Die Marke Rand Boats
Rand Boats ist eine dänische Werft, die die skandinavische Designtradition aufs Wasser überträgt. Sie baut klar gezeichnete Freizeitboote und Dayboats, bei denen sich alles um gesellige, entspannte Stunden dreht: eine Runde in den Sonnenuntergang, ein Badestopp, ein Nachmittag mit Freunden vor Anker.
Richtig spannend macht die Marke für uns ihre Haltung: Elektrische Antriebsoptionen haben im Programm einen festen Platz. Der E-Antrieb ist hier kein nachträglich aufgesetztes Extra, sondern ein selbstverständlicher Teil der Modellpalette. Damit steht Rand für jenes moderne, leise Bootfahren ohne Abgase, das wir in unserem Elektroboot-Guide ausführlich beschrieben haben.
Die zurückhaltende Formensprache ist dabei keine Mode um ihrer selbst willen. Klare Linien und gut durchdachte Flächen sorgen dafür, dass du dich an Bord wirklich aufs Abschalten konzentrieren kannst. Auf einem Rand findest du üblicherweise keinen überflüssigen Glanz und keine überladenen Details, dafür großzügige Sitzflächen, einfach bedienbare Lösungen und ein praktisches Layout für Baden, Sonnen und gesellige Runden. Genau diese Zurückhaltung macht die Boote zeitlos: Sie folgen nicht dem Geschmack einer einzelnen Saison, sondern einem ruhigen, komfortablen Lebensgefühl.
Der dänische Ansatz passt gut in einen breiteren europäischen Trend: Premium-Hersteller von Freizeitbooten nehmen den leisen, sauberen Antrieb zunehmend ernst. Wenn du wissen willst, wie andere darüber denken, lohnt der Vergleich mit dem schwedischen X Shore oder dem österreichischen Frauscher. Jede Marke hat ihre eigene Handschrift, zielt aber auf ein sehr ähnliches, modernes und klares Erlebnis auf dem Wasser.
Rand Boats in Aktion
Offizielle Bilder und die komplette Modellpalette: randboats.com ↗

Die Modelle: Leisure 28 und Co.
Eines der bekanntesten Modelle der Marke ist die Leisure 28, ein geräumiges, auf gesellige Tage ausgelegtes Dayboat. Elektrisch gibt es sie in zwei Konfigurationen: mit 170 kW Motorleistung und 78-kWh-Akku oder als stärkere Variante mit 265 kW und 117,5 kWh. Nach Marktinformationen beginnt der Grundpreis bei rund 150.000 €, je nach Ausstattung kann die Endsumme allerdings spürbar darüber liegen.
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| Konfiguration | Motorleistung | Akku |
|---|---|---|
| Leisure 28, Basis-Elektroantrieb | 170 kW | 78 kWh |
| Leisure 28, stärkerer Elektroantrieb | 265 kW | 117,5 kWh |
Im Programm von Rand ist der Elektroantrieb eine zentrale, aber nicht unbedingt die einzige Option. Das vollständige Antriebsangebot erfragst du am besten beim Hersteller oder bei den Händlern. Wer hierzulande unterwegs ist, schaut ohnehin zuerst auf die E-Versionen, denn auf vielen Seen kommen praktisch nur sie infrage.
Die beiden elektrischen Antriebsstränge unterscheiden sich vor allem in Reserve und Charakter. Für ruhiges, ausgewogenes Bootfahren reicht die Basisversion oft völlig aus, etwa wenn dein typisches Programm aus gemütlichem Cruisen und dem entspannten Wechsel zwischen Badebuchten besteht. Die stärkere Konfiguration lohnt sich, wenn dir mehr Leistungsreserve wichtig ist: bei vollem Boot zum Beispiel, oder wenn du eine offene Wasserfläche zügiger queren willst. Welche der beiden die richtige ist, bestimmt weniger die größere Zahl auf dem Papier als deine geplante Nutzung. Überlege dir ehrlich, mit wie vielen Leuten, über welche Distanzen und in welchem Tempo du normalerweise unterwegs wärst.
Lohnend ist auch ein Blick auf den Begriff Dayboat. Dieser Bootstyp ist für Tagesausflüge gedacht, ein paar Stunden oder einen ganzen Tag auf dem Wasser: bequeme Sitze, Flächen zum Sonnen, durchdachte Details für den Badestopp, jedoch ohne die Kabinen-Ausstattung für lange Törns mit Übernachtung. Das macht die Kategorie ideal für die Seen hierzulande, wo das typische Programm keine mehrtägige Tour ist, sondern ein gut verbrachter Nachmittag auf dem Wasser.
Für wen ist ein Rand gedacht?
Nicht jedes Boot passt zu jedem Traum vom Wasser. Bevor du dich in die Fotos verliebst, solltest du ehrlich durchdenken, wie du es nutzen würdest. Ein Rand spricht typischerweise Eigner an, die entspanntes, geselliges Bootfahren suchen und Wert auf klares Design und einen leisen, sauberen Antrieb legen. Ob es wirklich dein Boot ist, erkennst du am ehesten an diesen Profilen:
- Familien, die eine sichere, komfortable Plattform für Seetage mit den Kindern wollen.
- Freundeskreise, für die das Boot eher eine schwimmende Terrasse ist: Sonnen, Baden, ein Glas bei Sonnenuntergang.
- Alle, die sich bewusst für das Erlebnis ohne Lärm und Abgase entscheiden und denen umweltschonenderes Bootfahren am Herzen liegt.
- Eigner, die nicht für Ozeanpassagen planen, sondern für das ruhige Wasser eines Sees.
Stehen dagegen mehrtägige Törns mit Kabine, große Distanzen oder das offene Meer auf dem Plan, solltest du dich eher bei einem anderen Bootstyp umsehen. Die Stärke von Rand liegt genau im entspannten Tag am See. Das klärst du besser vorher, denn so wählst du nicht ein glänzendes Katalogbild, sondern die Nutzung, die zu dir passt.

Wie fühlt sich elektrisches Bootfahren an?
Wer zum ersten Mal vom Benziner auf ein Elektroboot umsteigt, erzählt meist dasselbe: die Stille. Statt Motorbrummen und Vibration hörst du fast nur das Wasser, an Bord lässt sich leichter reden, und kein Abgasgeruch hängt in der Luft. Schon diese Ruhe verändert den Charakter des Bootfahrens. Deine Aufmerksamkeit gehört der Umgebung und deinen Leuten, nicht der Maschine.
Im Gegenzug planst du deinen Tag ein wenig anders. Beim Elektroboot tritt das Laden an die Stelle des Tankstopps. Am bequemsten ist es, wenn dein Liegeplatz einen Ladeanschluss hat: So wartet das Boot auf die nächste Ausfahrt immer voll geladen. Nutzbare Zeit und Reichweite hängen stark vom Tempo ab; das langsame, gemütliche Cruisen schont den Akku deutlich mehr als dauerhaft schnelle Fahrt. Die praktischen Details zu Laden und Reichweite haben wir im Elektroboot-Guide gesammelt.
Die gute Nachricht: Der Rhythmus eines Seetages passt von Haus aus zu dieser Logik. Besteht dein übliches Programm aus einer Nachmittagsrunde, einem Badestopp und einer langsamen Rückfahrt in den Sonnenuntergang, wird die Ladeplanung eher Routine als Last. Ein paar kleine Gewohnheiten, und du merkst kaum noch einen Unterschied zum alten Tankstellen-Alltag. Viele mögen gerade das: Das Bootfahren wird planvoller und ruhiger, gleichzeitig leiser und sauberer, und eben deshalb passt es so gut zur Erholung am See.
Ein Rand auf deutschen Seen
Die Größenklasse von Rand passt nahezu perfekt auf Bodensee, Chiemsee oder Müritz: Die Leisure 28 ist genau die Art Dayboat, mit dem du einen Nachmittag mit Familie oder Freunden auf dem Wasser verbringst, statt Ozeane zu überqueren. Der leise Elektroantrieb fügt sich obendrein sehr gut in die ruhige Urlaubsstimmung an unseren Seen ein.
Es gibt aber noch ein handfesteres Argument: Auf vielen Seen im deutschsprachigen Raum sind Verbrennungsmotoren für den Privatgebrauch eingeschränkt oder ganz verboten, während reine Elektroantriebe meist zugelassen sind. Die Details und die wichtigsten Regeln findest du auf unserer Elektroboot-Seite. Aus dem Rand-Programm sind hier also die E-Versionen die realistische Wahl. Denk außerdem an den Führerschein: Bei der Motorleistung einer Leisure 28 brauchst du in Deutschland praktisch immer einen Sportbootführerschein, und am Bodensee gelten mit dem Bodenseeschifferpatent eigene Regeln. Auch die Infrastruktur wird laufend besser: Landstrom am Liegeplatz gehört in vielen Marinas inzwischen zur Grundausstattung, und das Ladenetz an den großen Seen wächst.
In der Praxis kann das so aussehen: Morgens läufst du gemütlich aus dem Hafen aus, vormittags ankerst du zum Baden in einer stilleren Bucht, nach dem Mittag geht es ans andere Ufer auf einen Kaffee, und den Sonnenuntergang erlebst du schon sanft schaukelnd auf dem Wasser. Die Größe eines Rand passt zu so einem lockeren Entdeckertag: groß genug, damit ihr bequem zu mehreren Platz habt, aber nicht so groß, dass Anlegen und Manövrieren an einem vollen Sommertag kompliziert werden. Wenn du ernsthaft über einen Kauf nachdenkst, ist ein Liegeplatz, der zu Größe und Ladebedarf des Bootes passt, eine mindestens so wichtige Entscheidung wie das Boot selbst.
Vor dem Kauf: praktische Punkte
Vor einer Entscheidung dieser Größenordnung lohnt es sich, ein paar praktische Fragen systematisch durchzugehen. Die folgenden Punkte ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit dem Händler, aber du kommst vorbereitet in die Verhandlung:
- Endpreis und Ausstattung: Die Endsumme kann je nach Antriebsstrang und Extras erheblich variieren, hol dir das konkrete Angebot deshalb immer direkt beim Händler.
- Probefahrt: Wähle nach Möglichkeit nicht nur aus dem Katalog. Ob der Charakter des Bootes zu dir passt, zeigt sich erst auf dem Wasser, und Vorführtermine sind dafür eine gute Gelegenheit.
- Liegeplatz und Laden: Überlege vorab, wo das Boot liegen soll und ob es dort eine Lademöglichkeit gibt.
- Winterlager und Wartung: Informiere dich, wie Lagerung außerhalb der Saison, Service und Akkupflege geregelt sind.
- Nutzung und Mitfahrer: Mach dir ein realistisches Bild davon, mit wie vielen Personen und für welches Programm ihr fahren würdet. Davon hängt ab, welche Konfiguration die richtige ist.
Denk auch über den Kaufpreis hinaus. Ein eigenes Boot setzt sich aus mehreren Posten zusammen: Liegeplatz, Winterlager, regelmäßige Wartung und Versicherung kommen dazu. Wie hoch diese Posten genau ausfallen, hängt von deinen Entscheidungen und den Möglichkeiten vor Ort ab, eine einzelne Zahl gibt es dafür nicht. Wer sie aber von Anfang an einplant, erlebt in der zweiten und dritten Saison weniger Überraschungen. Am Ende soll das Boot für ruhige Tage am Wasser sorgen, nicht für dauerndes Kopfzerbrechen.
Wenn du diese Punkte vorab durchdenkst, entscheidest du deutlich sicherer, und das Gespräch mit dem Händler dreht sich um die wirklich wichtigen Details statt um die Klärung der Grundfragen.




