie fängst du an?
Mindestens 20 Knoten Wind brauchst du zum Wingfoilen. Wer schon sicher auf dem Foil steht, kommt auch mit 16 Knoten zurecht. Für die ersten Versuche such dir glattes Wasser ohne Wellen: Wellengang macht das Balancieren und die Kontrolle über den Wing unnötig schwer.
Trag auf jeden Fall Schutzausrüstung, also Helm, Auftriebsweste und Neoprenschuhe. Das Foil hat scharfe Kanten. Bei einem Sturz kannst du dich daran verletzen.
Sinnvoll ist der Einstieg ins Wingsurfen, wenn du das Foilfahren vorher schon ohne Wing ausprobiert hast. Ein paar Sessions auf dem Surffoil, eFoil oder SUP-Foil sind dafür die ideale Vorerfahrung. Windsurfer lernen es besonders schnell, denn ein Wing reagiert auf den Wind ganz ähnlich wie ein Segel und will auch ähnlich gehalten werden.
