Zwei Fahrer auf eFoils fliegen an einem ankernden Boot an der französischen Riviera vorbei

eFoil Sicherheit

Scharfe Flügel, ein Propeller unter dem Board, kaltes Wasser und ein Lithium-Akku weit über der Grenze fürs Fluggepäck: wie du dich schützt und wer zahlt, wenn doch etwas passiert

Aktualisiert:

Wo du dich am eFoil verletzen kannst

Ab etwa 20 km/h hebt das Board aus dem Wasser, so gibt Fliteboard die Schwelle an, und wie schnell ein eFoil danach wird, liest du unter eFoil-Geschwindigkeit. Unter dir hängen dann Mast, Flügel und ein Propeller oder Jet, und auf all das kannst du fallen. Waydoo sagt es Einsteigern in seinem Leitfaden in drei Worten: “You will fall”.

Scharf genug, um Haut aufzuschneiden, nennt Waydoo die Kanten der Flügel. Fliteboard warnt vor dreierlei, das dich beim Sturz treffen kann, dem Board, dem Flügel und dem eFoil selbst, und zählt das Wegfallen vom Board deshalb zum Lernstoff.

Den meisten Respekt verlangt der Propeller. E-SURFER, die Schule am Wannsee, nennt ihn die eigentliche Gefahr am eFoil, und Waydoo warnt, ein offen laufender Propeller könne schwere Verletzungen verursachen.

Der Rest hat mit dem Board wenig zu tun. Schwimmer, Paddler und Boote teilen sich das Wasser mit dir. Im kalten Wasser kommt der Schreck beim Eintauchen dazu. Und weit draußen wird jeder Sturz zur Frage, ob Akku und Arme noch für den Rückweg reichen.

Propellerschutz, Jet und ein Motor, der beim Sturz stoppt

Beim Antrieb hast du drei Varianten: offener Propeller, Propeller mit Schutzring, Jet. Fliteboard liefert den Flite Propeller serienmäßig mit Prop Guard aus und nennt den Flite Jet 2 mit vollständig ummanteltem Impeller seine Wahl “for maximum safety”. Lift trennt noch schärfer. Den Klapppropeller ohne Ummantelung bezeichnet die Marke als “for advanced riders only”, der LCS Jet dagegen hat keine offenen Blätter und ist für Familien, Schulen und Einsteiger gedacht. Bei Waydoo bekommst du einen Propellerschutz als Option.

Produktfoto eines Lift eFoil von der Seite: Board, Mast, Frontflügel und Propeller vor weißem Hintergrund

Die zweite Schutzschicht steckt in der Fernbedienung. Einen klassischen Notausschalter gibt es am eFoil nicht, erklärt E-SURFER: Fällst du ins Wasser, verliert die Fernbedienung den Funkkontakt zum Board, und der Motor geht aus. Der Flite Controller schaltet den Motor ab, sobald er unter Wasser ist; Fliteboard nennt dazu eine automatische Kipperkennung und eine magnetische Scharfschaltung. Bei Lift endet die Leistung, wenn die Fernbedienung das Wasser berührt oder du den Trigger loslässt, bei Waydoo mit dem Loslassen des Triggers. Verlassen sollst du dich darauf nicht: Lift nennt die Abschaltung “not a substitute for good judgment”.

Zu viel Tempo am ersten Tag bremsen die Fahrstufen. Fliteboard hat mehrere Rider-Modi, die das Lernen leichter machen sollen, Waydoo bietet am Flyer EVO Max Plus niedrige Geschwindigkeitsstufen, und Lift rät, auf der kleinsten Stufe zu beginnen. Wie der erste Tag auf dem Brett aussieht, steht unter eFoil für Anfänger.

Helm, Prallschutzweste und Leash

Helm und Weste stehen bei Fliteboard, Lift und Waydoo gleichermaßen in der Empfehlung. Fliteboard nennt eine Schwimm- oder Prallschutzweste und einen Helm, Lift hält Helm und Prallschutzweste für dringend geboten und legt Einsteigern zusätzlich eine Schwimmweste ans Herz, Waydoo führt Helm, Weste und Leash als “Essential” und rät, langsam anzufangen. Die Leash kommt bei Lift an Knöchel oder Wade.

Bei den Schulen liegt die Ausrüstung bereit. E-SURFER am Wannsee macht den Helm zur Pflicht; Neoprenanzug, Weste und Helm sind im Einsteigerkurs inklusive. eFoilution am Müggelsee stellt im Einsteigerkurs Wetsuit, Prallschutzweste und Helm, Hydrofoil Surfing am Wangermeer Neopren, Prallschutzweste und Helm, und efoilmasters gibt dir auch beim After Work Ride auf dem Neckar Helm und Weste mit. Auf Fehmarn fährst du bei Kitemonkey die Einzelstunde mit Funkhelm. Efoil Swissdriver in Reinach rechnet Anprallschutz und Helm zur Einführung dazu.

Beim Alter ziehen Fliteboard und Lift dieselbe Linie. Fliteboard empfiehlt das Board nicht für Kinder unter 16 und rät zur Aufsicht durch Erwachsene, Lift nennt 16 Jahre als Mindestalter. E-SURFER nimmt Kursteilnehmer ab 16. Preise und Ablauf der Kurse: eFoil-Kurs.

Flaches Wasser, Badestrand und der Weg zurück

Lift und Waydoo wollen mindestens 4 bis 5 Fuß Wasser unter dem Board, etwa 1,2 bis 1,5 m, Lift dazu ruhiges, glattes Wasser. Dazu kommt Abstand zu Schwimmern, Booten, Stegen und Untiefen. Waydoo beziffert ihn mit 100 m zu Schwimmern, Paddlern und anderen Fahrzeugen, E-SURFER verlangt mindestens 50 m zu Schwimmern, Badestellen, Stegen und Booten.

An der Küste zieht das Gesetz eine Grenze. Auf Seeschifffahrtsstraßen dürfen Fahrzeuge vor Stellen mit erkennbarem Badebetrieb außerhalb des Fahrwassers innerhalb von 500 m vom Ufer höchstens 8 km/h fahren (§ 26 Abs. 4 Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung, SeeSchStrO). Vor solchen Stränden foilst du damit gar nicht, so lesen wir die Vorschrift, weil das Board erst bei etwa 20 km/h abhebt. Was auf Seen und Flüssen gilt, ordnet die Seite eFoil-Regeln nach Gewässern.

Fliteboard gibt eine einfache Grenze vor: nie weiter vom Ufer weg, als du zurückschwimmen würdest. Fährst du allein, sag jemandem, wo du unterwegs bist und wann du zurück sein willst; für lange Strecken empfiehlt die Marke ein Begleitboot. Tabu sind brechende Brandung und das Wasser neben Schwimmern und Surfern, auch seewärts vor ihnen.

Den Akkustand zeigt dir die Fernbedienung. Fliteboard warnt bei 50 %, bei 10 % und kurz vor leer. Dann reicht die Leistung gerade, um langsam zurückzufahren, zum Foilen nicht mehr. Waydoo rät, schon bei 20 bis 30 % Restladung umzukehren.

E-SURFER bringt seinen Schülern bei, nach einem Sturz zwei, drei Sekunden zu warten, bevor sie nach dem Board greifen.

Die ersten drei Minuten im kalten Wasser

Wie der Körper auf einen Sturz in kaltes Wasser reagiert, beschreibt der Leitfaden der IMO für das Überleben in kaltem Wasser (MSC.1/Circ.1185/Rev.1), in Deutschland im Verkehrsblatt 8/2013 unter Nr. 79 bekanntgegeben. Zuerst kannst du den Atem nicht mehr anhalten, du schnappst unwillkürlich nach Luft, und das Herz gerät unter Stress. Diese Phase dauert „nur etwa drei Minuten“, danach lässt sie nach. Eine Rettungsweste hilft, die Atemwege über Wasser zu halten. Schwimmen solltest du nach dem Leitfaden nur, um etwas zu erreichen, das ganz nah ist.

Auf dem eFoil ist das Nächste das Board an der Leash. Gegen das Auskühlen danach hilft ein Neopren- oder Trockenanzug, darauf weist E-SURFER hin. In den Einsteigerkursen von E-SURFER, eFoilution und am Wangermeer bekommst du den Neoprenanzug gestellt.

eFoil-Akku sicher laden

Ein eFoil-Akku speichert ein Vielfaches dessen, was ein Lithium-Ionen-Akku im Fluggepäck haben darf. Die Kapazitäten der einzelnen Modelle und die Ersatzpreise stehen auf der Seite eFoil-Akku. Beim Laden sagen Feuerwehr und Hersteller fast dasselbe: Was der Landesfeuerwehrverband Sachsen in seinem Brandschutzmerkblatt BSM 11 für Lithium-Ionen-Akkus aller Art schreibt, deckt sich mit den Vorgaben von Aerofoils, Lift und Fliteboard.

  • Unter Aufsicht laden. Aerofoils sagt nie unbeaufsichtigt, Lift nicht lange unbeaufsichtigt, das Merkblatt „unter Aufsicht“.
  • Auf nicht brennbarem Untergrund, weg von allem, was brennen kann, gut belüftet und nicht abgedeckt.
  • Nur mit dem Originalladegerät.
  • Nicht kalt laden: Einen kalten Akku lässt du erst warm werden (Aerofoils, BSM 11). Nicht in der Sonne laden (Aerofoils).
  • Den Akku vor dem Anstecken trocknen (Lift) und am Strand nicht in den Sand legen (Fliteboard).
  • Einen beschädigten Akku nie laden (Lift).
  • Kinder vom ladenden Akku fernhalten (BSM 11).

Gelagert wird halb voll

Für Pausen und den Winter nennen Aerofoils, Lift und SiFly einen mittleren Ladestand, die beiden ersten dazu eine Temperatur um die Zimmerwärme. Was weitere Marken vorgeben, steht unter eFoil-Akku.

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eFoil-Akku lagern: Vorgaben der Hersteller
HerstellerLadestandTemperaturWeitere Vorgaben
Aerofoils30-60 %18-23 °C-
Lift40-60 %, nie 100 % oder unter 20 %10-25 °Caufrecht lagern, monatlich prüfen, spätestens alle 3 Monate laden
SiFly30-70 %-Tiefentladung, Sturz, Schlag und Durchstich sind von der Garantie ausgeschlossen

Bei Lift hat die Untergrenze einen handfesten Grund. Liegt der Akku bei 20 % oder weniger, kann er unter die Abschaltschwelle des Batteriemanagements fallen und lässt sich dann nicht mehr retten; alle drei Monate laden ist dort eine Garantiebedingung.

Die Feuerwehr in Sachsen rät, Lithium-Akkus bei Raumtemperatur an einem trockenen Ort mit wenig Brennbarem aufzubewahren und sie vor Hitze, direkter Sonne, Stößen, Überladung und Tiefentladung zu schützen.

Der Akku fährt mit, fliegt aber nur als Fracht

Im Kofferraum gilt, was das Merkblatt BSM 11 für jeden Lithium-Akku sagt: keine Stöße, keine Hitze, keine direkte Sonne. Sichere den Pack so, dass er nicht verrutscht: Schäden durch Sturz, Schlag und Durchstich schließt SiFly von der Garantie aus.

Ins Flugzeug darf er nicht. Die IATA-Regeln lassen Passagiere Lithium-Ionen-Akkus bis 100 Wh mitnehmen, zwischen 100 und 160 Wh braucht es die Zustimmung der Airline, und alles darüber reist ausschließlich als Fracht nach den Gefahrgutvorschriften. Fliteboard stuft seine Flitecells als Gefahrgut ein, das in Passagierflugzeugen nicht mitfliegen darf, und verweist auf Luft- oder Seefracht. Bei Lift ist das Zarges-Case die einzige von der Marke freigegebene Lösung für den Lufttransport, zertifiziert nach den Gefahrgutregeln von DOT, IATA, IMDG und UN.

Für den Flugurlaub bleiben dir zwei Wege: den Akku als Gefahrgutfracht schicken lassen oder am Ziel ein Board leihen. Verleiher mit ihren Bedingungen stehen unter eFoil mieten.

Ein beschädigter Akku gehört ins Freie

Nach einem Sturz, einem Schlag oder einem Durchstich ist ein Akku nicht automatisch in Ordnung, nur weil er ruhig aussieht. Der Landesfeuerwehrverband Sachsen warnt, dass sich beschädigte Lithium-Akkus noch Tage nach der Beschädigung von selbst entzünden können. Aerofoils rät bei Warnzeichen, sofort aufzuhören und den Pack ins Freie zu bringen; laden darfst du ihn nach Lift nicht mehr.

Eine Hand hebt die Akkuklappe eines gelben Lift-Boards an, im Hintergrund unscharf das Meer

Brennt es, rufst du sofort die Feuerwehr unter 112. Bei starkem Rauch verlässt du den Raum. In den Hausmüll gehört ein Lithium-Akku nie.

Für die Entsorgung ist die EU-Batterieverordnung zuständig, Verordnung (EU) 2023/1542 vom 12. Juli 2023. Zu den LV-Batterien für leichte Verkehrsmittel zählt sie nach Art. 3 Nr. 11 nur Akkus bis 25 kg, die Radfahrzeuge antreiben; jede andere Batterie über 5 kg ist nach Art. 3 Nr. 13 eine Industriebatterie. Ein eFoil-Akku ist danach, so lesen wir die Verordnung, rechtlich eine Industriebatterie. Deren Hersteller müssen Altbatterien nach Art. 61 Abs. 1 „unentgeltlich“ zurücknehmen, ohne dass du eine neue kaufen musst. Einen toten oder beschädigten Akku meldest du deshalb bei der Marke oder beim Händler an. Bis zum 30. Juni 2031 legt die EU-Kommission nach Art. 94 Abs. 5 einen Bericht dazu vor, ob die LV-Kategorie auf Fahrzeuge ohne Räder ausgeweitet wird.

Keine Versicherungspflicht, aber drei Stellen, die nachfragen

Eine gesetzliche Versicherungspflicht für private eFoils gibt es in Deutschland nicht; wann du Führerschein oder Kennzeichen brauchst, klärt die Seite eFoil-Regeln. Nach einer Haftpflicht fragen kann dich trotzdem jemand, an drei Stellen.

Auf bayerischen Gewässern, die nicht für die allgemeine Schifffahrt zugelassen sind, fährst du nach Art. 28 Abs. 4 des Bayerischen Wassergesetzes (BayWG vom 25. Februar 2010) nur „mit Genehmigung der Kreisverwaltungsbehörde“, und die Genehmigung kann „an Bedingungen und Auflagen geknüpft“ werden. Ein Versicherungsnachweis kann eine solche Auflage sein; das ist unsere Lesart des Artikels. Wo in Bayern überhaupt gefahren werden darf, steht bei eFoil in Bayern.

Am Bodensee erlaubt das Übereinkommen über die Schifffahrt auf dem Bodensee (SR 0.747.223.11) in Art. 6 Abs. 3 jedem Vertragsstaat, die Zulassung eines Fahrzeugs „vom Bestehen einer Haftpflichtversicherung abhängig“ zu machen. Ob und wie, regelt nach unserer Lesart jeder Uferstaat selbst. Den Stand für eFoils am See beschreibt eFoil am Bodensee.

Und dann der Verleih. eFoilution am Müggelsee gibt ein Board nur gegen Personalausweis und Nachweis einer Privat-Haftpflicht heraus.

Was die private Haftpflicht beim eFoil deckt

Den Maßstab setzen die Musterbedingungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Privathaftpflicht, die AVB PHV mit Stand Mai 2020. Sie sind eine unverbindliche Vorlage; dein Versicherer darf davon abweichen.

Nach Ziffer A1-6.12.1 ist die Haftpflicht aus dem Gebrauch von Wasserfahrzeugen „ausschließlich“ in vier Fällen versichert: eigene und fremde Wasserfahrzeuge ohne Segel, Motoren oder Treibsätze, fremde Segelboote ohne Motor, fremde Windsurfbretter und fremde Wassersportfahrzeuge mit Motoren, „soweit diese nur gelegentlich gebraucht werden und für das Führen keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist“.

Unsere Lesart: Dein eigenes eFoil hat einen Motor und fällt damit aus der Musterdeckung. Ein gemietetes Board, das du nur gelegentlich fährst, kann unter den vierten Fall fallen, solange du dafür keine Fahrerlaubnis brauchst. Ziffer A1-6.12.2 hilft dir als Fahrer nicht weiter, weil sie andere Wasserfahrzeuge nur erfasst, wenn du nicht als Eigentümer, Besitzer, Halter oder Führer in Anspruch genommen wirst.

Der Schaden am gemieteten Board selbst ist eine eigene Frage. Mietsachschäden deckt das Muster nach A1-6.6.1 nur „an Wohnräumen und sonstigen zu privaten Zwecken gemieteten Räumen in Gebäuden“, ein Board gehört nicht dazu. Die Allianz schreibt zu geliehenen Sachen, sie stünden nicht in den GDV-Musterbedingungen und seien deshalb „in vielen Haftpflichtpolicen nicht mitversichert“.

Der Versicherungsmakler versicherungsriese.de fasst es fürs eFoil knapp: Die private Haftpflicht „deckt es meist ausdrücklich nicht ab“. Bevor du dich auf deine Police verlässt, such in den Bedingungen nach Wasserfahrzeug, Motor und Wassersport.

Kasko, Diebstahl und Sporthaftpflicht fürs eigene Board

Fürs eigene eFoil brauchst du eine Police, die Elektroantriebe ausdrücklich einschließt. Bei der Kasko unterscheidet versicherungsriese.de zwei Stufen: Die Teilkasko deckt Grundgefahren wie Diebstahl und Sturm, selbst verursachte Schäden und Schäden am Akku stehen bei dem Makler nur unter Vollkasko. Sein Rat: darauf achten, dass der Antriebs-Akku „ausdrücklich mitversichert“ ist.

Ein Paket aus dem Wassersport selbst ist das SafetyTool PLUS des VDWS, ein Rahmenvertrag mit der AXA, den es zusammen mit der passiven Mitgliedschaft im VDWS gibt. Laut Produktinformationsblatt versichert es Geräte „auch mit Hydrofoils und die Surf- und SUP-Bretter mit Elektro-Antrieb bis 11kW (15 PS)“. Antriebe über 11 kW sind ausgeschlossen.

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VDWS SafetyTool PLUS für Bretter mit Elektro-Antrieb bis 11 kW
BausteinWas versichert istSelbstbeteiligung
Kasko für eigene GeräteDiebstahl, Raub, Feuer, Sturm, Hagel, Unfall des Transportmittels, Kollision mit Wassersportfahrzeugen; Schäden bei der Benutzung durch Einwirkung von außen und beim Be- und Entladen bis 1.000 € je Schadenfall; Zeitwert, bei Geräten bis ein Jahr Neuwert10 %, mindestens 50 €
Kasko für gemietete Gerätegemietete Sportgeräte, auch Bretter mit Elektro-Antrieb bis 11 kW50 €
Sporthaftpflichteigene und fremde Bretter, auch mit Elektro-Antrieb bis 11 kW; 5.000.000 € (Italien 8.000.000 €)-
Stand April 2025, Produktinformationsblatt SafetyTool PLUS (04-2025)

Kein Schutz besteht in der Sporthaftpflicht bei Vorsatz, unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und bei gewerblicher Nutzung. Ob ein eFoil als Surf-Brett mit Elektro-Antrieb durchgeht, entscheidet am Ende der Versicherer, so lesen wir das Blatt. Frag vor dem Abschluss schriftlich nach und prüfe die Motorleistung im Datenblatt deines Boards gegen die 11-kW-Grenze.

Was Verleiher beim eFoil verlangen

eFoilution am Müggelsee schreibt: „Wir verlangen keine Kaution“. Personalausweis und Privat-Haftpflicht brauchst du trotzdem. Eine Session von 90 Minuten kostet 150 €, und mieten darf nur, wer bei eFoilution gelernt hat.

Beim After Work Ride von efoilmasters auf dem Neckar in Mannheim hinterlegst du 500 € Kaution und deinen Personalausweis, Helm und Weste werden gestellt. In den Bedingungen steht, dass du „als Skipper eines Kleinwasserfahrzeuges für Schäden selbst haftest“, dazu der Rat, zu prüfen, ob deine private Haftpflicht dafür aufkommt. Auch hier gibt es das Board nur nach einem Kurs beim Anbieter.

Für Schäden an Dritten kann deine Privathaftpflicht beim gemieteten Board nach unserer Lesart der Musterbedingungen greifen, für Schäden am Board selbst in vielen Policen nicht. Für diese Lücke gibt es Kasko für Mietgeräte wie im VDWS-Paket. Weitere Verleiher und was sie verlangen: eFoil mieten.

Checkliste für die erste Fahrt

  • Die erste Fahrt mit Trainer, nicht allein mit dem eigenen Board.
  • Propellerschutz oder Jet am Board, kein offener Propeller.
  • Helm, Prallschutz- oder Schwimmweste, Neoprenanzug, die Leash an Knöchel oder Wade.
  • Wissen, wie der Motor stoppt: Trigger loslassen, Fernbedienung ins Wasser.
  • Kleinste Fahrstufe eingestellt.
  • Mindestens 1,2 bis 1,5 m Wassertiefe, keine Stege und Untiefen in der Nähe, 50 bis 100 m Abstand zu Schwimmern, Paddlern und Booten.
  • Bei 20 bis 30 % Restakku umdrehen.
  • Jemand an Land weiß, wo du fährst und wann du zurück bist.
  • Haftpflicht geklärt: Deckt deine Police ein motorisiertes Wassersportgerät, und hast du den Nachweis für den Verleih dabei?
  • Nach der Fahrt den Akku trocknen, nicht in den Sand legen und nur unter Aufsicht auf nicht brennbarem Untergrund laden.

Was hier zu Gesetzen und Versicherungsbedingungen als unsere Lesart steht, ist keine Rechtsberatung. Verbindlich sind der Gesetzestext und die Bedingungen deines eigenen Vertrags.

Häufige Fragen

Was ist am eFoil gefährlich?

Der Propeller und die Flügelkanten, die laut Waydoo scharf genug sind, um Haut aufzuschneiden. Dagegen helfen ein Jet oder ein Propellerschutz, ein Motor, der beim Sturz abschaltet, Helm und Prallschutzweste. Im kalten Wasser kommt der Kälteschock der ersten Minuten dazu, weit draußen die Frage, ob der Akku für den Rückweg reicht.

Ist eine eFoil-Versicherung Pflicht?

Bundesweit nicht. Verlangen kann sie aber jemand anderes: der Verleiher, wie eFoilution am Müggelsee, oder eine Behörde, die eine Genehmigung an Auflagen knüpft (unsere Lesart von Art. 28 Abs. 4 BayWG).

Zahlt meine private Haftpflicht, wenn ich mit dem eFoil einen Schaden verursache?

Beim eigenen Board nach den GDV-Musterbedingungen nicht, weil dort Wasserfahrzeuge mit Motor nur als fremde und gelegentlich genutzte versichert sind. Beim gemieteten Board kann sie für Schäden an Dritten greifen, wenn du zum Fahren keine behördliche Erlaubnis brauchst. Der Schaden am Mietboard selbst ist in vielen Policen nicht drin. Maßgeblich sind die Bedingungen deines eigenen Vertrags.

Wie kommt der eFoil-Akku in den Urlaub?

Im Auto, gesichert gegen Verrutschen, Stöße und Hitze. Ins Flugzeug nicht: Ins Passagiergepäck dürfen Lithium-Ionen-Akkus bis 100 Wh, mit Zustimmung der Airline bis 160 Wh, eFoil-Akkus liegen weit darüber und reisen nur als Gefahrgut per Fracht. Am Ziel ein Board zu leihen ist meist der einfachere Weg.

Was tun, wenn ein eFoil-Akku brennt?

Sofort die 112 rufen, bei starkem Rauch raus aus dem Raum. Und Vorsicht mit einem Akku, der nach einem Schlag harmlos aussieht: Beschädigte Lithium-Akkus können sich laut Landesfeuerwehrverband Sachsen noch Tage später von selbst entzünden.

Welche Schutzausrüstung tragen eFoiler?

Helm und Prallschutzweste. Fliteboard, Lift und Waydoo empfehlen beides, Waydoo dazu die Leash, Lift für Einsteiger zusätzlich eine Schwimmweste. Bei E-SURFER am Wannsee ist der Helm Pflicht, und in den Einsteigerkursen der Schulen liegt die Ausrüstung bereit.

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