Was ist Windfoil?
Ein Windfoil ist ein Hydrofoil, das unter einem Windsurfboard montiert wird. Der Tragflügel hebt das Brett komplett aus dem Wasser, und du „fliegst“ über die Oberfläche. Volles Windsurf-Tempo gibt es damit schon ab 8 bis 10 Knoten Wind, was das Windfoil für deutsche Binnenseen besonders interessant macht, denn dort weht der Wind oft schwächer als an der Küste.
Windfoil stellt das Windsurfen auf den Kopf: gleicher Wind, gleiches Rigg, aber eine völlig neue Dimension des Sports.
Weil das Board über dem Wasser schwebt und kaum noch Widerstand bremst, steigt das Tempo deutlich. Der Foil hilft auch bei Sprüngen und Manövern und macht die Steuerung präziser. Windfoilen verlangt weniger Körperkraft als klassisches Windsurfen, und du kommst mit einem kleineren Segel aus, bis zu 2 m² weniger Fläche. Alter und Geschlecht spielen keine Rolle: Der Sport steht allen offen.
Vor- und Nachteile des Windfoils
Fliegt ab 8-10 Knoten
Ideal für leichtwindige Binnenseen
Weniger Kraftaufwand
Verglichen mit klassischem Windsurfen
Kleineres Segel reicht
Bis zu 2 m² weniger Fläche
Für alle geeignet
Alter und Geschlecht spielen keine Rolle
Windsurf-Können nötig
Erst Windsurfen lernen, dann foilen
Scharfer Foil: Vorsicht im Sturz
Hände beim Abgang an den Gabelbaum
Sperriger im Transport
Der Foil bringt Gewicht und Packmaß mit
Balance will gelernt sein
Das Fliegen braucht Übungszeit
Windfoilen lernen
Windfoilen zählt nicht zu den besonders riskanten Sportarten, auf Schutzausrüstung solltest du trotzdem nie verzichten. Trag auf jeden Fall Helm, Schwimmweste und Neoprenanzug. Stürzt du, dann zieh die Hände eng an den Körper und greif niemals in Richtung Foil: Die scharfen Flügel können ernsthafte Verletzungen verursachen. Starte mit einem kurzen Mast, dann fliegst du niedriger und behältst das Board leichter unter Kontrolle.
Kannst du bereits windsurfen, ist der Umstieg keine große Hürde. Meist reichen 2 bis 4 Stunden Übung, bis du sicher über dem Wasser fliegst. Alles, was du vom Windsurfen mitbringst, zahlt sich dabei aus: Segelhandling, Balance und der Blick für den Wind.
Zum Lernen sind 12 bis 15 Knoten Wind und ein kleineres Segel mit 5 bis 6 m² ideal. Beim Abheben verlagerst du das Gewicht nach hinten, damit der Frontflügel das Brett anhebt. Zum Landen bringst du den Schwerpunkt wieder nach vorn, und das Board setzt sich sanft aufs Wasser.
