Fahrer im Neoprenanzug auf einem SiFly-eFoil über ruhigem Wasser vor niedrigen Bergen unter Quellwolken (Symbolbild, nicht die Kanaren)

eFoil auf den Kanaren

Schulen in El Médano, Corralejo und am Sotavento, Winter als Saison, Spaniens Küstenrecht und die beiden Capitanías

Aktualisiert:

Der Passat und das ruhige Fenster am Morgen

Aus Nordost, mit etwa 20 km/h und im Sommer am stärksten: So beschreiben das Bildungswiki der kanarischen Regierung und das offizielle Tourismusportal den Passat. Kiter und Windsurfer reisen seinetwegen an. Ein eFoil braucht das Gegenteil. Das Duotone Pro Center in El Médano nennt als ideale Bedingungen, gerade für Anfänger, flaches Wasser, weniger als 10 Knoten Wind und Wellen unter einem halben Meter, und findet sie im Ort vor allem am Morgen. Ocean Freaks, der zweite Anbieter in El Médano, sucht für die eFoil-Stunden einen eigenen Zeitpunkt mit ruhigem Wasser und einem Fenster ohne Wind und bestätigt jede Session erst, wenn Wind und Meer mitspielen.

Ausgerechnet an den Leeküsten, die verplayas.com als vom Passat geschützt aufzählt, ließ sich kein eFoil-Anbieter mit eigener Basis und Preisliste bestätigen. Gemeint sind Costa Adeje im Schutz des Teide auf Teneriffa, Mogán und Amadores auf Gran Canaria, Papagayo und Playa Blanca auf Lanzarote. Dass dort nie jemand fährt, heißt das nicht. Unterrichtet wird fast überall in den Windorten El Médano und Corralejo und am Sotavento, meist in oder neben Kite-, Windsurf- und Wingfoilschulen; Flyfoil arbeitet im Winter an mehreren Plätzen nördlich von Costa Calma.

Gezählt haben wir gut ein halbes Dutzend Anbieter, die meisten mit eigener Basis oder festem Treffpunkt, dazu einen SiFly-Händler mit Werkstatt in Las Palmas, den nur ein Verzeichnis mit Sessions führt, und zwei Betriebe auf Fuerteventura ohne Ortsangabe, einer davon mit Foil Assist statt eFoil. Deutsch lesen kannst du beim Duotone Pro Center (auch über seinen Partner TWS), bei eFoil Riders und bei René Egli, wobei die eFoil-Kursseite von René Egli selbst englisch ist.

Teneriffa: El Médano neben dem Südflughafen

El Médano gehört zur Gemeinde Granadilla de Abona und liegt gleich südlich des Flughafens Teneriffa Süd, und Flugzeuge hörst du im Ort regelmäßig. Der Stadtstrand heißt eigentlich Playa Leocadio Machado, genannt wird er einfach El Médano. Das Tourismusportal der Kanaren beschreibt ihn auf seiner Kitesurf-Seite mit Sandgrund, der selbst Anfängern den Einstieg leicht macht, mit Rettungsschwimmern und Parkplätzen; im Sommer, vor allem bei Nord- bis Nordostwind, ist er einer der Lieblingsspots der Kiter auf Teneriffa.

Zwischen den Stränden steht die Montaña Roja, ein Naturreservat an Land. Auf ihrer anderen Seite liegt La Tejita, laut demselben Portal mit mäßiger Welle und so beständigem Wind, dass dort Surfer und Windsurfer fahren. Als eFoil-Revier führt sie keine Schule. Für einen Badetag und den Blick auf den roten Berg taugt sie trotzdem.

Das Duotone Pro Center Tenerife, kurz DPC, unterrichtet auf Boards von Lift und vermietet eFoils sowie Boards mit Foil Assist. Die Stunde beginnt im Zentrum mit dem Aufbau und den wichtigen Sicherheitsregeln, dann übst du trocken auf einem Board im Gras, und der Lehrer erklärt die Fernbedienung. Auf dem Wasser liegst du zuerst auf dem Board, mit der niedrigsten Geschwindigkeitsstufe, danach kniest du, zuletzt stehst du. Mieten kannst du erst, wenn du eine Unterrichtseinheit von anderthalb Stunden gebucht hast, und die erste Miete läuft unter Aufsicht eines Lehrers.

Die Listenpreise, Stand September 2026: Eine Stunde Privatunterricht kostet 170 € für eine Person, 220 € für zwei und 270 € für drei, zwei Stunden kosten 270, 300 und 350 €. Ob die Beträge für mehrere Personen pro Gruppe oder pro Kopf gelten, sagt die Preisliste nicht. Board, Neoprenanzug und das Funksystem BB Talkin sind dabei. Die Miete kostet danach 120 € die Stunde und 220 € für zwei. Das Ticket über fünf Stunden kostet 399 €, das über zehn 699 €, jede Session dauert mindestens eine Stunde, und mit geteilter Ausrüstung liegt die Stunde bei 150 €.

TWS, Tenerife Windsurf Solution, am Paseo Nuestra Señora Mercedes de Roja 56 verkauft dasselbe Angebot in Partnerschaft mit DPC, mit einer Einführungslektion von ein bis anderthalb Stunden auf Lift-Boards. Buchen kannst du direkt vor Ort, bei TWS oder im Pro Center, und mieten dürfen dort Leute, die das eFoilen schon kennen. Es bleibt ein Angebot mit zwei Adressen. Auf ihrer deutschen Seite schreibt TWS, dass die Lehrer im Duotone Pro Center mehrere Sprachen sprechen, darunter Englisch, Spanisch und Deutsch.

Ocean Freaks hat Surfschule und Café in Playa de las Américas, unterrichtet eFoil aber nur in El Médano, weil der Sandgrund und der Einstieg vom Strand den Ort für die Schule zum liebsten Lernplatz machen. Den genauen Treffpunkt bekommst du mit der Bestätigung. Geschult wird auf dem Hobbywing S1, für Geübte gibt es das kleinere S1 Pro, und Ocean Freaks vertritt Hobbywing auf Teneriffa und den Kanaren, mit Probefahrten nach Termin und Bestellungen.

60 Minuten privat kosten 100 €, 90 Minuten 135 €. In der kleinen Gruppe bis drei Personen zahlst du 90 € beziehungsweise 120 € pro Kopf und wechselst dich mit den anderen auf dem Board ab. In den Minuten stecken Unterricht an Land und auf dem Wasser. Helm, Weste und Neoprenanzug sind im Preis, mitmachen kannst du ab 14 Jahren, schwimmen musst du können, und gebucht wird per WhatsApp. Für Fahrer, die schon fliegen, organisiert die Schule Gruppenausfahrten zu verschiedenen Spots der Insel, will vorher aber Fotos oder ein kurzes Video von deinem Niveau sehen.

Zwei Männer bereiten an einem felsigen Strand bei Sonnenuntergang ein Lift-eFoil vor, Badende im Wasser (Symbolbild)
Lift fahren DPC, TWS und Line Up (Symbolbild, nicht El Médano)

Corralejo: zwei Schulen an einer geschützten Bucht

Corralejo liegt ganz im Norden Fuerteventuras, Lanzarote gegenüber auf der anderen Seite der Meerenge La Bocaina. Upwind hat für die Gegend einen Spot-Führer für Wingfoiler geschrieben, und darin hat die Bucht von Corralejo das beste Flachwasser, vor allem am Waikiki-Strand (Playa de los Verilitos) bei Wind aus Nord, Nordwest und Nordost. Flag Beach und El Burro bieten einen recht leichten Einstieg und gute Wellen, haben aber felsige Stellen. Majanicho und Puerto Lajas sind etwas für größere und längere Wellen, mit starker Strömung, Felsen und viel Betrieb auf dem Wasser. Jetsurf Fuerteventura beschreibt die Bucht als geschützt und ruhig, und auch Line Up schult in der Bucht von Corralejo.

Jetsurf Fuerteventura sitzt in der Calle Aristides Hernández Morán 9. Eine halbe Stunde eFoil kostet dort 79 €, eine ganze 119 €; den Preis für 45 Minuten geben die Seiten des Betriebs unterschiedlich an. Schutzausrüstung und Lehrer sind im Preis. Laut FAQ bekommst du Helm, Weste und Neoprenanzug, am Strand gibt es vorher ein Briefing, und auf der eFoil-Seite verspricht der Betrieb jedem Schüler ein wasserdichtes Walkie-Talkie. Welche Boards er fährt, schreibt er nicht.

Zum selben Betrieb gehört Upwind Canarias, Shop und Inselportal mit Marken von Fliteboard bis Foil Drive. Dort gibt es auch “Electric surf”, das motorisierte Brett ohne Flügel (siehe Elektro-Surfbrett), für 59 € die 20 Minuten, 74 € die halbe Stunde und 89 € die 45 Minuten. Dazu vermietet der Shop ein Foil-Drive-Set, 80 € für zwei Stunden, und nennt dafür weder Kurs noch Erfahrung als Bedingung. Foil Drive ist allerdings ein Foil Assist und kein eFoil-Board.

Line Up Water Sports hat seine Adresse im C.C. Tamarindo, Local 19, und schult auf Lift-Boards. Ein Jetski oder ein Boot begleitet die Stunde, und über Funk coacht dich der Lehrer in Echtzeit. 30 Minuten kosten ab 80 € pro Person, 60 Minuten ab 160 € pro Person. Line Up verkauft das eFoil auch als Abkürzung, denn wer später Wing- oder Kitefoilen lernen will, spart damit Zeit. Auch eFoil Riders bietet auf Fuerteventura Kurse auf dem Fliteboard an, für Einsteiger 90 Minuten lang, verrät aber weder Ort noch Preis.

Für Gäste auf Lanzarote ist Corralejo die nächste bestätigte eFoil-Adresse. Zwischen beiden Inseln pendeln die Fähren von Fred. Olsen, Baleària und Líneas Romero. Baleària nennt für Playa Blanca nach Corralejo etwa 35 Minuten, Fred. Olsen 25 Minuten mit der Schnellfähre und 35 mit der normalen und wirbt damit, an einem Tag zwei Inseln zu sehen.

Sotavento, Costa Calma und die Küste bis Gran Tarajal

Im Süden der Insel, an der Playa de Sotavento, liegt eine flache Lagune aus Meerwasser, vier Kilometer lang und bis zu 200 m breit, und wie weit sie reicht, hängt von der Tide ab. So beschreibt es der Reiseveranstalter muchoviento.com; René Egli veröffentlicht für die Urlaubsplanung einen Lagunenplan und eine Gezeitentabelle. Draußen auf dem Meer kommt der Wind side-offshore von links und erreicht im Sommer bis zu Stärke 8. Seit fast 40 Jahren findet am Sotavento laut offiziellem Tourismusportal ein Wettbewerb der PWA statt.

Das René Egli Center hat seine Adresse im Hotel Paradisus by Meliá Fuerteventura, Playa Sotavento, 35627 Costa Calma, und schult auf Boards von Aerofoils, früher Audi e-tron foil. Auf der deutschen Startseite wirbt das Center damit, die Marke exklusiv zum Testen anzubieten. Für das Board gibt es bis zu zwei Stunden Akkulaufzeit, 50 km/h Spitze und einen vollständig abgeschirmten Impeller an. Den Unterricht beschreibt René Egli als Kurs im Meer, und jeder Kurs hängt laut Center vom Wetter und vom eigenen Fortschritt ab.

Kurse gibt es für alle Niveaus, ab 15 Jahren und für ein Körpergewicht zwischen 50 und 95 kg, als intensiven Privatkurs eins zu eins. Die Lehrer sprechen mehrere Sprachen, garantiert ist Englisch. Neoprenanzug, Weste und Helm sind dabei, das Material ist versichert, und die Kursseite spricht von 30 Minuten effektiver Trainingszeit auf dem Wasser. 30 Minuten privat kosten 109 €, die Stunde 199 €, beides Preise vor Ort und pro Person. Den Wunschtermin reservierst du nach Empfehlung des Centers vorab.

Nördlich von Costa Calma arbeitet Flyfoil, aber nur im Winter. Von November bis April ist der Betrieb auf Fuerteventura, im Sommer in den Niederlanden. Als Plätze nennt die Website Costa Calma, Tarajalejo, La Lajita und Gran Tarajal, und im Store-Locator von SiFly steht Flyfoil als eFoil-Schule in La Lajita. Gefahren wird der Stellar von SiFly. Die Discovery Ride, eine halbe Stunde zu zweit, kostet 59 € pro Person. Für die ganze Stunde nennen Startseite und Preisseite unterschiedliche Beträge, sie fehlen hier deshalb. Erfahrene Foiler mieten für 85 € die Stunde, an andere geht der Verleih nicht, und Miete wie Touren über rund 20 km laufen über WhatsApp.

Wing-Wing Fuerteventura unterrichtet kein klassisches eFoil, sondern mit einem Foil Assist von MantaFoils, dem Manta TAKE OFF FLOW. Eine Session kostet 100 € für eine Person und 120 € für zwei auf einem Board, auf dem Wasser bist du etwa 40 Minuten bis anderthalb Stunden. Neoprenanzug und Booties, Helm und Prallschutzweste gehören dazu, und der Lehrer begleitet dich mit Funkgerät im Wasser. Wo auf der Insel die Schule sitzt, steht auf ihren Seiten nicht.

Zwei Aerofoils-Boards mit Mast und Flügel stecken im Sand, dahinter Felsen und Meer (Symbolbild, nicht Fuerteventura)
Aerofoils, früher Audi e-tron foil: auf dieser Marke schult das René Egli Center am Sotavento (Symbolbild)

Händler auf Gran Canaria, Wingfoil auf Lanzarote, Naturpark auf La Graciosa

Auf Gran Canaria wird eher gekauft als gelernt. eFoil Canarias in Las Palmas, Calle Rosa de Jerico 24 in Los Giles, ist der offizielle SiFly-Händler für die Kanaren. Der Betrieb hat eine eigene Werkstatt auf Gran Canaria mit elektronischer Diagnose und Originalersatzteilen, liefert auf alle Inseln und ist nur per WhatsApp zu erreichen. Im Katalog stehen die Reihen Stellar, Rider und Lite. Die Preise dort sind Richtwerte ab Fabrik, ohne Transport und ohne IGIC, die indirekte Steuer der Kanaren, und darum drucken wir keinen Endpreis. Was ein neues Board kostet: eFoil kaufen.

Ein Branchenverzeichnis führt eFoil Canarias zusätzlich mit geführten Sessions an der Mole des Muelle Deportivo, des Sporthafens im Nordosten der Insel mitten in Las Palmas. Den Eintrag hat der Betrieb nicht selbst übernommen, einen Preis nennt niemand, und fragen kannst du nur per WhatsApp. Im Hafenbecken selbst verbietet spanisches Recht das Fahren, Sportboothäfen eingeschlossen, und wo die Sessions beginnen, veröffentlicht niemand. Zum Kaufen oder Warten eines Boards gibt es auf den Inseln drei Adressen: eFoil Canarias für SiFly, Ocean Freaks auf Teneriffa für Probefahrten und Bestellungen bei Hobbywing und den Onlineshop von Upwind Canarias. Wie sich die Modelle unterscheiden, zeigt der eFoil-Vergleich.

Der Osten der Insel ist Starkwindwasser. Pozo Izquierdo war laut offiziellem Tourismusportal Schauplatz einer der wichtigsten Prüfungen der PWA-Windsurf-Weltmeisterschaft, und Pozowinds unterrichtet Wingfoil fünf Kilometer weiter in der Bahía de Formas, wo es bei Ebbe Sand gibt, flaches Wasser, einen leichten Einstieg und weniger Wind als in Pozo. Der Passat weht dort nach Pozowinds fast das ganze Jahr, Tag für Tag. eFoil-Wasser ist das alles nicht.

Im Süden, in Maspalomas, Puerto Rico, Mogán oder Anfi, fanden wir keine eFoil-Schule. Das Wasser dafür gäbe es: Den kleinen Strand von Puerto de Mogán beschreibt der Cabildo als immer ruhig und dank der Mole, die ihn umgibt, als sehr sicher.

Lanzarote hat nach unserer Suche weder eine eFoil-Schule noch einen Verleih. Die Insel ist Wingfoil-Revier. Epic Lanzarote unterrichtet in La Santa, Costa Teguise und Playa Honda, Volcano Kite in Caleta de Famara, und auch das Pro Center Lanzarote in Costa Teguise zeigt auf seinen Seiten kein eFoil. Ein Suchtreffer für eFoil-Kurse der Escuela Kite 45º führt nach Dénia bei Alicante, nicht auf die Insel. La Graciosa, mit dem Boot 25 Minuten von Lanzarote, klein, ohne Asphalt und Teil des Naturparks Archipiélago Chinijo, ist ein Tagesausflug und kein eFoil-Revier.

Was die Schulen verlangen, Stand September 2026

59 € pro Person kostet die günstigste halbe Stunde, bei Flyfoil, zu zweit und nur im Winter. Am anderen Ende stehen 109 € privat bei René Egli, und dazwischen liegen Jetsurf mit 79 € und Line Up ab 80 € pro Person. Für die ganze Stunde reicht die Spanne von 90 € pro Kopf in der Gruppe bis drei bei Ocean Freaks bis zu 199 € bei René Egli; alle Beträge dazwischen stehen in der Tabelle. Es sind Listenpreise, abgelesen am 26. September 2026 auf den Seiten der Anbieter.

Auf Ibiza nehmen zwei Schulen für die Stunde mit Trainer 250 € pro Board (siehe die Ibiza-Seite), auf Mallorca reicht die Spanne von 85 € für 30 Minuten bis 299 € solo. Die meisten kanarischen Stunden liegen damit unter dem Ibiza-Preis und innerhalb der Mallorca-Spanne. Was in 30, 60 oder 90 Minuten Unterricht zu schaffen ist, beschreibt die Seite zum eFoil-Kurs, und ob sich danach ein eigenes Board rechnet, der eFoil-Preis. Allein aufs eFoil kommst du hier nur mit Erfahrung oder nach Unterricht beim selben Anbieter. Wie es andere Reviere halten, zeigt die Übersicht eFoil mieten.

Tabelle seitlich wischen für weitere Spalten

eFoil-Anbieter auf den Kanaren mit Listenpreisen
AnbieterOrtBoardsMit TrainerOhne Trainer
Duotone Pro Center (auch TWS)El MédanoLift170 € (1 h, 1 Pers.), 220 € (2), 270 € (3)120 € pro Stunde nach 1,5 h Unterricht
Ocean FreaksEl MédanoHobbywing S1100 € (60 min privat), 90 € p. P. (Gruppe bis 3)nein
Jetsurf Fuerteventura (Upwind)Corralejonicht genannt79 € (30 min), 119 € (60 min)kein eFoil, nur Foil-Drive-Set 80 € (2 h)
Line Up Water SportsCorralejoLiftab 80 € p. P. (30 min), ab 160 € p. P. (60 min)nein
eFoil RidersFuerteventura, Ort nicht genanntFliteboard90 min, Preis nicht genanntnicht genannt
René Egli CenterPlaya de SotaventoAerofoils109 € (30 min), 199 € (1 h), p. P. vor Ortnein
Flyfoil (November bis April)nördlich von Costa CalmaSiFly Stellar59 € p. P. (30 min, zu zweit)85 € (1 h, nur Erfahrene)
Wing-Wing FuerteventuraOrt nicht genanntMantaFoils Foil Assist100 € (1 Pers.), 120 € (2 auf 1 Board)nein
eFoil CanariasLas Palmas de Gran CanariaSiFlySessions laut Verzeichnis, Preis nicht genanntnicht bestätigt; Verkauf und Werkstatt
Listenpreise vom 26. September 2026, ohne Gewähr; maßgeblich sind die Buchungsseiten.

Spanisches Küstenrecht und die zwei Capitanías der Inseln

Vor den Kanaren gilt dasselbe spanische Seerecht wie vor Mallorca, und in keinem seiner Texte taucht das Wort eFoil auf. Eingeordnet haben wir das Board selbst, als eines der „tablas deslizantes con motor“, die das Real Decreto 1435/2010 in Art. 2 q) zu den „artefactos flotantes o de playa“ zählt. Solche Strandgeräte nimmt Art. 3.2 von der Registrierung aus. Anders als in Deutschland bekommt das Board so kein Kennzeichen.

Auch ein Bootsführerschein wird nicht verlangt. Bis zum 30. September 2026 steht die Regel in Art. 10.1 des Real Decreto 875/2014 (BOE Nr. 247 vom 11.10.2014): Strandgeräte, Jetskis ausgenommen, brauchen keinen Titel, solange sie nur tagsüber unterwegs sind und sich höchstens 2 Seemeilen von einem Hafen, einer Marina oder einem Schutzort entfernen. Vom 1. Oktober 2026 an gilt der Artikel in der Fassung des Real Decreto 1188/2025 vom 26. Dezember 2025 (BOE Nr. 314 vom 30.12.2025). Die Strandgeräte stehen dort weiter, unter Buchstabe c), nur misst man die 2 Seemeilen dann vom Hafen, von der Marina oder vom Strand, an dem du losfährst.

Neu ist der Schein für alle, die ein kleines Motorboot bis 5 m und 15 CV mieten. Das Wort „privado“ findet sich allein in Buchstabe a), und der regelt eben diese Boote. Wir lesen das so, dass ein gemietetes eFoil frei bleibt, ausführlich nachgezeichnet unter dem Gerücht vom 1. Oktober auf der Mallorca-Seite. Dass eine Behörde darüber entschieden hätte, wissen wir nicht.

Beim Alter widersprechen sich zwei Dekrete. 16-Jährige dürfen nach Art. 3 des Real Decreto 1043/2003, dem älteren der beiden, fahren, wenn die Eltern schriftlich zustimmen. Das RD 875/2014 setzt in Art. 10 in beiden Fassungen 18 an und lässt die Ausnahme des Art. 13.2 nicht gelten. Wir halten den jüngeren Text für maßgeblich. Was für eine betreute Stunde gilt, lassen beide offen, und die Schulen ziehen ihre eigenen Grenzen: 14 Jahre bei Ocean Freaks, 15 bei René Egli.

Das RD 1043/2003 erfasst Geräte, die schneller als 10 Knoten fahren. René Egli gibt für seine Aerofoils 50 km/h Spitze an, rund 27 Knoten, und wir schließen daraus, dass jedes aktuelle eFoil darunter fällt. Was dann an Ausrüstung Pflicht ist, zählt Art. 5 auf: ein Motorstopp, der beim Sturz auslöst, eine zugelassene Rettungsweste mit wenigstens 100 N Auftrieb samt Pfeife, ein Helm, der schwimmt, und eine Schutzbrille. Von der Brille steht auf keiner kanarischen Anbieterseite, die wir gelesen haben, ein Wort. Wer mit eigenem Board kommt, braucht nach Art. 4 eine Haftpflichtversicherung; beim Mietgerät trägt der Anbieter die Unfallversicherung. Mit der Materialversicherung, die René Egli in jeden Kurs packt, hat beides nichts zu tun.

Wo gefahren wird, zieht Art. 6 desselben Dekrets die Linien. In ausgetonnte Badezonen fährst du nicht, hinein und hinaus geht es nur durch den Kanal, und dort gelten höchstens 3 Knoten. Fehlen die Bojen, sind es 200 m Küstenstreifen, die du nur senkrecht zum Ufer durchquerst, wieder mit höchstens 3 Knoten. Hafenwasser ist gesperrt, Sportboothäfen eingeschlossen. Anderen Fahrzeugen bleibst du 50 m vom Leib, und um Ankerplätze machst du einen Bogen. Erlaubt ist das alles nur bei guter Sicht und gutem Wetter, zwischen einer Stunde nach Sonnenaufgang und einer Stunde vor Sonnenuntergang, und sichtbar vom Land bleibst du die ganze Zeit.

Das ruhige Morgenwasser von El Médano beginnt damit rechtlich erst eine Stunde nach Sonnenaufgang. Und wer aus einem Hafen startet, fährt erst jenseits des Hafenwassers los.

Dieselben 200 m vor Stränden nennt das Reglamento General de Costas (RD 876/2014, Art. 73), für die übrige Küste 50 m. Die Kanaren legen mit dem Decreto 116/2018 vom 30. Juli zur Sicherheit an Stränden eine eigene Schicht darüber. Ohne Bojen reicht die Badezone nach seinem Art. 2 b) 200 m vom Strand und 50 m von der übrigen Küste, Art. 8.3 schließt jedes Boot und jedes Strandgerät aus ausgetonnten Badezonen aus, und nach Art. 12 müssen sich die Rettungspläne der Gemeinden in das staatlich geregelte Balizamiento einfügen. Die Region wiederholt hier, so lesen wir es, das staatliche Recht. Das RDL 2/2011 zählt in Art. 307.2 l) zweierlei zu den schweren Verstößen: in einer ausgetonnten Badezone zu fahren und im Küstenstreifen zu schnell zu sein.

Zwei Ämter teilen sich die Inseln. Die Capitanía Marítima de Santa Cruz de Tenerife verwaltet die Gewässer von Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro; El Médano liegt östlich der Punta Montaña Amarilla und so im Distrikt Santa Cruz, während die Hotelküste im Südwesten zum Distrikt Los Cristianos gehört. Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura und Lobos, La Graciosa eingeschlossen, fallen unter die Capitanía Marítima de Las Palmas. Berühren Wetter oder andere widrige Umstände die Sicherheit auf See, darf der Capitán Marítimo Zeiten und Zonen ändern und das Fahren sogar vorübergehend verbieten. Eine eigene Regel zu Strandgeräten oder eFoils ist uns bei keiner der beiden begegnet. Geprüft haben wir all das am 26. September 2026, und einen Anwalt ersetzt diese Seite nicht.

Durch die Meeresschutzgebiete darfst du fahren, ankern ist etwas anderes

Vor El Médano und am Sotavento liegt Natura-2000-Gebiet im Meer. Die Orden ARM/2417/2011 erklärte die Meeres-ZEC der makaronesischen Region, darunter „Sebadales del sur de Tenerife“ (2.692,68 ha) und „Playa de Sotavento de Jandía“ (5.461,11 ha). Nach den Grenzdateien des spanischen Umweltministeriums liegt das Wasser rund 400 m vor dem Strand von El Médano und rund 400 m vor dem Meliá am Sotavento innerhalb dieser Gebiete. Fahren darfst du dort, denn die Orden erlaubt die freie Fahrt in der ganzen ZEC, soweit die zuständige Behörde nichts anderes anordnet. Verboten sind zwei Dinge: das Ankern über Seegraswiesen und alles, was Wale, Delfine oder Meeresschildkröten stören oder verletzen kann.

Das Ankerverbot geht die Schulen mit Begleitboot an, und vor El Médano haben sie noch eine zweite Vorschrift im Nacken. Die Orden FOM/3777/2005 (BOE Nr. 289 vom 3.12.2005) verbietet Schiffen das Ankern im Gebiet des LIC ES7020116 „Sebadales del Sur“, zum Schutz der Seegraswiesen vor schleifenden Ankern. Ihre Grenzlinie verläuft seewärts von El Médano, ausgenommen sind bereits bestehende, genehmigte Liegeplätze. Die ZEC „Sebadales de Corralejo“ (1.946,69 ha) liegt nach denselben Grenzdateien vor den Grandes Playas östlich und südöstlich des Ortes, rund 1,6 bis 2,4 km von Waikiki-Strand und Hafen entfernt. Die Bucht vor dem Ort liegt demnach außerhalb.

Vor der Südwestküste Teneriffas, von Buenavista del Norte bis Arona, liegt eine viel größere Zone, die „Franja marina Teno-Rasca“ (69.489,68 ha). Dort zählt vor allem das Real Decreto 1727/2007 zum Schutz der Wale und Delfine. Um jedes Tier und jede Gruppe zieht es einen beweglichen Schutzraum mit 500 m Radius, in dem du alles vermeidest, was die Tiere töten, verletzen, stören oder beunruhigen kann, und darin eine Ausschlusszone von mindestens 60 m. Als Störung zählt ausdrücklich, ihnen den Weg abzuschneiden, ihre Bahn zu kreuzen oder durch eine Gruppe zu fahren, und zeigen die Tiere Unruhe, verlangt Art. 5.1, den Schutzraum in kürzester Zeit zu verlassen. Einen eigenen Abstand für eFoils kennt das Dekret nicht. Taucht eine Finne auf, stoppst du, hältst weiten Abstand und entfernst dich langsam.

Um La Graciosa und die Inselchen nördlich von Lanzarote liegt eine Reserva marina von 70.700 ha, geregelt durch die Orden vom 19. Mai 1995 für die äußeren Gewässer und das kanarische Decreto 62/1995 für die inneren. Ihre Regeln betreffen Fischerei und Tauchen. Im Kern liegt ein Kreis mit einer Meile Radius um den Roque del Este, in dem jede Fischerei verboten ist und der Zutritt nur zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt wird. Eine Fahr- oder Tempovorschrift für Strandgeräte ließ sich nicht finden.

Der Winter als Saison und der Weg auf die Inseln

Einen Monat, in dem sie schließen, nennen DPC, Ocean Freaks, Jetsurf, Line Up, René Egli und eFoil Riders auf ihren Seiten nicht, und Flyfoil ist überhaupt nur von November bis April auf der Insel. Den stärksten Passat bringt der Sommer. Das Meer bleibt im Winter angenehm, vor El Médano nach den Mittelwerten von temperaturadelmar.es um 19 bis 21 °C, im September und Oktober um 23 °C, vor Corralejo etwa ein halbes bis ein Grad weniger. Vor Mallorca sind es im Winter um 14 °C.

Im Januar kommt das mittlere Tagesmaximum an den Flughäfen von Teneriffa Süd, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote auf um 21 °C, bei zwei bis drei Tagen mit mindestens 1 mm Regen und 184 bis 203 Sonnenstunden im Monat (AEMET-Normalwerte 1981 bis 2010). Eine gute eFoil-Saison. Ein Neoprenanzug gehört überall dazu, wo die Schulen ihre Ausrüstung aufzählen; Badezeug, Handtuch und Sonnenschutz kommen in deine eigene Tasche.

Nach den Ziellisten des Flughafenbetreibers Aena gibt es Direktflüge aus Deutschland und der Schweiz nach Teneriffa Süd, Fuerteventura und Lanzarote, aus Wien nach Teneriffa Süd und Fuerteventura. Auf Fuerteventura führt der Cabildo die Buslinien 3, 6, 10 und 16 für die Flughafenzone; nach Corralejo steigst du laut corralejo.info in Puerto del Rosario in die Linie 6 um. Die eFoil-Anbieter dieser Insel liegen weit auseinander, ganz im Norden in Corralejo und im Süden zwischen Sotavento, Costa Calma und Gran Tarajal, und so suchst du dir die Schule am besten in der Nähe deines Quartiers. Auf Gran Canaria fährt die Linie 60 von Global direkt vom Flughafen nach Las Palmas und hält an den Stationen Santa Catalina und San Telmo.

Auf den längeren Strecken zwischen den Inseln braucht Fred. Olsen 80 Minuten von Gran Canaria nach Teneriffa, 2 Stunden von Gran Canaria nach Fuerteventura und 3 Stunden 20 Minuten von Fuerteventura nach Teneriffa. Von Lanzarote aus wird die Stunde in Corralejo zum Tagesausflug, von Teneriffa nach Fuerteventura eher nicht.

Dein eigenes Board lässt du besser daheim. Lithium-Akkus dürfen selbst mit Zustimmung der Airline nur bis 160 Wh ins Passagierflugzeug, ein eFoil-Akku hat 500 bis 2.600 Wh und reist deshalb nur als Gefahrgut, als Fracht mit einem zertifizierten Spediteur (Einzelheiten unter eFoil-Akku).

Leg die erste Stunde an den Anfang der Reise und halte einen Ersatztag frei. Ocean Freaks fragt ausdrücklich nach mehreren möglichen Tagen, und bei René Egli hängt jeder Kurs am Wetter. Den Ablauf einer ersten Einheit, von der Trockenübung bis zum ersten Abheben, beschreibt eFoil fahren lernen.

Später unter Wind zu foilen liegt hier nahe. DPC, Line Up und René Egli sind Zentren für mehrere Wassersportarten, und das Duotone Pro Center nennt das eFoil ausdrücklich eine gute Grundlage fürs Wingfoilen.

Häufige Fragen

Welche Kanareninsel hat die meisten eFoil-Schulen?

Fuerteventura. In Corralejo unterrichten Jetsurf Fuerteventura und Line Up, am Sotavento das René Egli Center, und von November bis April kommt Flyfoil nördlich von Costa Calma dazu. Auf Teneriffa arbeiten beide Anbieter mit veröffentlichten Preisen in El Médano: das Duotone Pro Center und Ocean Freaks.

Kann ich auf Lanzarote eFoil fahren?

Eine Schule haben wir dort nicht gefunden. Die nächsten sind in Corralejo, etwa eine halbe Stunde Fähre ab Playa Blanca.

Wann ist die beste Zeit zum eFoilen auf den Kanaren?

Vieles spricht für den Winter. Den kräftigsten Passat bringt der Sommer, das Meer hat im Winter um 19 bis 21 °C, und im Januar kommt die Luft nachmittags auf etwa 21 °C. Flyfoil ist überhaupt nur von November bis April da. Und dann die Uhrzeit: Flaches Wasser findet das Duotone Pro Center in El Médano vor allem morgens.

Was ändert sich am 1. Oktober 2026 für eFoils auf den Kanaren?

Für das eFoil nur der Messpunkt, jedenfalls nach dem Wortlaut: Die 2 Seemeilen rechnen sich künftig ab dem Ort, an dem du startest, ob Hafen, Marina oder Strand, und nicht mehr ab irgendeinem Schutzort. Strandgeräte bleiben im neuen Art. 10 unter Buchstabe c) führerscheinfrei; einen Schein verlangt das RD 1188/2025 neu von allen, die ein kleines Motorboot bis 5 m und 15 CV mieten. Dass das Mietboard frei bleibt, ist unsere Auslegung. Eine behördliche Entscheidung dazu ist uns nicht bekannt.

Darf mein eigenes eFoil mit ins Flugzeug auf die Kanaren?

Der Akku nicht. 500 bis 2.600 Wh hat ein eFoil-Akku, erlaubt sind im Passagierflugzeug selbst mit Genehmigung der Airline 160 Wh, und so bleibt ihm nur die Reise als Gefahrgut. Miete auf der Insel. Kommt dein Board als Fracht, braucht es in Spanien kein Kennzeichen, wohl aber Haftpflicht, zugelassene Weste mit Pfeife, schwimmfähigen Helm, Schutzbrille und einen Motorstopp beim Sturz.

Vermietet auf den Kanaren jemand ein eFoil ohne Kurs?

An Einsteiger veröffentlicht das kein Anbieter. Das Duotone Pro Center vermietet erst nach anderthalb Stunden Unterricht und beim ersten Mal nur unter Aufsicht, Flyfoil nur an erfahrene Foiler, TWS an Leute, die das eFoilen schon kennen. Ocean Freaks, Line Up, René Egli und Wing-Wing verkaufen nur Stunden mit Trainer. Das Foil-Drive-Set, das Upwind in Corralejo ohne genannte Bedingung verleiht, ist ein Foil Assist und kein eFoil.

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