Was ist Surffoil?
Anstelle der Finne sitzt beim Foilsurfen ein Hydrofoil unter dem Brett. Der Tragflügel erzeugt Auftrieb und hebt das Board komplett aus dem Wasser: Du „fliegst“ über der Oberfläche. Weil kaum noch Wasserwiderstand bremst, läuft das Brett schneller, und auch Turns gehen leichter von der Hand.
Foilsurfen belohnt alle, die dranbleiben, mit einer Mischung aus klassischem Wellenreiten, Snowboarden und Fliegen, die sich mit nichts vergleichen lässt.
Sobald du pumpen kannst, musst du nach der abgerittenen Welle nicht mehr zurückpaddeln. Du gleitest auf dem Foil einfach weiter, und das ist einer der größten Vorteile des Sports. Fürs Wellenreiten ändert das eine ganze Menge, denn Spots, die für klassisches Surfen nie infrage kamen, werden mit dem Foil fahrbar, egal ob die Wellen winzig sind oder eigentlich viel zu groß.
Vor- und Nachteile des Surffoils
Schweben über dem Wasser
Ein Gefühl, wie es sonst kein Sport bietet
Neue Surfspots
Kleine wie große Wellen funktionieren
Längere Ritte
Durch Pumpen zur nächsten Welle
Mehr Tempo
Kaum noch Wasserwiderstand
Surferfahrung nötig
Kein Sport für Einsteiger
Scharfe Flügel
Ernsthafte Verletzungen möglich
Abstand ist Pflicht
Nie in der Nähe anderer fahren
Lange Lernkurve
Balance, Kraft und Geduld gefragt
Sicherheit beim Surffoilen
Um Surffoilen zu lernen, brauchst du solide Surferfahrung, dazu ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl, Kraft und Geduld. Die Flügel des Hydrofoils sind scharf, und deshalb kann Surffoil gefährlich sein: Bei Stürzen drohen ernsthafte Verletzungen.
Fahr nie in der Nähe anderer Leute im Wasser. Zu Surfern und Badegästen hältst du immer ausreichend Abstand, denn die scharfen Kanten des Foils sind ein Risiko für alle um dich herum, nicht nur für dich selbst.
Helm, Schwimmweste, Neoprenschuhe und Leash gehören bei jeder Session auf jeden Fall dazu. Mit dieser Schutzausrüstung sinkt das Verletzungsrisiko, und nach einem Sturz kletterst du leichter wieder aufs Brett.
Weitere Foilsportarten
Surffoil ist nur ein Zweig einer ganzen Familie von Foilsportarten. Dieselbe Hydrofoil-Technik steckt in allen, nur der Antrieb unterscheidet sich: eFoil (Elektromotor), Kitefoil (Lenkdrachen), Wingfoil (aufblasbarer Flügel), SUP-Foil (Paddel) und Windfoil (Windsurfsegel). Jede dieser Disziplinen fährt sich anders, der Tragflügel darunter macht aber bei allen dieselbe Arbeit und hebt das Board aus dem Wasser.
Aufbau und Funktionsweise
Ein Hydrofoil besteht aus vier Hauptteilen: Mast, Fuselage (Rumpf), Frontflügel und Heckflügel. Der Mast verbindet das Board mit dem Flügelsystem unter Wasser. Den Großteil des Auftriebs liefert der Frontflügel, der Heckflügel hält das Ganze stabil.
Im Grunde ist das ein Flugzeug unter Wasser. Gewicht nach hinten, und der Frontflügel beginnt zu steigen. So hebst du ab. Zum Landen bringst du das Gewicht nach vorn, damit sich das Brett wieder aufs Wasser setzt. Die Flughöhe hältst du laufend über feine Gewichtsverlagerungen, ein Stück nach vorn, ein Stück zurück.
