Zwei Fahrer auf Fliteboards gleiten bei tief stehender Sonne über flaches Küstenwasser vor einem Sandufer (Herstellerfoto, Symbolbild)

eFoil in Italien

Was Rom regelt, was die Küstenwachen draufsetzen, wer von Sardinien bis Rimini schult und wie du hinkommst

Aktualisiert:

Was Rom regelt: eine Seemeile, 16 Jahre, Haftpflicht

Am nächsten an das eFoil kommen im Codice della nautica da diporto, dem D.Lgs. 18 luglio 2005, n. 171, die „tavole autopropulse“, selbst angetriebene Bretter. Das Wort eFoil selbst kommt in keinem nationalen Gesetz vor, das für dich gilt. Art. 27 Abs. 3 lit. c lässt solche Bretter ohne CE-Kennzeichnung höchstens eine Seemeile vor die Küste, das sind 1.852 m. Dass dein Board dazu zählt, ist unsere Lesart, denn ein nationaler Text sagt es nirgends. Wie und wo solche Bretter fahren, regeln nach Abs. 6 die örtlich zuständigen See- und Binnenschifffahrtsbehörden.

Einen Führerschein verlangt Art. 39 Abs. 1 weiter als sechs Meilen draußen, auf jedem „moto d’acqua“ und innerhalb der sechs Meilen oder auf Seen erst bei Motoren über 30 kW (40,8 CV). Ein Elektromotor kommt in dem Artikel nicht vor. Unter dieser Schwelle braucht es keinen Führerschein, für Natanti aber 16 Jahre (Abs. 3 lit. b). Offen bleibt der Jetantrieb. Art. 3 Abs. 1 lit. h beschreibt das moto d’acqua als Einheit unter vier Metern, die eine Wasserstrahlpumpe antreibt und auf der man sitzt, steht oder kniet. Einem Propellerboard fehlt die Pumpe, einem eFoil mit Jet nicht. Die Küstenwache Sant’Agata di Militello beschreibt das e-foil in ihrer Verordnung 17/2025 vom 9. Juni 2025 selbst mit Jetantrieb (Art. 2) und ordnet es in Art. 16 den motorisierten Brettern ab 16 zu. Wassermotorräder lässt sie nach Art. 9 erst ab 18 und mit Führerschein aufs Wasser. Das ist ein einziges Amt, und für andere Bezirke spricht seine Verordnung nicht.

Landesweit kommen zwei Texte dazu. Art. 123 Abs. 1 des D.Lgs. 7 settembre 2005, n. 209 lässt Sportboote mit Motor nur mit Haftpflichtversicherung aufs Wasser. Unter diese Sportboote fällt dein Board wieder nur nach unserer Lesart, und ob deine Privathaftpflicht von zu Hause das in Italien abdeckt, klärst du schriftlich mit dem Versicherer. Für die Weste gilt Anlage V zum D.M. 29 luglio 2008, n. 146, neu gefasst durch das D.M. 17 settembre 2024, n. 133. Sie verlangt in Abschnitt C Nr. 2 von allen, die Segelbretter, Segeljollen, Kites, Wassermotorräder „e unità similari“ fahren, eine ständig getragene Schwimmhilfe mindestens der Klasse 50 mit CE-Zeichen, egal wie weit draußen. Das eFoil nennt sie nicht, und trotzdem fehlt die Schwimmhilfe in keinem eFoil-Kapitel einer Küstenwache, das wir durchgesehen haben.

Jeden hier zitierten Text haben wir am 28. September 2026 abgerufen; die Preise sind Listenpreise der Anbieter, Stand September 2026. Wo wir selbst einordnen, sagen wir es dazu. Eine Rechtsberatung ersetzt diese Seite nicht.

Capitaneria di porto: Badestreifen, Startkorridor, eigene Zahlen je Bezirk

Am Meer übernimmt die Küstenwache, Bezirk für Bezirk, mit einer ordinanza di sicurezza balneare, die oft jedes Frühjahr neu erscheint. Der Streifen bis 200 m vor Sandstränden und 100 m vor Steilküsten gehört in den meisten Texten den Badenden. Motorfahrzeuge queren ihn durch einen markierten corridoio di lancio, in manchen Bezirken auch senkrecht zur Küste mit abgeschaltetem Motor. Einige Bezirke haben zusätzlich ein regolamento del diporto mit eigenem Kapitel für Elektrobretter.

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Regeln italienischer Küstenwachen für eFoils
Bezirk und TextAbstandSonst noch
Olbia, Ordinanza 29/2026 (14.5.2026)Badestreifen 200 m (Sand), 100 m (Steilküste)Korridore 20 m breit, höchstens 3 Knoten
Porto Santo Stefano, Ordinanza 37/2026 (15.5.2026)200 m und 100 m in der BadesaisonDurchfahrt 8:30 bis 19:30 Uhr verboten, Korridore höchstens 3 Knoten
Rom (Fiumicino), Ordinanza 66/2025 (9.5.2025), 2026 bestätigtohne Korridor erst ab 250 mBadestreifen 200 m und 100 m
Rimini, Ordinanza 32/2024 (15.5.2024)bis 500 m weder Motor noch Segel, motorisierte Surfboards ab 1.000 mdazwischen Verdrängerfahrt, höchstens 10 Knoten
Messina, Regolamento 28/2024 (30.4.2024)300 m bis eine Seemeileab 16, Einweisung, nachts verboten
Vieste, Regolamento vom 24.6.2026200 m (Strand), 100 m (Steilküste) bis eine Seemeilenur tagsüber, ab 16, Versicherung
Gallipoli, Regolamento 72/2025 (19.6.2025)wie Viestewie Vieste
La Spezia, Regolamento 72/2023 (28.4.2023)außerhalb des Badestreifens bis 1.000 mab 16, Helm, eigene Versicherung
Savona (Finale Ligure), Regolamento 79/2022 (27.5.2022)Badesaison ab 400 m, sonst ab 300 m, höchstens 1.000 mnennt „e-bike acquatiche o simili“, fürs eFoil offen
Capri, Ordinanza 16/2026 (18.5.2026)Badezone (200 m, Steilküste 100 m) 7 bis 20 Uhr gesperrtMarina Grande und Marina Piccola rund um die Uhr
Auszüge, jede Zahl gilt nur im genannten Bezirk. Nennt ein Text das eFoil nicht, behandeln wir es wie ein Motorfahrzeug.

Eine Regel steht in keinem Text wörtlich und folgt doch aus mehreren: Wo Verdrängerfahrt verlangt ist (der Rumpf bleibt im Wasser), fliegst du nicht. Vor Rimini gilt das zwischen 500 und 1.000 m und in den Korridoren, und die 3 Knoten in den Korridoren von Olbia und Porto Santo Stefano laufen auf dasselbe hinaus. Abheben kannst du nach unserer Folgerung erst jenseits von Streifen und Korridor.

In zwei Meeresschutzgebieten bleibt das Board ganz draußen. Bei Capo Caccia und der Isola Piana vor Alghero verbietet das Disciplinare 2026 in Art. 8 Abs. 1 ausdrücklich „tavole da surf a propulsione elettrica“. Vor Sorrent, in der Area Marina Protetta Punta Campanella, schließt Art. 7 Abs. 2 des dortigen Disciplinare 2026 jedes Fahrzeug mit „hydrofoil“ aus. Abs. 1 verlangt im ganzen Schutzgebiet Verdrängerfahrt, und damit wäre das Fliegen auch ohne Abs. 2 erledigt.

Mehrere Anbieter weiter unten sitzen in Bezirken, deren Verordnungen wir nicht kennen: Porto Cervo, Alghero, Stintino, Palermo, Sciacca, Neapel, Sorrent, Genua, Viareggio, Otranto, Pesaro und Grado. Dort nennen wir Anbieter und nationalen Rahmen, die Abstände legt die jeweilige Capitaneria fest.

Seen im Norden: Gardasee, Comer See, Lago Maggiore, Ortasee

Auf den Seen regeln Regionen, Seebehörden und die Provinz Trient statt der Küstenwache. Am Gardasee entscheidet das Ufer. Im lombardischen Westen ist das „e-foil“ nach Art. 2.3 der Verordnung der Autorità di Bacino zum Beschluss Nr. 31 vom 12. Juni 2025 nur in den Badezonen verboten. Im venetischen Osten lässt die Ordinanza n. 13522 der Region Veneto vom 12. Mai 2026 „foil elettrici“ in der Badesaison zwischen 300 m und einer Seemeile fahren, nie nachts und immer mit Weste (Art. 9.1 und 9.4). Im Trentino gilt sowieso ein Motorverbot, und unter Verweis darauf verbietet die Determinazione n. 3976 vom 21. April 2026 elektrische Foils, außer mit Genehmigung. Riva und Torbole fallen damit weg. Wingfoilen bleibt dort von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang erlaubt, mit Ausnahmen.

Am Comer See steht das eFoil wörtlich in Art. 4 der Ordinanza 1/2026, die die Seebehörde in Menaggio am 20. Februar 2026 erlassen hat, und das Board darf fahren: bei guter Sicht von einer Stunde nach Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, mit 10 m Abstand und zugelassener Rettungsweste, fern von Linienschiffrouten und Häfen. Zwischen Lecco und Gera Lario zählen wir sechs Schulen.

Der Lago Maggiore hängt an einem Staatsvertrag mit der Schweiz. Dessen Reglement (SR 0.747.225.1) sagt in Art. 43 Abs. 1 über Schiffe unter 2,5 m: „sie dürfen keinesfalls mit einem Motor ausgerüstet sein.“ Ein eFoil trifft das dem Wortlaut nach, und so lesen wir den Artikel auch, am Schweizer wie am italienischen Ufer.

Der Vertrag beschränkt sich schon im Titel auf Langensee und Luganersee, der Ortasee fällt nicht darunter. Maßgeblich ist dort das Dekret der piemontesischen Regionalpräsidentin vom 22. Juni 2009, Nr. 6/R. Die ersten 100 m gehören nach Art. 2 Abs. 3 Segel-, Ruder- und Tretbooten, Segelbrettern und Fischern; wer mit Motor fährt, quert den Uferstreifen nach Abs. 4 senkrecht und mit höchstens 7 km/h. Ein eFoil erwähnt das Dekret nirgends, ein allgemeines Motorverbot enthält es auch nicht. E-Foil Experience schult an der Spiaggia Miami in Orta San Giulio, die erste Stunde kostet 120 €.

eFoil-Fahrer im Neoprenanzug auf einem weiten See, dahinter niedrige Berge
See mit Bergen (Symbolbild)

Sardinien: Posada, Costa Smeralda, Alghero, Stintino

Über drei Küstenabschnitte der Insel verteilen sich sechs Anbieter, und zwei davon bringen dir das Board gegen Aufpreis. Im Bezirk Olbia schult Nido Surf ↗ am Strand Su Tiriarzu bei Posada, zwischen San Teodoro, Budoni und La Caletta; bis Olbia mit Hafen und Flughafen fährst du mit dem Auto rund 35 Minuten. Die private Stunde kostet 140 € (ab 16, 50 bis 115 kg), zu zweit zahlt ihr 210 € für anderthalb Stunden, und Erfahrene mieten die halbe Stunde für 70 €. Für einen ganzen Tag bringt Nido Surf einen Audi e-tron Aerofoil mit zwei Akkus, ab 399 € je nach Saison plus 50 € Servicepauschale, die ersten 50 km Anfahrt inklusive.

Nördlich von Capo Bados gilt die Olbia-Verordnung nicht mehr. An der Costa Smeralda vermietet Porto Cervo Luxury Sport am Steg des Hotels Pitrizza in Liscia di Vacca Fliteboards für 20, 30 oder 60 Minuten, von Ende Mai bis Anfang Oktober und erst, wenn du in einer ersten Lektion gezeigt hast, dass du allein zurechtkommst. Was das kostet, verrät die Website nicht. Im 7 Pines Resort in Baja Sardinia führt Sealosophy Fliteboarding im Programm, und das Sea-Doo Centre Sardinia, offizieller Lift-Händler, vermietet eFoils auf Anfrage, Standorte Olbia und Poltu Quatu.

Im Nordwesten nimmt E-Surf Sardinia ↗ am Strandbad Maresport in Alghero 45 € für eine Lektion von 30 Minuten samt Einweisung und 200 € für fünf. Den halben Tag Miete gibt es für 250 € nur rund um Alghero, den ganzen für 450 €, und gegen Aufpreis liefert die Schule auf ganz Sardinien. Gleicht man die Adresse mit den Koordinaten im Disciplinare ab, liegt die Basis außerhalb des Schutzgebiets von Capo Caccia. Bei Stintino, am Strand Le Saline, kostet die Lektion der Sardinia E-Foil School auf Fliteboard 50 €: Theorie an Land plus 15 bis 20 Minuten im Wasser, mit Helm und Weste.

Vorherrschend sind Ponente und Maestrale aus West und Nordwest. Nach den Daten der sardischen Umweltagentur ARPAS aus den Jahren 1951 bis 1993 häufen sich Tage mit mehr als 13,5 m/s an fast allen Stationen von Dezember bis März, von Juni bis September sind Tage mit 8 bis 13,5 m/s häufiger. Aus dem Rahmen fällt Guardiavecchia auf La Maddalena, wo Ponente oder Maestrale an 33,8 % der Tage im Jahr über 13,5 m/s erreichen, ohne ausgeprägten Jahresgang.

Zwei Boards von Audi e-tron foil stecken mit Mast im Sand, dahinter Felsen und Meer
Audi e-tron foil Boards (Herstellerfoto, Symbolbild)

Sizilien zwischen Taormina, Mondello und Sciacca

Für die Küste von Giardini Naxos bis Messina, Taormina eingeschlossen, hat die Capitaneria Messina dem eFoil ein eigenes Kapitel gewidmet (Verordnung 28/2024, Art. 59 und 60). Neben Alter und Abständen aus der Tabelle oben verlangt Art. 59 eine Schwimmhilfe, die du die ganze Zeit trägst, eine Einweisung vor der ersten Fahrt und eine Notabschaltung, die greift, sobald die Fernbedienung das Wasser berührt oder das Board über 45 Grad kippt. In Mazzarò kostet der Anfängerkurs bei Foil Taormina ↗ auf Fliteboard 200 €, gemietet wird danach, wenn die Schule deine Kontrolle für ausreichend hält. Sicily Jet Surfing in der Bucht von Taormina verkauft die Stunde auf Lift für 150 € und auf Waydoo für 100 €, jeweils gegen Kaution. Nennt ein Anbieter an dieser Küste ein niedrigeres Mindestalter, bleibt die Verordnung maßgeblich: 16 Jahre, dazu die Regeln aus Art. 59 und 60.

Water Experience bietet in Palermo und Mondello eFoil-Sessions neben SUP an. An der Südküste betreibt Sealosophy das Wassersportzentrum des Rocco Forte Verdura Resorts bei Sciacca, mit Fliteboard und offen auch für Gäste von außen, sofern sie mindestens 24 Stunden vorher buchen. Beide Anbieter liegen außerhalb des Bezirks Messina, und die Zahlen aus Art. 60 gelten dort nicht.

Apulien: Gargano und Salento

An der Cala Azzurra, bei km 5 der Küstenstraße von Vieste nach Peschici, unterrichtet Garganosurf ↗ von April bis Anfang November. Gestartet wird durch einen öffentlichen Korridor oder durch den eigenen, den gelbe Bojen markieren. Bei Scirocco, dem zweithäufigsten Wind dort, verspricht die Schule ruhiges Wasser. Für die Privatstunde nennt die italienische Fassung der Website 120 €, die deutsche 180 €, und welcher Preis gilt, musst du bei der Schule erfragen. Das Regolamento der Küstenwache Vieste vom 24. Juni 2026 widmet Wasser-E-Bikes und eFoils das Kapitel XV und setzt in Art. 45 das Mindestalter auf 16.

Zwischen Punta Prosciutto und Diso im Salento stellt die Capitaneria Gallipoli mit der Verordnung 72/2025 dieselben Bedingungen (Art. 77 bis 79). Locals Crew schult das ganze Jahr an Spots, die mit dem Wetter wechseln, und ist von Juni bis September überwiegend in Torre San Giovanni an der ionischen Küste. Zwei Stunden an zwei Tagen kosten für eine bis drei Personen ab 16 Jahren 270 bis 570 €, Board, Helm, Weste und Haftpflicht inklusive. In Otranto verkauft Flyonboard rund eine Stunde auf Fliteboard für 120 €, Vereinsbeitrag und Neopren eingeschlossen. Otranto gehört nicht mehr zum Gallipoli-Text, und die Verordnung der dortigen Küstenwache liegt uns nicht vor.

Ligurien und Toskana, auf Elba nichts gefunden

Von Le Grazie in Porto Venere aus arbeitet SurfOn ↗, dazu in Finale Ligure und Levanto, mit Kursen, Verleih und Touren mit Begleitboot. Unter derselben Adresse verkauft die Buchungsseite efoil.boatable.it Sessions für Porto Venere, Lerici und die Cinque Terre: 150 € für 60 bis 70 Minuten auf dem Wasser bei insgesamt rund zweieinhalb Stunden, mit Privatlehrer, Neopren, Helm und Weste. Gruppen bis sechs Personen sind möglich, und Erfahrene mieten stundenweise. Die Capitaneria La Spezia, zuständig von Sarzana bis Deiva Marina, schreibt dort Helm und eine eigene Versicherung vor.

In Genua unterrichtet Maremoto auf Lift, Waydoo und Audi, in Einheiten von 30, 45 oder 60 Minuten, und vermietet Boards mit Lieferung nach Hause oder aufs Boot. Wo die Stunden stattfinden und was sie kosten, lässt die Website offen.

In der Maremma gibt PKS Maremma bei Castiglione della Pescaia Privatstunden auf Waydoo, mit Funk zum Lehrer. Mieten darf nur, wer schon eFoil gefahren ist, und ab 50 € kommt das Board zu dir. Castiglione gehört zum Bezirk Porto Santo Stefano, und der sperrt den Badestreifen in der Badesaison von 8:30 bis 19:30 Uhr für Motor- und Segelfahrzeuge. In Viareggio vermietet CSN, nach eigener Angabe offizieller Fliteboard-Service für Italien, Fliteboards laut Preisliste ohne Führerschein, für 140 € die Stunde oder 350 € den Tag. Von Kursen ist auf den Seiten keine Rede.

Auf Elba haben wir weder Schule noch Verleih gefunden. Das Tourismusportal der Insel listet Wingfoil und Windfoil, ein eFoil nicht.

Neapel, Capri, Sorrent und der Braccianosee

Das ganze Jahr unterrichtet NEM Napoli ↗ am Strand von Posillipo: eine Stunde mit rund 50 Minuten auf dem Fliteboard, ein bis drei Teilnehmer, ab 16 und bis 100 kg. Im Sommer rät die Schule zum frühen Morgen oder zum ganz frühen Nachmittag.

Capri Hydro an der Via Piccola Marina 61 verkauft die Stunde ab 190 € und vermietet Boards für 500 € am Tag, gedacht für Boote und Yachten. Die Ordinanza 16/2026 von Capri sperrt das Wasser der Marina Piccola zwischen Faraglione di Terra und Punta del Mulo Tag und Nacht für Motor- und Segelfahrzeuge. Queren dürfen sie die Badezonen nach Art. 2 Abs. 5 nur langsam durch Korridore und nur, um einen Liegeplatz oder Steg zu erreichen. Wie Capri Hydro von dort ins offene Wasser kommt, erklärt der Anbieter online nicht.

In Sorrent liegt MAKA eFoil am Peters Beach in der Marina Piccola, nahe dem Fähranleger, und fährt Lift. Der Tagesverleih kostet ab 750 €, geliefert in jede Marina von Sorrent. Für Kurse stehen auf der Website zwei Preislisten, die sich widersprechen. Die Basis liegt nach unserem Abgleich östlich des Schutzgebiets Punta Campanella, dessen Disciplinare auf die Badeordnung 2026 der Küstenwache Castellammare di Stabia verweist.

Bei Rom kennen wir nur Anbieter am Braccianosee. Dort gilt das Regolamento der Città metropolitana di Roma Capitale (Beschluss des Consiglio Metropolitano Nr. 15 vom 19. April 2021). Es verbietet in Art. 2 Abs. 3 Verbrennungsmotoren, lässt nach Abs. 4 Elektroantrieb zu und erlaubt Motorfahrzeugen in den ersten 50 m vor dem Ufer, außerhalb der Badebereiche, nur mit Genehmigung und im Manövriertempo (Abs. 1). Foils nennt es nicht, und das eFoil als Elektrofahrzeug zu behandeln, ist unsere Einordnung.

WayOutZone nimmt 150 € für die Einführung auf Lift, 15 Minuten an Land und 45 im Wasser mit Funk, der Verleih für Erfahrene kostet 110 €. Buchen können nur Vereinsmitglieder. Top Jet Surfing in Trevignano Romano verkauft 60 Minuten für 159 € auf Fliteboard, Waydoo oder dem Jetboard Radinn (mehr unter Elektro-Surfbrett), samstags und sonntags nach Buchung.

Adria: Rimini, Pesaro, Grado

Vor Rimini gelten die weitesten Abstände der Tabelle oben. In der Badesaison bleiben die ersten 500 m frei von Motor und Segel, Wassermotorräder und motorisierte Surfboards müssen 1.000 m hinaus, und dazwischen fahren alle in Verdrängerfahrt mit höchstens 10 Knoten. Fliegen darfst du dort, wenn wir die Ordinanza richtig lesen, erst jenseits von 1.000 m und wegen der Einmeilengrenze nur bis 1.852 m. Eine Ausgabe für 2026 haben wir nicht gefunden, die Zahlen stammen aus der Ordinanza von 2024. In San Giuliano Mare bietet E-Surf Rimini Kurse und Verleih auf Fliteboards an. Wo genau auf dem Wasser geschult wird, erfragst du vor der Buchung.

eWave in der Baia Flaminia von Pesaro nennt sich autorisierte Fliteboard-Schule und nimmt für die Lektion 80 €: zehn Minuten an Land, 30 im Wasser. Drei Lektionen kosten 200 €, fünf 315 €, und Erfahrene mieten 30 Minuten für 60 €. In Grado wirbt der Verein Kite Life FVG auf einer Seite von 2023 mit eigenen Elektroboards, Preise und Termine gibt es nur auf Anfrage.

Welche Region zu welcher Reise und welchem Monat passt

Für ein langes Wochenende mit dem Auto sind die Seen am Alpenrand die kürzeste Fahrt. Ans Meer ohne Fähre geht es am ehesten nach Ligurien, in die Toskana und an die Adria. Sardinien passt zu einer Woche mit Autofähre oder zu einem Flug nach Olbia mit geliefertem Board. Sizilien, Kampanien und Apulien liegen so weit im Süden, dass sich Flug und Miete vor Ort anbieten, auch wenn nach Palermo Autofähren fahren.

Im Mai hat das Meer im Mittel 17,7 °C bei Olbia bis 19,0 °C auf Capri, den Neoprenanzug packst du ein. Von Juni bis September liegt es an allen sieben Orten der Tabelle über 20 °C, dafür greifen Badestreifen und Korridore in voller Stärke. Im Oktober und November halten Palermo und Capri die Wärme am längsten, und NEM Napoli und Locals Crew unterrichten das ganze Jahr. Für Neapel und Sorrent nennt der Datendienst hinter der Tabelle unten Wasser ab 20 °C von Juni bis November, für Vieste von Juni bis Oktober.

An der Adria wird es früher kalt. Rimini ist von Oktober bis April der kühlste der sieben Orte, im Januar mit 9,9 °C, liegt im Juli und August aber im selben Bereich wie die anderen.

Tabelle seitlich wischen für weitere Spalten

Mittlere Wassertemperatur an sieben italienischen Küstenorten von April bis November
OrtAprMaiJunJulAugSepOktNov
Olbia (Sardinien)15,117,721,424,625,824,121,418,5
Palermo (Sizilien)16,018,822,926,527,425,823,020,0
Capri (Kampanien)15,919,023,226,226,825,022,219,6
Otranto (Apulien)15,118,222,625,826,524,821,318,1
La Spezia (Ligurien)15,318,322,325,425,823,921,018,4
Viareggio (Toskana)15,518,722,625,525,823,820,817,9
Rimini (Adria)13,818,423,025,926,423,419,315,4
Monatsmittel in °C nach seatemperature.info, berechnet aus Satelliten- und Messdaten der letzten zehn Jahre; keine amtlichen Messungen.

Mit Auto und Fähre nach Italien, der Akku bleibt am Boden

Aus Bayern und Tirol geht es über den Brenner. Auf der A13 zahlst du durchgehend Streckenmaut und brauchst keine Vignette, auf der A12 durchs Inntal davor schon. Das trifft, so verstehen wir die ASFINAG, alle, die bei Kufstein einreisen. Digitale Jahres- und Zweimonatsvignetten gelten nach einem Onlinekauf wegen des Rücktrittsrechts frühestens 18 Tage später, alle anderen Mautprodukte sofort. Ab dem Brenner läuft die A22 bis Modena. Aus Kärnten geht die österreichische A2 Süd Autobahn in die A23 Alpe-Adria über, 120 km von Tarvisio über Udine bis Palmanova, und ab Palmanova fährst du weiter Richtung Grado.

Aus der Schweiz führt die A2 von Basel durch den 16,9 km langen Gotthard-Straßentunnel zwischen Göschenen und Airolo nach Chiasso. Die Vignette kostet 40 Franken (Listenpreis laut ch.ch), seit dem 1. August 2023 gibt es sie auch digital, und das BAZG empfiehlt den Kauf vor der Einreise. In Italien rechnet Autostrade per l’Italia die Maut nach Kilometern und einer von fünf Fahrzeugklassen ab. Bergstrecken mit vielen Viadukten und Tunneln kosten mehr.

Autofähren fahren nach Olbia ab Genua, Livorno und Civitavecchia, nach Porto Torres ab Genua, nach Palermo ab Genua, Civitavecchia und Neapel und nach Elba (Portoferraio) ab Piombino, so die Streckenlisten von Moby und GNV im September 2026. Surfbretter auf dem Dach oder am Heck nimmt Moby ohne eigene Buchung mit. Zum Akku eines eFoils steht weder auf Mobys Fahrzeugseite noch in den Beförderungsbedingungen von GNV etwas. GNV verlangt in Art. 9.4 eine Anmeldung vorab nur für Elektro- und Hybridfahrzeuge, und auch die Erklärung nach Art. 9.5 betrifft Fahrzeuge. Caronte & Tourist, die über die Straße von Messina fährt, verbietet in Art. 8 ihrer Bedingungen explosive, entzündliche und sonst gefährliche Stoffe in Gepäck und Fahrzeug, ohne Lithium-Akkus zu nennen. Frag die Reederei deshalb vor der Buchung schriftlich.

In den Flieger kommt der Akku so gut wie nie. Die IATA lässt Lithium-Akkus von 100 bis 160 Wh nur mit Zustimmung der Airline zu, darüber normalerweise gar nicht, und ein eFoil-Akku liegt weit darüber. Wer fliegt, mietet vor Ort (siehe eFoil mieten), und Capri Hydro wie MAKA wollen dafür einen Ausweis sehen.

Häufige Fragen

Ist eFoilen in Italien erlaubt?

An den Küsten, deren Verordnungen wir kennen, und am Comer See ja, mit Auflagen. In den einschlägigen nationalen Gesetzen fehlt das Wort eFoil. Nach unserer Lesart ist es eine „tavola autopropulsa“ und darf höchstens eine Seemeile hinaus. Verboten ist es im Trentiner Norden des Gardasees um Riva und Torbole, in den Schutzgebieten Capo Caccia und Punta Campanella und, liest man Art. 43 wörtlich, auf dem Lago Maggiore.

Brauche ich in Italien einen Führerschein fürs eFoil?

Nach unserer Einordnung nicht. Art. 39 D.Lgs. 171/2005 verlangt die patente nautica erst jenseits von sechs Meilen, auf einem „moto d’acqua“ oder bei mehr als 30 kW. Ob ein Board mit Jetantrieb als moto d’acqua zählt, entscheidet kein nationaler Text. Die Küstenwache Sant’Agata di Militello führt solche Boards als motorisierte Bretter ab 16 ohne Führerschein, doch das ist die Praxis eines einzigen Amtes.

Ab welchem Alter darf man in Italien eFoil fahren?

Mit 16. So steht es in jedem Küstenwachen-Text zum eFoil, der uns vorliegt, auch wenn eine Schule weniger nennt.

Wo gibt es in Italien eFoil-Kurse am Meer?

Auf Sardinien, Sizilien und in Apulien, dazu in Porto Venere, Genua, bei Castiglione della Pescaia, in Neapel, auf Capri, in Sorrent, Rimini und Pesaro. Elba fehlt in der Liste, dort fanden wir keinen Anbieter.

Darf mein eFoil mit auf die Fähre nach Sardinien?

Moby nimmt Surfbretter auf dem Autodach oder am Heck mit, ohne dass du sie eigens buchst. Unklar bleibt der Akku. Weder Moby noch GNV erwähnen ihn in den Bedingungen, die wir durchgesehen haben, und GNV regelt dort nur Elektro- und Hybridfahrzeuge. Klär das vor der Buchung schriftlich mit der Reederei, oder miete auf der Insel: E-Surf Sardinia und Nido Surf liefern Boards aus.

Wo kann man im Oktober in Italien noch eFoilen?

Im Süden. Palermo und Capri haben im Oktober im Mittel noch 23,0 und 22,2 °C Wasser, NEM Napoli unterrichtet das ganze Jahr, Garganosurf bis Anfang November. Rimini ist im Oktober mit 19,3 °C der kühlste Ort der Tabelle.

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