Elektro-Surfbrett: ein eFoil fliegt über dem Wasser

Elektro-Surfbrett

eFoil, Jetboard oder E-SUP? Der komplette Ratgeber

Aktualisiert:

Was ist ein Elektro-Surfbrett?

Ein Elektromotor als Antrieb, mehr braucht ein Wasserboard nicht, um als Elektro-Surfbrett durchzugehen; der Begriff ist weit gefasst. Das Prinzip ist bei allen dasselbe. Wellen brauchst du keine, Wind auch nicht. Der Motor schiebt das Brett, und du genießt das Gleiten, auch auf komplett glattem Wasser, auf dem sich sonst gar nichts tun würde.

E-Surfboard, elektrisches Surfbrett, einfach E-Surfer: Vielleicht bist du dem Ganzen schon unter einem dieser Namen begegnet. Gemeint ist immer dieselbe Gerätefamilie. Dass sie ohne Wind und Wellen auskommt, macht das E-Surfen für heimische Seen so interessant, denn die Bedingungen fürs klassische Wellenreiten gibt es dort nun mal nicht.

Planbarkeit ist der eigentliche Grund für den Boom. Kein Studieren von Windvorhersagen, kein Warten auf die passende Front, kein Aufstehen im Morgengrauen für die perfekte Welle. Eine freie Stunde und ein See in der Nähe genügen. Den Antrieb hört man kaum, und die Luft bleibt sauber. Elektrisch angetriebene Boards sind längst nicht mehr nur an den Küsten zu sehen; auf deutschen Seen tauchen sie immer öfter auf.

eFoil-Elektro-Surfbrett gleitet über spiegelglattes Seewasser

Die drei Haupttypen

Durchgesetzt haben sich drei Bauarten, und in Fahrt haben sie wenig miteinander gemein: Jede fühlt sich völlig anders an.

Beim eFoil sitzt unter dem Brett ein Hydrofoil, ein Tragflügel, der das Board ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser hebt. Ab da fliegst du, buchstäblich. So besonders fühlt sich kein anderer Typ an. Der Foil hat kaum Wasserkontakt, und so gleitest du fast lautlos und butterweich dahin.

Ein Jetboard bleibt auf der Wasseroberfläche und gleitet dort, ungefähr so, als würdest du Wakeboard fahren, nur ohne Seil. Gemeint sind Boards im Stil von Awake oder JetSurf; Radinn, früher gern im selben Atemzug genannt, ist im November 2023 in Konkurs gegangen. Kräftige Beschleunigung, enge Kurven und bis zu 55 km/h beim RÄVIK Ultimate von Awake: das Brett für alle, die Adrenalin suchen.

Das E-SUP ist ein Stand-up-Paddle-Board mit elektrischem Zusatzantrieb. Es trägt dich in gemütlichem Tempo übers Wasser, mit Paddel oder ohne, und schneller gelernt ist kein anderer Typ. Entspannter auch nicht. Für Touren und für die Familie ist es die naheliegende Wahl.

Jetboard: motorisiertes Elektro-Surfbrett gleitet auf der Wasseroberfläche

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eFoil, Jetboard und E-SUP im Vergleich
eFoilJetboardE-SUP
FahrgefühlFliegen über dem WasserGleiten auf dem WasserEntspanntes Touren
Geschwindigkeitca. 35-60 km/h, je nach Modellbis zu 55 km/hca. 5,56-7,41 km/h
Lernzeiteinige Stunden Übungwenige Versucheein paar Minuten
Für wen?Für alle, die das Fluggefühl suchenFür Tempo- und AdrenalinfansFür ruhige Touren auf dem Wasser
Lautstärke, WellenFast lautlos, kaum WellenLauter, spürbare WellenLeise, minimale Wellen
Richtwerte zur Orientierung, die genauen Daten unterscheiden sich je nach Modell. Jetboard: Für das RÄVIK Ultimate nennt Awake bis zu 55 km/h. E-SUP: SipaBoards nennt 3 bis 4 Knoten Reisegeschwindigkeit, das sind etwa 5,56 bis 7,41 km/h (gelesen am 12. September 2026).

Auf dem Markt sind die Grenzen zwischen den Kategorien inzwischen weniger klar gezogen, als es die Übersicht oben nahelegt. Die schwedische Marke Awake etwa baut ihre Jetboards (RÄVIK) und ihre eFoils (VINGA) auf derselben Plattform mit Wechselakku auf, ein System, zwei Fahrgefühle. Und eine vierte Richtung wächst gerade heran, der Foil-Assist: kompakte Elektroantriebe, die Foilern auf den Flügel helfen. Den Anfang machte Foil Drive mit einem Kit, das sich an dein vorhandenes Foil-Material anpasst. Fliteboard setzt bei seinem eigenen System inzwischen auf ein spezielles Board mit eingebautem Jet, und Lift sucht dasselbe Gefühl mit dem LIFTX, einem leichten Hybrid-eFoil. Für den Einstieg bleiben die drei Haupttypen die beste Wahl. Ihre Konzepte sind am weitesten ausgereift, und ausprobieren kannst du sie leichter als jede andere Variante.

So funktioniert die Technik

Im Grundaufbau unterscheiden sich die drei Typen nicht, egal für welchen du dich interessierst. Im Brett steckt ein Akku mit großer Kapazität, der den Elektromotor versorgt; das Tempo regelst du Stufe für Stufe über eine wasserdichte Bluetooth-Fernbedienung, die du in der Hand hältst. Lässt du sie los, wird das Board sofort langsamer.

Wie lange eine Ladung hält, ist zuerst eine Frage des Typs. Mit demselben Akku, dem Flex XR 4, nennt Awake für sein eFoil VINGA Carve 120 Minuten Fahrzeit und für seine RÄVIK-Jetboards 35 bis 60 Minuten. Bei den eFoil-Herstellern, über die wir berichten, beginnt die Spanne bei 45 Minuten, die Lift für den LIFTX und Fliteboard für seine kleinste Flitecell angeben, und sie reicht bis 2,5 Stunden mit der größten. Am längsten hält ein E-SUP durch. SipaBoards nennt bis zu 3,5 Stunden mit dem serienmäßigen Akkupaar. Geladen wird an der Steckdose, und das dauert zwischen weniger als einer Stunde am Schnellladegerät und mehreren Stunden an einem einfachen Ladegerät. Bei den meisten Modellen lässt sich der Akku aber wechseln, und mit einem Zweitakku fährst du einfach weiter. Der Elektroantrieb ist leise, Abgase gibt es keine, und die Natur bekommt von dir kaum etwas mit.

Zwei Antriebslösungen haben sich etabliert: der offene Propeller und der geschlossene Jet-Antrieb, bei dem das Laufrad komplett in einem Gehäuse rotiert. Ein Beispiel dafür sind die Boards des deutschen Herstellers Aerofoils, deren Linie als Audi e-tron foil begann. Verkauft werden sie heute nur noch unter dem Namen Aerofoils, und wegen des geschützten Antriebs gelten sie oft als besonders einsteiger- und schulungsfreundlich. Im Fahrbetrieb funktionieren beide Systeme gut. Eine Regel gilt bei allen: Fernbedienung loslassen, Motor stoppt, Brett läuft von allein aus.

Wie viel Fahrzeit am Ende drin ist, hängt stark von dir ab: Körpergewicht, Tempo, Wasserzustand. Mit ruhigem Cruisen kommst du weiter als mit Dauersprints, und das eFoil wird sparsamer, sobald du fliegst, denn ohne Brett im Wasser sinkt der Widerstand. Bewährt hat sich, für den Rückweg immer eine Reserve zu lassen und den Ladestand unterwegs im Blick zu behalten; so bleibst du nie weit draußen ohne Strom liegen.

Das erste Mal: so läuft ein Termin ab

Ein Sommernachmittag am See, dein erster Termin. Du kommst an, und der Coach zeigt dir zuerst an Land das Wichtigste: wie du die Fernbedienung hältst, wie du auf dem Brett stehst und was passiert, wenn du den Gashebel loslässt. Kein Drama. Der Motor stoppt, und du machst höchstens einen ordentlichen Platscher.

Dann geht es ins Wasser. Auf dem eFoil startet niemand im Stehen. Die ersten Runden fährst du im Liegen, danach auf den Knien, bis du ein Gefühl für die Gasdosierung und das Verhalten des Bretts hast. Sitzt das, kommt das Aufstehen, zuerst noch auf der Wasseroberfläche gleitend, und irgendwann das erste Abheben: Der Foil hebt dich aus dem Wasser, und es wird plötzlich still um dich. Lift schreibt, dass die Mehrheit schon in der ersten Session abhebt. Fliteboard zufolge lernen es die meisten in weniger als einer Stunde, auch ganz ohne Boardsport-Erfahrung, wobei die Schritt-für-Schritt-Anleitung des Herstellers selbst einräumt, dass es ein paar Sessions dauern kann, bis du dich beim Foilen wohlfühlst. Wer schon auf Wakeboard, Skiern oder Surfbrett gestanden hat, braucht oft weniger Anlauf. Beim Jetboard geht es schneller, nach ein paar Versuchen gleiten die meisten stabil. Das E-SUP hast du in wenigen Minuten raus.

Die häufigsten Anfängerfehler sind immer dieselben, und wer sie vorher kennt, kann sie bewusst vermeiden:

  • Du willst zu früh aufstehen. Erst muss der Kniestand stabil sitzen, dann geht es nach oben.
  • Du starrst auf die Brettspitze statt zum Horizont. Wohin du schaust, dorthin kippst du.
  • Du reißt am Gas. Wer sanft und stufenweise beschleunigt, gleitet viel ruhiger.
  • Du stehst mit steifen Beinen. Gebeugte Knie federn und schlucken die kleinen Wackler.

Stürzen gehört zum Lernen dazu, ein Scheitern ist es nicht. Das Wasser ist weich, und der Coach weiß, wann welche Korrektur dran ist. Nach dem ersten Termin fragen die meisten nicht mehr, ob sie wiederkommen, nur noch wann.

Foil-Board beim Gleiten, das Brett hebt sich gerade aus dem Wasser

Welches passt zu dir?

Den Ausschlag gibt, welches Gefühl du suchst. Das fast schwerelose Schweben über dem Wasser, die Freiheit des Fliegens, bietet dir das eFoil. Tempo und Adrenalin liefert das Jetboard, das sportlichste der drei. Ruhige, gemütliche Touren, vielleicht mit der Familie: Dafür ist das E-SUP die beste Wahl, und gelernt ist es von allen am schnellsten.

Wenn du schwankst, helfen drei Fragen weiter:

  • Mit wem willst du unterwegs sein? Für die ganze Familie ist das E-SUP am zugänglichsten; eFoil und Jetboard sind eher ein Solo-Sporterlebnis.
  • Wie viel Lernzeit nimmst du in Kauf? Sofortige Erfolgserlebnisse liefern E-SUP und Jetboard; das eFoil verlangt ein paar Stunden Geduld, dafür schwebst du hinterher, und das kann keines der anderen.
  • Was suchst du auf dem Wasser: Abschalten, Sport oder gemeinsame Zeit? Mit der Antwort ist die Wahl des Typs schon fast getroffen.

Nach dem Typ kommt die Marke. Bei den eFoils prägen vor allem zwei Namen den internationalen Markt: das amerikanische Lift Foils, häufig als Marktführer bezeichnet, und das australische Fliteboard mit seinem breiten Programm. In der Premiumschiene kommen das schwedische Awake und die in Deutschland gefertigten Boards von Aerofoils dazu, früher bekannt als Audi e-tron foil. Ist dir das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger, landest du in den meisten Fällen bei Waydoo oder bei SiFly. SiFly ist in Sofia registriert, und die Geschäftsbedingungen im Shop nennen dieselbe Anschrift (beides geprüft am 14. September 2026); zusammengebaut werden die eFoils laut Hersteller in der EU.

Fahr das Wunschmodell vor dem Kauf auf jeden Fall selbst, und überleg dir vorher, wo und wie häufig du es nutzen würdest. Der eFoil-Kaufratgeber geht die Kriterien dann im Einzelnen durch, von den Marken, die zählen, bis zum Ablauf des Kaufs selbst.

Mieten oder kaufen, das ist die zweite große Frage, und die Rechnung dahinter passt in eine Tabelle:

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Mieten und Kaufen im Vergleich
MietenKaufen
Für wen lohnt es sich?Für alle, die das Erlebnis erst kennenlernen oder nur ein paarmal pro Jahr aufs Wasser wollenFür alle, die regelmäßig und nach eigenem Zeitplan fahren wollen
KostenGebühr pro Termin, ohne AnfangsinvestitionEinmalige, größere Ausgabe, danach freie Nutzung
Ausrüstung, WartungÜbernimmt der VerleiherDeine Aufgabe: Lagern, Laden, Pflegen
LernenMit Coach und BetreuungIm eigenen Tempo, sinnvollerweise nach den ersten Mietstunden
Testbare GeräteMehrere Typen und ModelleDu legst dich auf ein Modell fest
Allgemeine Anhaltspunkte, die konkreten Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter und Modell.

Für wen es geeignet ist, und für wen nicht

Nicht jeder wird mit dem E-Surfen glücklich, und das klärst du besser vor dem Kauf als danach. Zwei kurze Listen, zum Abgleich mit deiner eigenen Situation.

Es passt zu dir, wenn…

  • du Lust auf neue Wassersportarten hast und dich etwas Lernzeit nicht abschreckt;
  • du an einem Gewässer wohnst oder Urlaub machst, auf dem das Gerät legal fahren darf;
  • Wind, Wellen oder eine Seilbahn, also die Voraussetzungen fürs klassische Surfen oder Wakeboarden, bei dir selten gegeben sind;
  • dir Ruhe und saubere Luft beim Fahren wichtig sind.

Überleg es dir zweimal, wenn…

  • du nur ein- oder zweimal im Jahr fahren würdest; mit Mieten fährst du dann fast immer besser als mit eigenem Gerät;
  • Lagerung und Transport ungeklärt sind; Brett und Akku zusammen brauchen ordentlich Platz und Aufmerksamkeit;
  • du ohne Probefahrt kaufen würdest; stell dich vorher immer auf ein Mietboard;
  • du unsicher schwimmst; sichere Schwimmfähigkeit ist die Grundvoraussetzung.

Wer sich in der zweiten Liste wiederfindet, muss auf das Erlebnis nicht verzichten. Für diesen Fall gibt es den Verleih: Board, Coach und Ausrüstung kommen vom Anbieter, und nach dem Termin bleibt keine einzige Verpflichtung an dir hängen.

SUP-basiertes elektrisches Wasserboard auf ruhigem Seewasser

Was kostet ein Elektro-Surfbrett?

In groben Größenordnungen: eFoils und Jetboards sind eine Anschaffung im mittleren vier- bis fünfstelligen Bereich, bei E-SUPs fällt die Rechnung kleiner aus. Akkukapazität, Material des Bretts und Motorleistung sind die drei Posten, die den Preis vor allem bestimmen.

In Zahlen: Die meisten Einsteiger-eFoils kosten rund 5.000 bis 7.500 €, bei Premium-Modellen ist eine Spanne von 10.000 bis 15.000 € das Übliche. Auch das Material schlägt zu Buche, Carbon kostet im Normalfall mehr als Komposit oder eine aufblasbare Variante. Beim Gebrauchtkauf schaust du vor allem auf den Zustand des Akkus und darauf, ob noch Garantie besteht. Der Akku ist beim Preis wie bei der Sicherheit der größte Posten. Entscheide dich deshalb nie ohne Probefahrt.

Unter Elektro-Surfbrett-Preise im Detail staffeln wir die Preise nach Kategorien, rechnen die laufenden Kosten vor und sammeln Tipps für den Gebrauchtmarkt.

Pflege, Lagerung, Saison

Viel Pflege verlangt ein elektrisches Wasserboard erstaunlicherweise nicht, das Wenige aber konsequent. Nach jeder Session: mit klarem Wasser abspülen, besonders Motor und Steckverbindungen, trocknen, und ein Blick in den Antrieb, ob sich Wasserpflanzen oder Angelschnur darin verfangen haben. Foil-Flügel und Befestigungsschrauben schaust du dir am besten auch regelmäßig an, immer nach den Vorgaben des Herstellers.

Den Akku behandelst du am sorgsamsten, er ist das wertvollste und empfindlichste Bauteil. Lass ihn nicht in der prallen Sonne oder im aufgeheizten Auto liegen, lade ihn an einem trockenen, gut belüfteten Ort, und halte dich bei längeren Pausen an die Anleitung. Mit welchem Ladestand der Akku gelagert werden will, geben die Hersteller genau an. Gepflegt hält er seine Kapazität über Jahre. Vernachlässigt ist er das teuerste Ersatzteil am ganzen Board.

Grob vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst läuft die Saison in Deutschland, mit Neopren lässt sie sich in beide Richtungen strecken. Zum Saisonende reinigst du das Gerät gründlich und überwinterst es trocken und temperiert. Die kalte Garage mag fürs Brett noch angehen, für den Akku ist sie meistens nichts. Vor der ersten Fahrt im Frühjahr dann ein kurzer Check: Stecker, Schrauben, Ladestand der Fernbedienung. So findet die erste Session draußen statt und nicht am Steg bei der Fehlersuche.

Sicherheit und Etikette auf dem Wasser

E-Surfen ist grundsätzlich ein sicherer Sport. Sorglos wird er mit einer Handvoll guter Gewohnheiten, und die einfachste davon betrifft die Ausrüstung: Trag immer eine Schwimmweste, auf dem eFoil empfiehlt sich ein Helm dazu. Nicht, weil ständig etwas passiert. Gelassenheit kostet eben selten so wenig. Das System passt dabei selbst auf dich auf. Lässt du das Gas los, stoppt der Motor sofort, und das Brett kann nicht mit dir durchgehen.

Bevor du ablegst, geh eine kurze Routine durch, bei jedem Einstieg dieselben vier Punkte:

  • Fernbedienung und Akku sind ausreichend geladen, mit Reserve für den Rückweg;
  • der Antrieb dreht frei, nichts hat sich verfangen;
  • Foil und Schrauben sitzen fest;
  • du hast das Wasser gelesen: Wo sind Schwimmer, Angler, andere Boote, und wo findest du eine ruhige, freie Bahn?

Auf dem Wasser gilt vor allem eines: Abstand halten. Bleib immer weit genug von Badenden und anderen Booten weg, positioniere dich so, dass dir Zeit und Raum zum Bremsen bleiben, und richte den Blick nach vorn statt direkt vors Brett. Auf dem eFoil ragt unter dem Board noch der Flügel ins Wasser. Im flachen Uferbereich hebst du nicht ab; abgehoben wird erst weiter draußen, wo das Gerät auch unter der Oberfläche bequem Platz hat.

Bleibt die Etikette. Dass hinter dir weder Lärm noch eine Abgaswolke zurückbleibt, ist eine der größten Stärken des E-Surfens, und die bewahrst du dir am einfachsten selbst: In Ufernähe und an Stegen nimmst du das Tempo raus, beim Jetboard behältst du im Kopf, dass andere deine Wellen abbekommen, und zu Angelplätzen wie zum Schilfgürtel hältst du großzügig Abstand.

Elektro-Surfbrett über dem Wasser beim Gleiten

Wo kannst du es ausprobieren?

Schulen und Verleihstationen gibt es inzwischen vom Bodensee über die bayerischen Seen bis an die Ostsee; an vielen Orten kannst du elektrische Surfbretter einfach ausprobieren, ohne vorher eines zu besitzen. Auf einem ruhigen Binnensee zeigt ein leises elektrisches Board erst richtig, was es kann.

Egal wo du startest, die Vorschriften klärst du vorher. Für jedes Gewässer können andere Regeln gelten, von der freien Nutzung bis zur Genehmigungspflicht; was auf deutschen Gewässern erlaubt ist, steht in unserer Übersicht zu den eFoil-Regeln. Die Uhrzeit spielt ebenfalls eine Rolle. Früh am Morgen und am späten Nachmittag liegt das Wasser oft glatter, und es sind weniger Boote unterwegs; als Einsteiger lernst du dann am leichtesten, und der Sicherheitsabstand zu Badenden ist einfacher zu halten.

Solange du nicht weißt, welcher Typ zu dir passt, ist Mieten der beste erste Schritt: Coach und komplette Ausrüstung sind dabei, und eigenes Geld steckst du noch in kein Board. Anbieter und Angebote listet die Seite eFoil mieten.

Häufige Fragen

Was ist ein Elektro-Surfbrett?

Der Sammelbegriff für motorisierte Wasserboards. Darunter fallen das eFoil, das Jetboard und das E-SUP; allen gemeinsam ist der elektrische Antrieb, und so brauchst du weder Wellen noch Wind, um loszufahren.

Was ist der Unterschied zwischen eFoil und Jetboard?

Das eFoil steigt mit seinem Hydrofoil-Flügel aus dem Wasser, und das fühlt sich fast wie Fliegen an. Das Jetboard bleibt auf der Wasseroberfläche und gleitet dort mit kräftigem Antritt. Sportlicher, mehr Adrenalin, dafür kein Schweben.

Brauche ich einen Führerschein oder eine Genehmigung für ein Elektro-Surfbrett?

Je nach Gewässer. Land, Bundesland und teils sogar der einzelne See haben eigene Vorschriften, von der freien Nutzung bis zur Genehmigungspflicht. Vor dem Start schaust du deshalb immer nach, welche Regeln in deinem Revier gelten.

Was kostet ein Elektro-Surfbrett?

Für ein eFoil oder ein Jetboard rechnest du mit einem Betrag im mittleren vier- bis fünfstelligen Euro-Bereich, ein E-SUP ist für weniger Geld zu haben. Wo genau du landest, hängt von Marke, Ausstattung und Akkukapazität ab.

Ist es schwer zu lernen?

Nein, es dauert nur je nach Board unterschiedlich lang. E-SUP: wenige Minuten. Jetboard: ein paar Versuche, dann gleiten die meisten stabil. eFoil: einige Stunden Übung, bis du entspannt übers Wasser fliegst, mit Wassersport-Erfahrung häufig weniger.

Wie sicher ist ein Elektro-Surfbrett?

Grundsätzlich sicher, solange du die Basics einhältst: als Anfänger mit Coach starten, Schwimmweste an (auf dem eFoil besser mit Helm) und genug Abstand zu Badenden und anderen Booten. Das Brett hilft selbst mit, denn ohne Druck auf der Fernbedienung bleibt der Motor stehen und das Board wird von allein langsamer.

Muss ich schwimmen können?

Ja, sicher schwimmen zu können ist Grundvoraussetzung. Beim Lernen landest du öfter im Wasser, auf dem eFoil erst recht, das gehört dazu. Mit Weste und Betreuung wird daraus eher Spaß als ein Schreckmoment.

Erst mieten oder gleich kaufen?

Erst mieten, im Regelfall. Mit Coach und ohne größere Investition findest du heraus, welcher der drei Typen dir überhaupt liegt. Kaufen rechnet sich, sobald du regelmäßig fahren willst und Lagerung, Transport und Laden geklärt sind.

Welche Ausrüstung brauche ich zum E-Surfen?

Schwimmweste, auf jeden Fall, und fürs eFoil dazu einen Helm. Board und wasserdichte Fernbedienung sowieso. In kühlerem Wasser macht ein Neoprenanzug die Sache angenehm und streckt die Saison nach vorn und hinten. Wer mietet, bekommt die Ausrüstung gewöhnlich vom Verleih gestellt.

Wie lange hält der Akku mit einer Ladung?

Auf dem eFoil je nach Akku zwischen 45 Minuten und 2,5 Stunden. Beim Jetboard ist früher Schluss (Awake nennt für seine RÄVIK-Boards 35 bis 60 Minuten), ein E-SUP von SipaBoards fährt mit den beiden mitgelieferten Akkus bis zu 3,5 Stunden. Tempo, Körpergewicht und Wasserzustand verschieben jede dieser Zahlen. Am Schnellladegerät ist ein Akku in unter einer Stunde bis etwa zwei Stunden wieder voll, ein einfaches Ladegerät braucht mehrere Stunden; wer länger draußen bleiben will, nimmt einen Zweitakku mit und fährt direkt weiter, denn wechselbar ist der Akku bei den meisten Modellen.

Geht das auf Seen und Flüssen?

Technisch gibt es keine harte Grenze. Die zieht eher das Recht: Für einzelne Seen und Flussabschnitte gelten unterschiedliche Vorschriften, und bevor du losfährst, solltest du wissen, welche davon für dein Gewässer gelten. Zum Lernen bleibt ruhiges, glattes Seewasser das angenehmste Revier.

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