eFoil im Flug: das Brett schwebt über dem Wasser, nur der Mast taucht ein und wirft Gischt auf

eFoil Geschwindigkeit

Spitzenwerte der Hersteller, Reisetempo, Abhebegeschwindigkeit und die Tempolimits auf deutschen Gewässern

Aktualisiert:

Spitzenwerte der Hersteller: 36 bis 60 km/h

Bis zu 36 km/h gibt Waydoo für den Flyer EVO Lite an, bis zu 60 km/h HydroFlyer für den FF mit 10.000 W. Das sind die beiden Enden der Spanne, und dazwischen liegen die übrigen Marken: Fliteboard schreibt bis zu 55 km/h (34 mph), Aerofoils kommt mit Performance und Competition auf denselben Wert, Awake mit dem VINGA Carve auf 45 km/h, SiFly mit Lite, Lite+ und Stellar X auf bis zu 40 km/h.

Jede dieser Zahlen ist ein Bis-zu-Wert. Fliteboard hängt an seine 55 km/h gleich vier Bedingungen, nämlich das Gewicht des Fahrers, den gewählten Flügel, das Antriebssystem und das Können. Bei Waydoo sind es Gewicht, Wasserbedingungen und Ausstattung. Lift lässt die Höchstgeschwindigkeit für LIFT5, LIFT5 F und LIFTX ganz weg und gibt Fahrzeiten an.

Das schnellste Fliteboard ist laut Hersteller das RACE-Paket: Race-Impeller auf dem Jet 2, voll geladener Flitecell Explore, dann bis 55 km/h. Der Impeller aus der Zusammenarbeit mit Mercury Racing soll am oberen Ende bis zu 15 % mehr Leistung bringen. Die Marken im Einzelnen: Fliteboard, Aerofoils (früher Audi e-tron foil), Awake, Waydoo, SiFly, HydroFlyer und Lift.

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eFoil-Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller
ModellSpitze laut HerstellerWeitere Angaben des Herstellers
Fliteboard (alle Boards)bis 55 km/h (34 mph)Flitecell Sport ca. 1 h 10 min bei 25 km/h im Schnitt
Fliteboard RACEbis 55 km/hRace-Impeller auf Jet 2, Flitecell Explore voll geladen
Aerofoils Adventurebis 50 km/hFahrer bis 120 kg
Aerofoils Performancebis 55 km/hFahrer bis 110 kg
Aerofoils Competitionbis 55 km/hFahrer bis 100 kg
Awake VINGA Carve45 km/h60 min (LR) oder 120 min (XR), 4 bis 8,2 kW
Waydoo Flyer EVO Litebis 36 km/h-
Waydoo Flyer EVO Max Plusbis 45 km/h-
Waydoo Flyer EVO Pro Plusbis 52 km/h-
Waydoo Flyer EVO Masterbis 52 km/h-
HydroFlyer ALbis 40 km/h-
HydroFlyer CFbis 50 km/h-
HydroFlyer FFbis 60 km/h10.000 W
SiFly Lite, Lite+, Stellar Xbis 40 km/hPowerCell LR bis 120 min bei 15 km/h
Lift LIFT5, LIFT5 F-2,2 kWh, bis 90 min
Lift LIFTX-1 kWh, bis 45 min
Takuma Carverca. 35 km/h1300 cm² Flügel, 3 kW
Takuma Cruising28 bis 34 km/h-
Takuma Cruising 228 km/h-

Takuma baut keine neuen Boards mehr. Die Werte stammen aus den alten Datenblättern der Marke und helfen beim Einordnen, wenn dir ein Carver oder Cruising gebraucht angeboten wird. Preise, Gewichte und Akkus aller aktuellen Boards nebeneinander stehen im eFoil-Vergleich.

Reisetempo: die meiste Zeit 20 bis 30 km/h

Die Spitze fährst du selten aus. Aerofoils unterscheidet Cruisen mit 20 bis 30 km/h und sportliches Fahren mit 35 bis 45 km/h, und im ersten Band verbringen die meisten Fahrer den größten Teil ihrer Session. Fliteboard rechnet die Laufzeit seines Flitecell Sport mit einem Durchschnitt von 25 km/h. Das liegt mitten in diesem Band.

Nach unten begrenzt das Fliegen selbst. Fliteboard nennt 20 bis 25 km/h als Mindesttempo, darunter sinkt das Brett zurück ins Wasser. Nach oben wird es teuer: Der Widerstand von Flügel, Mast und Antrieb wächst laut Aerofoils mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Doppeltes Tempo heißt vierfacher Widerstand, und den bezahlt der Akku.

Dazu kommt der Weg, den du zurücklegst, bevor du überhaupt reagiert hast. Bei 40 km/h sind das nach der Rechnung von Aerofoils rund 11 Meter in jeder Sekunde. Die Boje oder die Heckwelle eines Motorboots, die eben noch weit weg schien, ist bei diesem Tempo da, bevor du den Daumen vom Gas hast, und auf vielen Revieren schwimmt zwischen beiden noch jemand.

Drei Fahrer auf Awake-eFoils fliegen in Formation über glattes Wasser und ziehen lange Kielwellen hinter sich her
Gleichmäßiges Reisetempo auf glattem Wasser: drei Awake-Boards im Formationsflug

Ab welchem Tempo das eFoil abhebt

Rund 20 km/h. Auf diese Zahl kommen Fliteboard und Aerofoils übereinstimmend: Ab da erzeugt der Frontflügel genug Auftrieb, um das Brett aus dem Wasser zu heben. Mit großem Frontflügel und leichtem Fahrer geht es laut Aerofoils etwas früher.

Den Weg dorthin beschreibt Fliteboard in seiner Lernanleitung in Stufen, jede mit eigenem Tempo:

  • bäuchlings auf dem Brett, das noch im Wasser gleitet: 6 bis 10 km/h
  • auf den Knien, der erste Flug: 18 bis 25 km/h, je nach Gewicht
  • Aufstehen: wieder herunter auf 8 bis 12 km/h, ebenfalls je nach Gewicht
  • stehend fliegen: ab ungefähr 20 km/h, Mindesttempo 20 bis 25 km/h

Niedrigere Werte nennen nur Hersteller über das eigene Produkt. SiFly beansprucht die niedrigste Abhebegeschwindigkeit am Markt, 15 km/h mit dem Cruiser-1900-Flügel, gerechnet für einen Fahrer von 75 kg auf einem Board mit 100 Litern. Der deutsche Anbieter eFoilution schreibt, sein Foil hebe das Brett ab 12 bis 13 km/h aus dem Wasser, und gibt bis zu 50 km/h als Spitze an. Die Hersteller der übrigen Boards bleiben bei rund 20 km/h. Ein Freiburger Pressebericht spricht von ersten Flügen ab 18 km/h; das ist das untere Ende der Knie-Stufe bei Fliteboard.

Am Meer hebst du fast beim selben Tempo ab wie auf einem See: Meerwasser ist nach Aerofoils ungefähr 2,5 % dichter als Süßwasser, die Abhebegeschwindigkeit sinkt dadurch aber nur um die 1 %.

Wie schnell du im eFoil-Kurs fährst

Im Kurs fährst du erst mal in Joggertempo. Eine Lift-Schule in Nizza begrenzt den Anfängermodus im Unterricht auf 12 km/h, und das Lift-Handbuch schickt neue Fahrer mit der Governor-Stufe 1 aufs Wasser, bevor sie Tempo oder Motorleistung hochsetzen. Mit 12 km/h bewegst du dich in den Stufen, die Fliteboard für das Liegen und das Aufstehen beschreibt. Fliegen ist damit noch nicht drin.

Den ersten ruhigen Flug setzt Aerofoils bei 20 bis 25 km/h an, und Einsteiger bleiben besser weit unter 30 km/h. Die sportlichen 35 bis 45 km/h gehören zu einem späteren Tag. Sparsam ist das langsame Fahren am Anfang nicht: Weniger Fahrzeit holen neue Fahrer nach Lift aus dem Akku, weil sie öfter anhalten, anfahren und neu starten.

Was eine Kursstunde kostet und wie sie abläuft, steht unter eFoil-Kurs, das passende Board mit Flügel und Modus für die ersten Stunden unter eFoil für Anfänger, und wie du vom Liegen über die Knie zum Stehen kommst, Stufe für Stufe, unter eFoil fahren lernen.

Fahrmodi, Gänge und Tempobegrenzer

Wie schnell dein Board fahren darf, legst du bei den großen Marken selbst fest, je nach Hersteller über die Fernbedienung, eine App oder GPS. Die Namen unterscheiden sich, das Prinzip ist dasselbe:

  • Fliteboard: mehrere Fahrmodi im Flite Controller, dazu ein Höchsttempo in der Flite App, über das das Board nicht hinausgeht. Außerhalb der GPS Fly Zones drosselt es von selbst.
  • Aerofoils: die begrenzten Modi Gonna-Fly und Nice & Smooth, volle Leistung erst in Rocket Ride; zehn Leistungsstufen, mit Double Gears 20, und ein GPS-Tempobegrenzer.
  • Awake: Eco, Sport und Extreme an der Flex-Fernbedienung, jeweils mit eigener Gasannahme und eigenem Höchsttempo.
  • Lift: Governor-Stufe 1 für Einsteiger laut Handbuch.
  • Waydoo: Flight Assist; am Max Plus schalten erfahrene Fahrer ihn ab und nutzen höhere Gänge.
  • SiFly: Comfort, Intermediate und Sport am V3-Mast.

Für Einsteiger ist das eine Bremse, für alle anderen der bequemste Weg, ein Tempolimit einzuhalten. Schreibt ein Gewässer 25 km/h vor, begrenzt du bei Fliteboard das Höchsttempo in der App und bei Aerofoils über den GPS-Begrenzer. Das Board bleibt dann darunter, ohne dass du den Daumen am Gashebel dosieren musst.

Flügelgröße, Fahrergewicht und Wasser

Ein großer Frontflügel hebt früher und bei weniger Tempo ab, ein kleiner erreicht die höhere Spitze. Fliteboard und Aerofoils beschreiben es beide so, und bei Aerofoils stehen Zahlen dabei. Der Easyride 2000 ist für frühes Abheben gebaut, für Einsteiger, schwerere Fahrer und Schulen. Mit dem Freeride 1350 geht es bis 46 km/h, mit dem Freerace 900 bis 50 km/h.

Aerofoils nennt auch die Formel dazu: Die Abhebegeschwindigkeit steigt mit der Quadratwurzel aus Gewicht geteilt durch Flügelfläche. Vom Freeride 1350 auf den Freerace 900 gewechselt, brauchst du ungefähr 22 % mehr Tempo, bis das Board fliegt. Für einen schwereren Fahrer auf demselben Flügel gilt dasselbe, sein Gewicht steht ja unter der Wurzel.

Fliteboard teilt seine Flügel ähnlich ein. Cruiser und Cruiser Jet sind die großen, die früh und langsam fliegen; Einsteiger beginnen auf dem Cruiser 1100 oder dem Cruiser Jet 1500. Die Speed-Flügel kommen laut Fliteboard erst bei höherem Tempo richtig in Fahrt. Takuma gab für den Carver mit einem Flügel von 1300 cm² ca. 35 km/h an.

Das Gewicht zieht auch an der Spitze. Aerofoils staffelt seine Modelle so, dass die schnelleren weniger tragen: Adventure bis 50 km/h bei höchstens 120 kg Fahrergewicht, Performance bis 55 km/h bei 110 kg, Competition bis 55 km/h bei 100 kg. Welche Grenzen die anderen Marken für schwere Fahrer setzen, steht unter eFoil für Anfänger. Bleibt das Wasser selbst. Waydoo führt die Bedingungen auf dem Wasser als dritten Faktor für das erreichbare Tempo an, neben Gewicht und Ausstattung.

Propeller, Jet und Motorleistung

Die Motorleistung allein sagt wenig über die Spitze. Aerofoils baut Antriebe mit höchstens 5 kW (6,8 PS) und nennt trotzdem bis 55 km/h, denselben Wert wie Fliteboard. Awake treibt das VINGA Carve mit einem linearen Jet zwischen 4 und 8,2 kW an und kommt auf 45 km/h. Der HydroFlyer FF holt seine 60 km/h aus 10.000 W, und der nicht mehr gebaute Takuma Carver erreichte mit 3 kW um die 35 km/h.

Langsamer macht der Jet das Board nicht: Fliteboards schnellste Ausstattung ab Werk ist der Jet 2 mit Race-Impeller, und Awake setzt beim VINGA Carve ganz auf den linearen Jet. Was die beiden Antriebsarten sonst unterscheidet, steht im eFoil-Vergleich im Abschnitt Jet oder Propeller.

Tempo kostet Reichweite

Grob 1 Stunde und 10 Minuten hält ein Flitecell Sport, wenn du im Schnitt mit 25 km/h foilst. Fährst du dauerhaft schnell oder startest oft neu, ist der Akku nach Fliteboards eigener Angabe schon in weniger als einer Stunde leer; langsamer gefahren hält er länger. Der Grund ist derselbe Widerstand, der mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst.

Aerofoils und SiFly geben ihre Bestwerte ausdrücklich für gemächliches Fahren an. Mit dem Endurance-Akku (2,23 kWh) verspricht Aerofoils bis zu 120 Minuten oder 40 km, mit dem Light-Akku bis zu 60 Minuten oder 20 km, beides bei ruhiger, gleichmäßiger Fahrt; rechnerisch ist das ein Schnitt um 20 km/h. SiFly rechnet die 120 Minuten seines PowerCell LR bei 15 km/h. Lift gibt für LIFT5 und LIFT5 F mit 2,2 kWh bis zu 90 Minuten an, für den LIFTX mit 1 kWh bis zu 45 Minuten, und schreibt dazu, dass Gewicht, Wasser und Tempo die Fahrzeit verändern. Bei Awake hält das VINGA Carve 60 Minuten mit dem LR- und 120 Minuten mit dem XR-Akku.

Die zwei Stunden aus dem Datenblatt bekommst du nur bei dem Tempo, für das der Hersteller sie gerechnet hat; eine Session mit viel Vollgas endet entsprechend früher. Die Fahrzeiten der einzelnen Akkus, den Zweitakku und das Laden nimmt sich die Seite eFoil-Akku vor.

Tempolimits auf deutschen Gewässern

Auf der Alster in Hamburg sind 8 km/h erlaubt, auf dem Neckar 18 km/h, auf einem breiten Berliner See außerhalb des Uferstreifens 25 km/h. Was dein Board laut Datenblatt kann, spielt auf vielen deutschen Gewässern keine Rolle, weil die Vorschrift weit darunter ansetzt. Die Grenzen gelten für Kleinfahrzeuge oder Sportfahrzeuge mit Maschinenantrieb, und ein eFoil ist rechtlich ein Kleinfahrzeug mit Maschinenantrieb.

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Höchstgeschwindigkeiten für motorisierte Kleinfahrzeuge, Auswahl
GewässerHöchstgeschwindigkeitVorschrift
Neckar (oberhalb km 4,60)18 km/h gegenüber dem Ufer, 14 km/h im Schleusenkanal§ 10.04 BinSchStrO
Berlin: Spree-Oder-Wasserstraße, Kanäle10 km/h§ 21.04 Nr. 1 BinSchStrO
Berlin: Landwehrkanal6 km/h§ 21.04 Nr. 1 BinSchStrO
Berlin: Nebenkanäle und Arme5 km/h§ 21.04 Nr. 1 BinSchStrO
Berlin: Seen über 250 m Breite12 km/h, außerhalb des 100-m-Uferstreifens 25 km/h§ 21.04 Nr. 1 und 4 BinSchStrO
Untere Havel-Wasserstraße (Spreemündung bis Quapphorn), Potsdamer Havel12 km/h§ 22.04 BinSchStrO
Havelseen über 250 m Breite12 km/h, außerhalb des Uferstreifens 25 km/h (nicht Kladower Seestrecke)§ 22.04 BinSchStrO
Wesel-Datteln-, Datteln-Hamm-, Dortmund-Ems-Kanal12 km/h§ 15.04 Nr. 2 BinSchStrO
Hamburg: Alster mit Kanälen, Bille, Dove Elbe oberhalb der Tatenberger Schleuse8 km/h§ 23 Abs. 2 Hafenverkehrsordnung
Sachsen15 km/h, bis 5 m vom Ufer 7 km/h, auf Gewässern über 200 m Breite ab 100 m vom Ufer 30 km/h§ 7 Abs. 1 SächsSchiffVO
Bayernhöchstens 40 km/h§ 40 BaySchiffV
Bodenseehöchstens 40 km/h, in der 300-m-Uferzone 10 km/hArt. 6.02 und 6.11 BSO
Rügen, Nationalpark12 kn im Fahrwasser (≈ 22 km/h), 8 kn außerhalb (≈ 15 km/h)§ 3 Abs. 3 NPBefVMVK
Nord- und Ostsee vor Badestellen8 km/h (4,3 Seemeilen) durchs Wasser, unter 500 m Abstand außerhalb des Fahrwassers§ 26 Abs. 4 SeeSchStrO
Rhein: Lampertheimer Altrhein5 km/h§ 9.06 Nr. 2 RheinSchPV
Rhein: Stockstadt-Erfelder Altrhein12 km/h§ 9.06 Nr. 2 RheinSchPV

Die Bundeswasserstraßen im Binnenland regelt die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) vom 16. Dezember 2011 (BGBl. 2012 I S. 2), die Küste die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung in der Bekanntmachung vom 22. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3209), Sachsen die Sächsische Schifffahrtsverordnung (SächsSchiffVO) vom 12. März 2004. Wie gemessen wird, steht jeweils dabei: Auf dem Neckar zählen die 18 km/h gegenüber dem Ufer, an der Küste die 8 km/h durch das Wasser. Für einzelne Strecken des Neckars und der westdeutschen Kanäle kann die Behörde höhere Geschwindigkeiten zulassen. Auf dem Rhein setzt die Rheinschifffahrtspolizeiverordnung kein allgemeines Höchsttempo für Kleinfahrzeuge, nur Grenzen für einzelne Abschnitte wie die beiden Altrheinarme.

In Bayern verlangt § 26 Abs. 2 BaySchiffV ein Mindestalter von 18 Jahren, um ein Fahrzeug mit mehr als 4 kW zu steuern. Am Bodensee müssen Motorfahrzeuge (außer elektrischen bis 2 kW) nach Art. 6.11 BSO die 300-m-Uferzone meiden; hinein geht es nur zum Anlegen oder Stillliegen, auf kürzestem Weg und mit höchstens 10 km/h. Draußen setzt Art. 6.02 BSO die Obergrenze: „Eine Fahrgeschwindigkeit von 40 km/h darf jedoch nicht überschritten werden.“

Unsere Lesart, keine Rechtsauskunft: Viele Binnenlimits für Kleinfahrzeuge liegen mit 5 bis 18 km/h unter den 20 bis 25 km/h, die Hersteller für den Stehflug nennen. Dort kann ein eFoil nur auf dem Brett gleiten. Zum Fliegen bleiben Gewässer, die mehr erlauben, zum Beispiel die breiten Berliner und Havelseen außerhalb des Uferstreifens mit 25 km/h, die breiten sächsischen Gewässer mit 30 km/h oder Bayern und der Bodensee außerhalb der Uferzone mit 40 km/h, sofern das eFoil dort überhaupt fahren darf. Am Gardasee gelten tagsüber höchstens 20 Knoten (rund 37 km/h), nachts 5 Knoten.

Ob ein eFoil auf dem Gewässer überhaupt fahren darf, steht auf einem anderen Blatt, nämlich unter eFoil-Regeln für ganz Deutschland und auf den Revierseiten zu Neckar, Berlin, Wannsee, Hamburg, Leipzig, Bayern, Bodensee, Rhein, Ostsee, Rügen und Gardasee. Maßgeblich bleiben der Verordnungstext in seiner geltenden Fassung und die Zeichen am Wasser.

Jetboard und Foil Assist neben dem eFoil

Ein Jetboard gleitet mit Motorkraft über die Oberfläche, ohne Flügel darunter. Die drei RÄVIK-Jetboards von Awake haben laut Hersteller alle 11 kW: Explore schafft bis 40 km/h und bis 60 Minuten, Adventure bis 50 km/h bei 45 Minuten, Ultimate bis 55 km/h bei 35 Minuten. Das VINGA Carve als eFoil kommt mit 4 bis 8,2 kW auf 45 km/h und hält 60 Minuten mit dem LR-Akku oder 120 Minuten mit dem XR.

Fahrer auf einem Awake RÄVIK Jetboard ohne Foil neben einem dunklen Yachtrumpf vor felsiger Küste
Ein Awake RÄVIK Jetboard: gleitet auf dem Wasser, ohne Foil darunter.

Am oberen Ende stehen die Benziner. Das Jetsurf Adventure 2 DFI mit Zweitaktmotor und 100 cm³ erreicht laut Hersteller 55 km/h, das Race DFI SL 58 km/h bei 19,5 kg. Auf dem Papier nehmen sich beide Gattungen damit wenig: Fliteboard RACE und Aerofoils Competition liegen mit bis zu 55 km/h gleichauf mit dem Adventure 2 DFI, der HydroFlyer FF mit bis zu 60 km/h über dem Race DFI SL. Die elektrischen Bretter ohne Foil sortiert die Seite Elektro-Surfbrett nach Bauart.

Beim Foil Assist geht es gar nicht um die Spitze. Der kleine Antrieb am Mast hilft beim Abheben und beim Weiterkommen zwischen zwei Wellen oder Böen. Manta gibt die Fahrzeiten des TakeOff Evo für einen 70 kg schweren Fahrer bei 18 km/h auf einem 1300-cm²-Flügel an, mit 3500 W Spitzenleistung. 18 km/h sind das untere Ende der Knie-Stufe, in der ein eFoil laut Fliteboard zum ersten Mal abhebt; Motor, Akku und Einbau der Systeme beschreibt Foil Assist.

Was das Tempo bei einem Sturz ausmacht

Doppelte Geschwindigkeit legt etwa die vierfache Energie in einen Sturz, so rechnet es Aerofoils vor. Ein Abflug mit 40 km/h bringt grob viermal so viel Energie ins Wasser wie einer mit 20 km/h.

Ein Helm gehört laut Aerofoils immer dazu. Ab sportlichem Tempo, beim Hersteller sind das 35 bis 45 km/h, empfiehlt er eine Prallschutzweste. Im Reisetempo von 20 bis 30 km/h fällst du mit weniger Wucht ins Wasser als jemand, der die 50 oder 55 km/h der Datenblätter ausreizt. Mehr zu Helm, Weste und den übrigen Risiken steht unter eFoil-Sicherheit.

Häufige Fragen

Wie schnell ist ein eFoil?

Laut Hersteller schaffen die meisten aktuellen Boards 40 bis 55 km/h; die Spanne reicht von 36 km/h beim Waydoo Flyer EVO Lite bis 60 km/h beim HydroFlyer FF. Gefahren wird fast immer langsamer. In 20 bis 30 km/h verbringen die meisten Fahrer laut Aerofoils den größten Teil ihrer Session.

Was ist die maximale Geschwindigkeit eines eFoils?

Den höchsten Wert gibt HydroFlyer an: bis 60 km/h für den FF mit 10.000 W. Fliteboard und Aerofoils (Performance, Competition) kommen auf bis 55 km/h, Waydoo auf bis 52 km/h für Flyer EVO Pro Plus und Master.

Ab wie viel km/h hebt ein eFoil ab?

Ab etwa 20 km/h, mit großem Flügel und leichtem Fahrer etwas früher.

Wie schnell fährt man im eFoil-Kurs?

Am Anfang kaum schneller als ein Jogger. Fliteboard beschreibt das Liegen auf dem Brett bei 6 bis 10 km/h und das Aufstehen bei 8 bis 12 km/h, eine Lift-Schule in Nizza riegelt den Anfängermodus bei 12 km/h ab. Wer dann zum ersten Mal ruhig fliegt, tut das nach Aerofoils bei 20 bis 25 km/h.

Wie schnell darf man mit dem eFoil fahren?

So schnell, wie die Vorschrift für das jeweilige Gewässer erlaubt. Auf dem Neckar sind das 18 km/h gegenüber dem Ufer, auf der Hamburger Alster 8 km/h, auf Berliner Seen über 250 m Breite außerhalb des 100-m-Uferstreifens 25 km/h, in Bayern und auf dem Bodensee höchstens 40 km/h. An der Küste gelten vor Stellen mit Badebetrieb 8 km/h, außerhalb des Fahrwassers und näher als 500 m am Ufer. Wo das Limit unter rund 20 km/h liegt, kommt ein eFoil nach unserer Lesart nicht in den Stehflug.

Ist ein Jetboard schneller als ein eFoil?

An der Spitze kaum. Für das RÄVIK Ultimate gibt Awake bis zu 55 km/h an, so viel wie Fliteboard für seine eFoils. Bei Awake liegt der Unterschied in der Fahrzeit: bis zu 35 Minuten beim RÄVIK Ultimate mit 11 kW, bis zu 120 Minuten beim eFoil VINGA Carve mit XR-Akku.

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