Was ist ein Kitefoil?
Dort, wo bei einem klassischen Kiteboard die Finne wäre, sitzt beim Kitefoil ein Hydrofoil. Dieser Tragflügel hebt das Brett aus dem Wasser, und du fährst bis zu einem Meter über der Oberfläche, getragen nur vom Flügel unter dem Brett.
Kitefoil: Vorteile und Nachteile
Höheres Tempo
Der Foil senkt den Wasserwiderstand um einiges
Fliegt schon bei wenig Wind
Gerade an Seen im Binnenland ein Vorteil
Weniger Kraftaufwand
Spürbar entspannter als herkömmliches Kiten
Schnellere Manöver
Der Foil lässt sich präziser steuern
Und auf unruhigem Wasser kitet es sich mit Foil merklich leichter. Du fliegst über den Wellen, vom Gehoppel der kabbeligen Oberfläche bekommst du nichts mehr mit.
Fast ohne Geräusch über das Wasser gleiten, kaum Kraft in Armen und Beinen, dazu dieses Gefühl von Tempo: Vom Kiteboard her kennst du das so nicht.
Scharfer Hydrofoil
Erhöht das Verletzungsrisiko
Sperriger Transport
Mehr Aufwand als mit dem klassischen Kite
Höherer Preis
Den Tragflügel bezahlst du zusätzlich zum Brett
Empfindlicheres Material
Will regelmäßig durchgecheckt werden
Kitefoilen lernen
Zum Lernen solltest du mindestens 15 Knoten Wind haben. Sobald die Technik sitzt, reicht viel weniger: Geübte Kitefoiler starten schon ab 8 Knoten. Sie sind damit an Tagen auf dem Wasser, an denen du mit dem klassischen Kite gar nicht erst hinausgehen würdest.
Solide Grundlagen im Kiten musst du mitbringen. Selbst dann gilt: Lass dir Zeit. Manche stehen nach einer Viertelstunde auf dem Foil, andere brauchen zehn Stunden dafür. Helm und Prallschutzweste gehören beim Lernen unbedingt dazu, denn stürzen wirst du garantiert oft.
Viele Einsteiger halten es so: Lass den hinteren Fuß aus der Schlaufe. Die Balance findest du damit leichter, und bei einem Sturz kommst du schneller vom Brett frei.
