Das Elektroboot X Shore Eelex 8000 im Sonnenuntergang, mit Gästen an Bord

X Shore

Schwedischer Minimalismus und moderne Technik im Elektroboot

Aktualisiert:

Die Marke

Aus Schweden kommt X Shore, eine Werft, die die Klarheit skandinavischen Designs mit modernem Akku-Antrieb zusammenbringt. Gebaut werden dort rein elektrische Premium-Dayboats, offene Boote für Tagesausflüge, bei denen Erlebnis, Ruhe und Formgebung zählen und nicht die Zahl der Kabinen.

In der europäischen Elektroboot-Szene ist der Name bekannt. Produktion und Auslieferungen laufen, auch im Frühjahr 2026 gingen Boote an ihre Besitzer. Begegnet dir bei Elektrobooten der Begriff „schwedischer Minimalismus”, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit diese Marke gemeint.

Lieber weniger Elemente, aber jedes sitzt. So lässt sich der Kern der skandinavischen Schule zusammenfassen: klare Linien, ein durchdachtes Deck, und der Fokus liegt auf der Zeit auf dem Wasser, nicht auf einer endlosen Liste von Komfort-Extras. Bei X Shore gehört der Elektroantrieb mit zu diesem Kern, und der fühlt sich völlig anders an als ein klassischer Verbrenner: kein Motordröhnen, kein Abgasgeruch. An Bord kannst du dich unterhalten, Musik hören oder einfach dem Wasser zuhören. Diese leise, aufgeräumte Art gibt der Marke im Premiumsegment ihren eigenen Charakter.

X Shore in Aktion

Offizielle Bilder und die komplette Modellpalette: xshore.com ↗

Was ist ein Premium-Dayboat?

Morgens legst du ab, badest in einer stillen Bucht, isst an Deck zu Mittag, ziehst nachmittags am Ufer entlang und bist am Abend zurück im Hafen. Für diesen Tag ist ein Dayboat gebaut, frei übersetzt ein „Boot für einen Tag”: offen, mit großzügigem Deck, gedacht für Tage auf dem Wasser und nicht für mehrtägige Törns mit Kajüte. Auf die Zahl der Schlafplätze kommt es bei solchen Booten nicht an. Was zählt, ist der Komfort an Deck, die Sonnenfläche und die Frage, wie angenehm sich viele Stunden an Bord anfühlen.

Das Etikett „Premium und elektrisch” setzt zwei Dinge obendrauf. Zum einen den Anspruch an Material und Verarbeitung, denn in dieser Klasse zählen Details, Oberflächen und Ergonomie. Zum anderen den rein elektrischen Antrieb, der anders als ein Verbrenner nahezu unmerklich arbeitet, ohne Vibration und ohne Gerüche. Ein elektrischer Antriebsstrang ist meist auch einfacher aufgebaut als ein Benzin- oder Dieselmotor. Zusammen ergibt das an Bord vor allem Ruhe. Kein Motorlärm übertönt das Gespräch, und die Luft um dich herum bleibt sauber.

Am besten passt dieses Format zu Menschen, die auf dem Wasser vor allem Erholung, Geselligkeit und Ruhe suchen. Eine stille Runde in den Sonnenuntergang, ein Badestopp mit Freunden, ein entspannter Familiennachmittag: Dort zeigt ein elektrisches Dayboat seine beste Seite, und dort würden Lärm und Geruch eines Verbrenners besonders stark stören. Für solche Tage ist diese Bootskategorie gedacht, mit viel Platz an Deck und Sonnenfläche statt Kojen darunter.

Das Elektroboot X Shore Eelex 8000 im Sonnenuntergang, mit Gästen an Bord

Modelle

Flaggschiff der Palette ist die Eelex 8000, und ihr Datenblatt liest sich so: ein 170-kW-Motor, ein 126-kWh-Akku, eine Spitze von rund 30 Knoten (55 km/h) und bei langsamem Tempo etwa 100 Seemeilen (sm) Reichweite, umgerechnet 185 km. Mit diesen Werten fährt die Eelex 8000 auch im Feld der Premium-Elektro-Dayboats bei Leistung und Akkugröße weit vorne mit.

Preislich spielt das in der Premiumliga. Auf der europäischen Website von X Shore stand die Eelex 8000 am 12. September 2026 mit einem Startpreis von 249.000 €, die US-Seite nennt für dasselbe Boot ab 269.000 $. Ob im Euro-Betrag die Mehrwertsteuer schon enthalten ist, lässt der Hersteller offen, und der Startpreis ist eben nur der Start: Mit jeder Option, die du ankreuzt, wächst die Summe weiter.

Darunter sitzt die X Shore 1, das kompaktere Einstiegsmodell der Marke: laut EU-Preisliste ab 129.000 €, in den USA ab 139.000 $. Ob Steuern enthalten sind, steht auch hier nicht dabei. Interessiert dich das Boot, hol dir ein Angebot mit deiner Wunschausstattung direkt beim Hersteller.

Die Zahlen liest du am besten mit dem Alltag im Kopf. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 30 Knoten sagt in erster Linie etwas darüber, was das Boot kann, wenn du es forderst. Am weitesten kommt ein Elektroboot, wenn du in gemütlichem, sparsamem Tempo unterwegs bist, und die vom Hersteller genannten 185 km gehören zu dieser ruhigen Gangart. Wer dauerhaft schnell fährt, leert den Akku viel früher. Das langsame, leise Gleiten lässt dafür genug Reserve für einen ganzen Tag auf dem Wasser. Die Reichweite rechnest du besser vom geplanten Tempo und Programm her als von einer einzelnen Zahl.

Die beiden Modelle zielen auf unterschiedliche Bedürfnisse. Die Eelex 8000 ist das vollwertige Premium-Flaggschiff mit betonter Leistung und dem größeren Deck. Die X Shore 1 ist die kompaktere Alternative für alle, die die Marke eine Nummer kleiner ausprobieren möchten. Welche von beiden es wird, entscheidet weniger die größte Zahl als die Frage, welches Boot zu deinen Tagen auf dem Wasser passt: zur üblichen Größe deiner Crew und dazu, wie weit du an einem Tag hinauswillst.

Die X Shore Eelex 8000 in voller Fahrt auf offenem Wasser

X Shore auf deutschen Seen?

Von der Größenklasse her fallen die Boote von X Shore in die Dayboat-Kategorie, und die passt zu unseren Seen am besten: offene Boote für gesellige Tagesausflüge, keine hochseetauglichen Yachten. Der leise, abgasfreie Elektroantrieb fügt sich gut in die Kulisse von Bodensee und Voralpenseen. Und die 185 km Reichweite der Eelex 8000 bei ruhigem Tempo reichen locker für einen kompletten Tag auf dem Wasser.

Auch die Rechtslage spricht für diesen Antrieb. Etliche Seen im deutschsprachigen Raum lassen Verbrenner nur eingeschränkt oder gar nicht zu, während reine Elektroboote auf den meisten davon fahren dürfen. Mit der Motorleistung einer Eelex brauchst du in Deutschland aber fast immer einen Sportbootführerschein, und am Bodensee gilt mit dem Bodenseeschifferpatent eine eigene Regelung. Welche Regeln wo gelten und welchen Schein du wofür brauchst, steht im Elektroboot-Guide.

Statt einer Tankstelle braucht ein Elektroboot eine Ladesäule im Hafen. Landstrom am Liegeplatz gehört in vielen Marinas inzwischen zur Grundausstattung, und das Ladenetz an den großen Seen wächst. Reizt dich auch das Gleiten über dem Wasser, dann sieh dir unsere Seite über Hydrofoil-Boote an.

Was du vor dem Kauf abwägen solltest

Schwächen des Bootes stehen in der Liste unten nicht. Es sind Fragen an dich selbst, und mit den Antworten schätzt du realistisch ein, ob ein Premium-Elektro-Dayboat zu deinen Plänen und Gewohnheiten passt. Klär sie, solange die Entscheidung noch offen ist.

  • Nutzungsprofil: Kurze Tagestouren, baden, Gäste an Bord? Dafür ist die Dayboat-Form wie gemacht. Für längere Törns mit Kajüte und Übernachtung bist du mit einem anderen Bootstyp besser bedient.
  • Tempo und Reichweite: Welche Strecken willst du in welchem Tempo fahren? Die Reichweite hängt an der Geschwindigkeit, und ruhiges Gleiten trägt dich viel weiter als ständige Vollgasfahrt.
  • Laden: Gibt es in deinem Stammhafen eine passende Lademöglichkeit, und passt das Nachladen über Nacht in deinen Tagesrhythmus?
  • Budget: Hier bewegst du dich im oberen Preissegment. Laut EU-Preisliste beginnt das Flaggschiff bei 249.000 €, das Einstiegsmodell bei 129.000 €. Was deine Ausstattung kostet und ob Steuern dazukommen, klärst du mit dem Hersteller.
  • Verfügbarkeit und Service: Wo kannst du das Boot live ansehen, Probe fahren und später warten lassen? Bei einem Boot in dieser Preisklasse hängt an der Antwort genauso viel wie an der Wahl des Modells.

Du musst nicht sofort auf alles eine Antwort haben. Je klarer dein Bild vom eigenen Bootsalltag, desto leichter fällt die Entscheidung, ob ein X Shore oder überhaupt ein elektrisches Dayboat wirklich zu deinen Tagen auf dem Wasser passt. Zu diesem Bild kommst du am schnellsten, wenn du das Boot live ansiehst und, wo es geht, auf dem Wasser Probe fährst.

X Shore im Marktumfeld

X Shore ist auf diesem Markt nicht allein. Das Interesse an Elektrobooten ist in den letzten Jahren klar gestiegen, und Branchenanalysen zufolge wächst das europäische Segment weiter. Immer mehr Premium-Anbieter drängen ins Angebot, manche von ihnen mit Rückenwind aus der Autoindustrie. In diesem Feld hebt sich X Shore mit seinem skandinavischen, vom Design her gedachten Ansatz von den anderen ab.

Wenn du die Marke mit anderen vergleichen willst: Auf Foilfun stellen wir mehrere ähnliche Anbieter vor. Das österreichische Frauscher fährt im selben Feld der Premium-Dayboats, das dänische Rand bietet mit seinen klar gezeichneten elektrischen Freizeitbooten eine weitere Alternative. Für die Orientierung im Gesamtbild gibt es unseren Elektroboot-Guide mit dem Überblick, worauf du auf heimischen Gewässern achten solltest.

X Shore ist in diesem zunehmend reifen Markt kein isoliertes Kuriosum, eher eine Marke, die man gut wiedererkennt. Wer heute über ein Premium-Elektro-Dayboat nachdenkt, sollte sich mehrere Hersteller ansehen und das Boot suchen, das zum eigenen Geschmack und Bootsalltag passt. X Shore gehört in so einen Vergleich hinein, und ob die schwedische Klarheit zu deinen Tagen auf dem Wasser passt, zeigt dir am ehesten eine Probefahrt.

Häufige Fragen

Was ist X Shore?

Eine schwedische Werft für rein elektrische Dayboats der Premiumklasse, erkennbar am klaren skandinavischen Design und am modernen Akku-Antriebsstrang. Flaggschiff ist die Eelex 8000, daneben steht mit der X Shore 1 ein kompakteres Einstiegsmodell.

Was kostet ein X Shore Boot?

Die Eelex 8000 startet auf der europäischen Website von X Shore bei 249.000 €, die kleinere X Shore 1 bei 129.000 € (gelesen am 12. September 2026), jeweils ohne Angabe, ob Mehrwertsteuer drinsteckt. In den USA verlangt der Hersteller ab 269.000 $ beziehungsweise ab 139.000 $. Einstiegspreise, wohlgemerkt: Ausstattung und Extras kommen dazu, und ein verbindliches Angebot bekommst du beim Hersteller oder Händler.

Wie schnell ist die Eelex 8000 und wie weit kommt sie?

Etwa 30 Knoten (55 km/h) Spitze, mit 170-kW-Motor und 126-kWh-Akku. Bei langsamem, sparsamem Tempo schafft die Eelex 8000 rund 100 Seemeilen (sm), umgerechnet etwa 185 km.

Wo kannst du ein X Shore Boot live ansehen?

Am verlässlichsten direkt beim Hersteller über xshore.com, dort findest du die aktuellen Infos zu Händlern, Besichtigungen und Probefahrten. Auf Bootsmessen im deutschsprachigen Raum stehen inzwischen auch immer mehr Elektroboote, und teils lassen sie sich dort auf dem Wasser testen.

Was unterscheidet die Eelex 8000 von der X Shore 1?

Leistung, Größe und Preis. Die Eelex 8000 ist das vollwertige Premium-Flaggschiff der Marke, mit betont kräftiger Leistung (170-kW-Motor, 126-kWh-Akku) und dem größeren Deck. Die X Shore 1 ist das kompaktere Einstiegsmodell und der günstigere Weg zur Marke. Die EU-Preisliste von X Shore nennt 129.000 € statt 249.000 €, ohne Angabe zur Steuer. Was deine Ausstattung kostet, sagt dir der Hersteller oder Händler.

Worin unterscheidet sich ein Dayboat von einem klassischen Kajütboot?

Ein offenes Boot mit großzügigem Deck, gebaut für Tagesausflüge. Im Mittelpunkt stehen der Tag auf dem Wasser, Badestopps und die gemeinsame Zeit an Bord, nicht die Schlafplätze unter Deck. Für mehrtägige Törns mit Übernachtung ist es nicht gedacht, dafür bekommen Deckskomfort und Sonnenfläche mehr Raum. Die Boote von X Shore gehören in diese Dayboat-Kategorie.

Warum ist der leise Elektroantrieb auf unseren Seen so attraktiv?

Weil ein rein elektrischer Antrieb ohne Vibration, Motorlärm und Abgasgeruch auskommt. Besonders in den ruhigen Stunden am frühen Morgen und rund um den Sonnenuntergang ist das ein Erlebnis. Die Rechtslage spielt mit hinein: Auf vielen Seen im deutschsprachigen Raum sind Verbrennungsmotoren eingeschränkt oder verboten, reine Elektroantriebe dagegen meist zugelassen. Leises Fahren ist hier angenehmer und passt obendrein besser zu den Regeln der Reviere.

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