Artikel 43: seit 1997 kein Motor auf Schiffen unter 2,5 m
Geschlossen wurde das Abkommen am 2. Dezember 1992 am Lago Maggiore, so steht es im Titel des italienischen Ratifikationsgesetzes Nr. 19 vom 20. Januar 1997. Seit dem 1. Juni 1997 gilt es mit seinem Reglement auf dem Langensee, wie die Schweiz den Lago Maggiore amtlich nennt, und auf dem Luganersee, auf schweizerischem wie auf italienischem Wasser. Für dein eFoil entscheidet darin vor allem ein Artikel, und der steht seit 1997 unverändert da. Zitiert nach der konsolidierten Fassung mit Stand 5. Dezember 2017, abgerufen auf Fedlex am 26. September 2026:
„Schiffe, deren Länge unter 2,5 m liegt, sowie Strand-, Schlauch- und ähnliche kleine Vergnügungs- und Spielgeräte dürfen nur in der Nähe des Ufers innerhalb eines Gürtels von 150 m vom Ufer verkehren; sie dürfen keinesfalls mit einem Motor ausgerüstet sein.“
Art. 43 Abs. 1 des Internationalen Reglements zum Abkommen zwischen der Schweiz und Italien betreffend die Schifffahrt auf dem Langensee und dem Luganersee, SR 0.747.225.1, Stand 5. Dezember 2017 (Fedlex)
Abs. 2 nimmt Paddelboote, Kanus und dergleichen ohne Motor, Rennruderboote und Segelbretter aus. Mehr Text hat der Artikel nicht, und das Wort eFoil kommt darin nicht vor. Der Motorsatz hängt auch nicht am 150-m-Gürtel: „keinesfalls“, im italienischen Text „in nessun caso“, gilt drinnen wie draußen. Ein gängiges eFoil-Board misst weniger als 2,5 m und hat einen Motor. Nach dem Wortlaut und nach unserer Lesart fällt es damit unter Abs. 1 und darf auf diesem See nicht fahren.
Die Einordnung stammt von uns. Der Artikel selbst nimmt sie nicht vor.
Für das Schweizer Wasser, nach der CIPAIS 42,6 km² und damit rund ein Fünftel der Fläche, sagen es die Behörden selbst. Die Binnenschifffahrtsverordnung (BSV, SR 747.201.1) gilt nach Art. 1 Abs. 1 auch auf den Grenzgewässern, ihr Art. 121 Abs. 5 verbietet unter anderem Schiffen unter 2,50 m den Motor, und der Bundesrat hat am 1. Februar 2023 auf die Interpellation 22.4313 geantwortet: „E-Foils und E-Surfbretter sind in der Schweiz und auf den Grenzgewässern gemäss den rechtlichen Grundlagen nicht zugelassen.“ Das Bundesamt für Verkehr schreibt in seiner FAQ, Surf- und Segelbretter mit geschlossenem Rumpf dürften nach der BSV nicht motorisiert werden, „unabhängig von ihrer Länge und unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Foils ausgeführt sind“. Den Bussenrahmen und den einen Fall, der bis vor Bundesgericht ging, behandelt mit Aktenzeichen die Seite eFoil in der Schweiz.
Auf italienischem Wasser gilt dasselbe Reglement. Art. 1 des Abkommens stellt die Schifffahrt auf beiden Seen unter seine Bestimmungen, Italien hat Abkommen und Reglement mit dem Gesetz 19/1997 ratifiziert, und Art. 19 überlässt jedem Staat den Vollzug mit den Strafen seines eigenen Rechts. Eine italienische Behörde, die das eFoil für diesen See ausdrücklich erwähnt, ist uns weder in Piemont noch in der Lombardei begegnet. Für das italienische Ufer bleibt „eFoil verboten“ eine Auslegung des Wortlauts, unsere, und keine Auskunft einer Behörde.
Einen Weg an einzelnen Bestimmungen vorbei öffnet das Reglement bei bewilligten nautischen Veranstaltungen (Art. 63 Abs. 3), und auch dann nur, solange die Schifffahrt dadurch nicht unsicherer wird. Dauernde Einschränkungen, auch bei der Zulassung bestimmter Schiffe oder Antriebsarten, beschließen nach Art. 7 Abs. 5 des Abkommens beide Staaten gemeinsam. Dass einer dieser Wege je für Elektrobretter in der Freizeit genutzt wurde, belegt keine unserer Quellen.
In Bern liegt die Motion 24.4515 („E-Surfboards und E-Foils auf Schweizer Gewässern zulassen“), eingereicht am 19. Dezember 2024. Am 19. Februar 2025 beantragte der Bundesrat, sie abzulehnen, und am 26. September 2026 war sie im Nationalrat eingeplant, ohne dass abgestimmt worden wäre. Ändert sie eines Tages die BSV, bliebe Art. 43 auf dem Langensee nach unserer Lesart trotzdem stehen, bis beide Staaten das Reglement gemeinsam ändern.
Tessin, Piemont und Lombardei: die Uferregeln obendrauf
212,5 km² Wasser, 80 % davon in Italien, bis 370 m tief, so beschreibt die Gewässerschutzkommission CIPAIS den See, nach Fläche und Volumen das zweitgrößte Seebecken Italiens. Neben dem Reglement hat jedes Ufer eigene Vorschriften. Das Nordende regelt der Kanton Tessin, das Westufer mit Cannobio, Lesa und Arona die Region Piemont, das Ostufer mit Maccagno, Luino und Ispra die Region Lombardei. Das Reglement gilt auch dort, und dass es über den regionalen Texten steht, ist unsere Lesart.
Im Tessin legt Art. 3 des kantonalen Reglements 781.110 (Stand 1. August 2026) in den Schweizer Gewässern von Ceresio und Verbano eine innere Uferzone von 150 m fest. Motorboote haben darin nichts zu suchen, außer zum Anlegen, Ablegen, Stillliegen oder um Engstellen zu passieren, und dann auf dem kürzesten Weg mit höchstens 10 km/h. Die Seite des Kantons für Gäste mit ausländischen Booten nimmt Elektroboote von dieser Uferzonenregel aus. Für Strandboote, Schlauchboote und ähnliche Vergnügungs- und Badegeräte wiederholt dieselbe Seite den Satz aus dem Reglement: In keinem Fall dürfen sie einen Motor haben. Die Ausnahme gilt dem Elektroboot, nicht dem Brett. Foil, Wing und Elektroantrieb kommen im Reglement 781.110 selbst nicht vor.
Auf der piemontesischen Seite gilt das Regionaldekret 5/R vom 22. Juni 2009. Art. 2 reserviert die ersten 150 m vor dem Ufer den Segel-, Ruder- und Tretbooten, Segelbrettern, Linienschiffen und Fischern; Motorboote queren den Streifen senkrecht mit höchstens 10 km/h, draußen gelten 45 km/h. Art. 22 Abs. 3 verweist für alles Ungeregelte auf das Gesetz 19/1997 und damit auf das Abkommen, Art. 21 setzt für Verstöße gegen das Dekret 100 bis 1.000 € an. Die Wörter Foil und elettrico sucht man im Text vergeblich. Ob ein eFoil zu den Jetskis und „ähnlichen motorisierten Geräten“ des Art. 9 zählte, steht nirgends, und die Frage stellte sich erst, wenn Art. 43 nicht gälte.
Die Gemeinden am Ufer dürfen nach Art. 22 Abs. 4 nachschärfen. Lesa, wo der Circolo del SUP seinen Strand hat, verbietet mit der Verordnung Nr. 16 vom 8. Juli 2016 Jetskis und ähnliche Geräte das ganze Jahr über zwischen Uferlinie und 250 m draußen. Von Brettern ist darin keine Rede.
Am lombardischen Ufer gilt die Verordnung O.P.G.R. 58600 vom 3. Juli 1997 für die „laghi Maggiori“ Como, Lugano, Maggiore und Iseo, mit dem Abkommen in den Erwägungsgründen. Titel I lässt im Uferstreifen der ersten 50 m auch Boote mit Elektromotor bis „3HP (2,208 Kw)“ fahren, langsamer als 5 Knoten. Ein Brett mit Motor kommt im Text nicht vor, und ob diese Konzession neben Art. 43 Bestand hat, klärt keine Quelle, die wir kennen.
Zuständig am Ostufer ist die Autorità di bacino lacuale in Laveno-Mombello. Ihre öffentliche Liste der Ordinanze und Avvisi ai naviganti zeigt 41 Verordnungen, alle aus dem Jahr 2023 und meist Hinweise zur vorsichtigen Fahrt, und in keiner davon kommen Foil, Brett, SUP, Kite oder Wing vor. Das neue Portal, auf dem die Behörde seit dem 1. Juli 2026 veröffentlicht, haben wir nicht durchsucht. Auf dem Wasser zuständig ist seit dem Dekret Nr. 73/2025 des Verkehrsministeriums eine Einsatzabteilung Seen der Guardia Costiera mit Sitz in Mailand; das italienische Becken des Lago Maggiore betreut ihr 2. Nucleo in Solcio di Lesa, mit Patrouillenbooten, einem schnellen Boot und einem Jetski. Welche italienische Sanktion ein Verstoß gegen Art. 43 selbst nach sich zieht, haben wir nirgends gefunden; das Abkommen überlässt es dem Recht jedes Staates.
Dieser und der vorige Abschnitt beruhen auf den Vorschriften, wie sie am 26. September 2026 vorlagen, und auf unserer Auslegung. Rechtsberatung ist das nicht. Zum Vergleich mit zu Hause: eFoil-Regeln für Deutschland, eFoil in Österreich für die österreichischen Seen.
Sechs Anbieter am See, und keiner nennt eine Bewilligung
Rund 800 m vor Cannobio, von der Schweiz her gesehen, liegt am Privatstrand des Lakeview Cannobio Camp & Resort das Lakeview eFoil Center ↗. Es bezeichnet sich als offizieller Aerofoils-Partner für den Lago Maggiore und setzt im Unterricht wie im Verleih die Boards ein, die früher Audi e-tron foil hießen. Kurse gibt es nur einzeln. Gemietet wird erst nach einer bezahlten Einführungsstunde, an Anfänger gar nicht, und der Vertrag kommt laut Website direkt mit dem Tourguide zustande, das Resort vermittelt nur. Preis, Alter oder Gewicht stehen weder auf der deutschen noch auf der englischen oder italienischen Seite. Follow Me Adventures ↗ gibt als Adresse die Lakeview Sport Beach an, 1 km vor Cannobio Richtung Schweiz, und führt auf der Kontaktseite die Rezeption des Resorts; wir lesen das als dieselbe Basis. Das „Let’s TRY“ dort kostet 170 € für 1 h 30, davon eine Stunde auf dem Wasser, für eine Person, und gut schwimmen musst du können.
In Lesa bewirbt der Circolo del SUP ↗ an der Erno Beach Kurse und Verleih für eFoil und E-Surf, ohne Preis und mit Änderungsdatum Juli 2025. Ob das Angebot noch läuft, ist offen. E-Foil Experience ↗ arbeitet an der Alice Beach („Villaggi, NO“, eine Gemeinde fehlt) und am Ortasee, mit einer einzigen Preisliste für beide: 120 € für die erste Stunde, ein Instruktor ist immer dabei, Mindestalter 16, höchstens 110 kg, Schwimmen Pflicht. In Ispra verkauft der Marktplatz Freedome ↗ eine eFoil-Probe ab 114 €. Sie dauert 45 Minuten, davon etwa 15 in der Gruppe an Land und 30 allein auf dem Wasser, eignet sich laut Angebot ab 14 Jahren und findet von Juni bis September statt, aber nur, wenn fünf Teilnehmer zusammenkommen. Dahinter steckt nach unserer Zuordnung der DK Summer Club am DKamping Village, und die Adresse des Treffpunkts kommt erst nach der Buchung. Aus der Schweiz wirbt Kiteswiss ↗, eine Kite- und SUP-Schule mit deutscher Website, mit „e-Foil Kurse Lago Maggiore“ auf Fliteboards, buchbar nur mit Instruktor und für höchstens drei Personen. Von welchem Ufer aus und in wessen Gewässer, sagt die Seite nicht.
Was auf keiner dieser Seiten steht, haben wir gezielt gesucht: eine Bewilligung, eine Ausnahme, eine Konzession oder den Namen einer Behörde. Nichts davon, in keiner Sprache. Veröffentlicht sind eigene Regeln zu Alter, Gewicht, Schwimmen, Helm und Versicherung. Wir schreiben nicht, dass die Anbieter illegal fahren. Wir schreiben, dass wir nicht wissen, auf welcher Grundlage sie fahren; die Antwort liegt bei ihnen, bei der Region Piemont, bei der Beckenbehörde in Laveno-Mombello und für das Schweizer Wasser beim Kanton. Auch mit Instruktor bleibt das Board ein Gerät unter 2,5 m mit Motor. Wie ein Kurs aufgebaut ist und was Verleiher an anderen Seen verlangen, beschreiben eFoil-Kurs und eFoil mieten.
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| Anbieter | Basis (Ufer) | Board | Angebot und Listenpreis | Deutsch |
|---|---|---|---|---|
| Lakeview eFoil Center | Cannobio, Resortstrand (Piemont) | Aerofoils | Einzelunterricht; Verleih nur nach bezahlter Einführungsstunde; kein Preis online | ja |
| Follow Me Adventures | Cannobio, Lakeview-Strand (Piemont) | keine Angabe | „Let’s TRY“ 1 h 30 für 170 €, eine Person | nein |
| Circolo del SUP | Lesa, Erno Beach (Piemont) | keine Angabe | Kurs und Verleih; kein Preis; Seite zuletzt Juli 2025 geändert | nein |
| E-Foil Experience | Alice Beach, Villaggi (Piemont) | keine Angabe | 1 h 120 €, 4 h 380 € (für zwei Personen gedacht), 10 h 800 €; ab 16 Jahren, bis 110 kg | nein (IT, EN) |
| DK Summer Club über Freedome | Ispra (Lombardei) | keine Angabe | 45 min ab 114 €, ab 5 Teilnehmern, Juni bis September, ab 14 Jahren | nein |
| Kiteswiss | Ufer nicht genannt | Fliteboard | halber Tag 490.-, zu zweit je 390.- (ohne Währungszeichen), nur mit Instruktor | ja |
Wingfoil und SUP: was Bretter ohne Motor auf dem See dürfen
Wing und SUP haben keinen Motor, und damit ist der zweite Halbsatz von Art. 43 für sie erledigt. Bleibt der erste: Die 150-m-Regel bindet nur Schiffe unter 2,5 m sowie kleine Vergnügungs- und Spielgeräte, und Abs. 2 nimmt „Segelbretter“ davon aus. Der italienische Text fasst die Ausnahme mit „le tavole a vela e simili“, Segelbretter und Ähnliches, weiter. Ob ein Wingfoil-Board mit Handflügel so ein Ähnliches ist, darüber schweigen die Texte, soweit wir sie kennen. Für ein SUP passt die Liste besser: Paddelboote, Kanus „und dergleichen“ ohne Motor sind vom Gürtel frei, und ein Paddelbrett darunter einzuordnen ist wieder unsere Lesart. Die Wing-Schulen am See unterrichten auf offenem Wasser. Eine Äußerung einer Behörde zum Wing ist uns weder in Italien noch im Tessin begegnet.
Was das Dekret 5/R in Art. 10 den Segelbrettern vorschreibt, übertragen wir auf den Wing, auch das eine Auslegung. Das Brett darf nur bei Tag und guter Sicht aufs Wasser, frühestens eine Stunde nach Sonnenaufgang („un'ora dopo l'alba“) und längstens bis Sonnenuntergang, mit mindestens 10 m Abstand und immer mit Rettungsweste. Gesperrt sind Linienschiffrouten und die 200 m um deren Anleger, Häfen und die 50 m vor Hafeneinfahrten, dazu Badezonen außer in abgegrenzten Korridoren. Schulen müssen sich an die Sicherheitsnormen des italienischen Seglerverbands FIV halten und eine Haftpflichtversicherung haben, die auch die Schüler deckt.
Die Lombardei verwendet in Titel IV ihrer Verordnung dieselben Worte für Tageslicht, Abstand und Weste. Segelbretter sperrt sie in Badezonen bis 100 m vor dem Ufer und in Schilfzonen. Im Tessin erlaubt Art. 8 des kantonalen Reglements das Windsurfen nur bei Tag und guter Sicht und nicht näher als 50 m an öffentlichen Anlegestellen und Hafeneinfahrten. Auf Schweizer Wasser beschränkt BSV Art. 54 Abs. 1 Segel- und Drachensegelbretter auf Tag und klare Sicht, nicht vor 08.00 und nicht nach 21.00 Uhr. Nur hat das Segelbrett der BSV nach Art. 2 einen oder mehrere kippbare, um 360° drehbare Masten, und ein Wing hat keinen. Eine Stellungnahme einer Schweizer Behörde dazu fand sich nicht.
Zwei Schutzgebiete gehen jedes Brett an. Zwischen Arona und Castelletto Ticino liegt auf rund 4 km Ufer und 157 ha die Riserva naturale dei Canneti di Dormelletto. Das Dekret 5/R verbietet jeder Einheit die Einfahrt ins Schilf und lässt die Regeln der Parks und Reservate unberührt; die eigenen Fahrregeln des Reservats haben wir nicht gelesen. Bei den Bolle di Magadino, von der Hafeneinfahrt Magadino bis zur Mitte der Verzasca-Mündung, halten Motor- und Segelboote nach der Seite des Kantons 150 m Abstand vom Ufer, Ruderboote 50 m, zur Wasservegetation gelten mindestens 25 m, und anlanden darf dort niemand.
Das SUP ordnen wir in Piemont Art. 11 zu, den kleinen Ruder- und Tretbooten. Die fahren bei ruhigem See und gutem Wetter, dürfen in den 150-m-Streifen und meiden Linienschiffrouten, die 200 m um deren Anleger, Häfen und Schilf. Auf Schweizer Wasser zählt BSV Art. 134a „Bretter zum Stand-up-Paddeln und dergleichen“ zu den wettkampftauglichen Wassersportgeräten. In der inneren und der äusseren Uferzone, nach dem Abkommen bis 150 und bis 300 m vom Ufer, brauchst du damit kein Rettungsmittel; weiter draußen genügt statt eines Rettungsmittels eine Schwimmhilfe nach SN EN ISO 12402-5:2006.

Wing- und SUP-Schulen von Cannobio bis Maccagno
In Cannobio unterrichtet die Wassersportschule von Lakeview ↗ Wingfoil für Einsteiger und Fortgeschrittene, einzeln oder in Gruppen, dazu SUP in einstündigen Gruppenkursen ab vier Teilnehmern, auch für Familien. Für den Wing steht kein Preis auf der Seite. SUPs verleiht das Resort auch an Urlauber von außerhalb, Weste und Paddel aus Fiberglas und Carbon inbegriffen: 15 € für eine Stunde, 25 € für zwei, 40 € für vier. Alle Preise in diesem Abschnitt stammen von den Websites der Schulen, Stand 26. September 2026, ohne Gewähr.
Follow Me am selben Strand nimmt für den Wing-Einstieg „Let’s TRY“ 160 €, zwei Stunden, davon eine an Land und eine auf dem Wasser, schon für eine Person. Fünf Stunden, vier davon auf dem Wasser, dauert der Komplettkurs; er kostet 370 € und findet ab zwei Personen statt. Sicher schwimmen musst du auch hier.
Am lombardischen Ufer verlangt Surfactive ↗ in Pino Tronzano 125 € für den zweistündigen Wing-Grundkurs mit Ausrüstung, Neoprenanzug und Weste, 290 € für fünf Stunden und 60 € für die Privatstunde; der SUP-Grundkurs über zwei Stunden kostet ebenfalls 60 €. Im Fuß der Website steht 2023, und die deutsche Kursseite liest sich maschinell übersetzt. Die Foilschool ↗ in Maccagno unterrichtet in Gruppen von höchstens vier Personen, stellt die ganze Ausrüstung und hat bei jedem Kurs ein Sicherungsboot draußen. Der Probekurs mit zwei Einheiten kostet 120 € pro Person, der Grundkurs mit vier 220 €, der Aufbaukurs mit sechs 300 €, und erst der enthält die ersten Flüge mit dem Foil. Wie lang eine Einheit dauert, steht nicht dabei. Mit eigener Ausrüstung kostet die Privatstunde 70 €.
Der Circolo del SUP in Lesa verleiht SUPs für 12 € die Stunde, 36 € den halben und 48 € den ganzen Tag, mit verstellbarem Paddel, Leash und Weste. Die Preisseite wurde zuletzt 2023 geändert und bewirbt noch eine Neuheit aus dem Sommer 2018, und ob die Zahlen noch stimmen, klärst du vor dem Buchen. Wenn du vorher reservierst, bringt der Circolo die Bretter an jeden Strand am Lago Maggiore, am Orta- und Mergozzosee und am Lago di Monate.
Kiteswiss verkauft unter der Ortsangabe Ascona bis Cannobio einen ganzen Wing-Tag für CHF 990 pro Person, vormittags auf dem eFoil zur „Foilkontrolle (Tow Foiling)“, nachmittags mit dem Wing. Der Vormittag hängt damit an derselben Rechtsfrage wie jedes eFoil auf diesem See.
Eine deutsche Website haben unter diesen Schulen nur Lakeview und Kiteswiss, dazu Surfactive mit einer übersetzten Kursseite. Follow Me und der Circolo schreiben Italienisch, die Foilschool Italienisch und Englisch. Einheiten, Gruppengröße und Material allgemein: Wingfoil-Kurs.

Ortasee und Comer See: die nächsten Seen mit eFoil-Angebot
Der Ortasee ist ein eigener See, nach dem Forschungsrat CNR der westlichste und kleinste der tiefen Seen am Alpensüdrand, 18,12 km² groß und bis 143 m tief. Er fließt nach Norden über die Nigoglia in den Toce ab, der in den Lago Maggiore mündet. Das Abkommen nennt im Titel nur Langensee und Luganersee, und bis Orta reicht Art. 43 deshalb nach unserer Lesart nicht.
Dort gilt das piemontesische Dekret 6/R vom 22. Juni 2009, zuletzt gelesen am 24. September 2026. Den Uferstreifen von 100 m befahren nur Segel-, Ruder- und Tretboote, Segelbretter und Fischer, Motorboote queren senkrecht mit höchstens 7 km/h, und draußen gelten 20 Knoten bei Tag und 4 bei Nacht. Jetskis und „ähnliche motorisierte Geräte“ haben eigene Zeitfenster und fahren nur jenseits der 100 m, nie zwischen der Isola di San Giulio und dem Ostufer. Kitesurf ist verboten, Verstöße kosten 100 bis 1.000 €. Das eFoil kommt im Dekret nicht vor, und ein allgemeines Motorverbot hat es nicht. Namentlich verboten ist das eFoil damit nicht, namentlich erlaubt auch nicht, und ob es als Motorboot oder ähnliches Gerät zählt, bleibt offen. Frag vor dem ersten Start bei der Region Piemont nach.
Angeboten wird das eFoil am Ortasee von E-Foil Experience an der Spiaggia Miami in Orta San Giulio, zur selben Preisliste wie an der Alice Beach und ebenfalls immer mit Instruktor. Laut Strand dauert die Saison von Mai bis September; angefahren wird über die A26 bis zur Ausfahrt Borgomanero und dann die SS229 Richtung Orta San Giulio, mit der Bahn bis Orta-Miasino. Von der Erno Beach in Lesa sind es 11 km Luftlinie, von Cannobio gut 39. Ein SUP bekommst du am Ortasee beim Circolo del SUP, der an der Spiaggia Prarolo in San Maurizio d’Opaglio eine zweite Basis hat.
Anders der Comer See, der ganz in der Lombardei liegt. In ihrer Ordinanza 1/2026 zählt die Behörde in Menaggio das eFoil beispielhaft zu den kleinen Wasserfahrzeugen und verlangt mindestens 10 m Abstand, eine zugelassene Rettungsweste und Fahrten zwischen einer Stunde nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Sechs Schulen lehren dort, und nach dem Stand vom 26. September 2026 nimmt EFOIL.FUN in Colonno 200 € pro Person für 90 Minuten auf Fliteboards, buchbar auf Deutsch, das Watersports Center Dervio 75 € für 45 Minuten ab 18 Jahren und Efoil Experience in Lecco 130 € für das TryEfoil. Trotz des ähnlichen Namens hat die Schule in Lecco eine andere Website und Adresse als E-Foil Experience an der Alice Beach. Dazu kommen das Water Experience Center in Faggeto Lario, D Lago Foiling in Dervio und das Tabo Surf Center in Gera Lario, mit Preisen auf der Seite zum Comer See.
Von Cannobio nach Lecco sind es rund 63 km Luftlinie, von Ispra 61. Der Luganersee ist keine Alternative: Er steht im selben Abkommen, und auf seinem Schweizer Teil kommt BSV Art. 121 Abs. 5 dazu.
Morgens Tramontana, nachmittags Inverna
Die Segelschule Centro Vela in Cerro di Laveno beschreibt auf einer älteren Seite das Brisenregime des Sees mit zwei Winden: Tramontana aus Norden am Morgen oder in der Nacht, Inverna aus Süden am Nachmittag, im Sommer ab dem frühen Nachmittag bis zum Abend. So läuft es nur bei Hochdruck. Zieht ein Tief durch, kommt einer der beiden, keiner oder ein ganz anderer Wind. Für den Schweizer Sender RSI ist die Tramontana eine Land- und Bergbrise, die früh am Morgen die Hänge hinab zum See fällt, und die Inverna eine Seebrise, die am späten Vormittag oder frühen Nachmittag aufkommt und den See hinaufzieht. Frischt sie auf oder bildet sie sich ungewohnt, deutet das nach RSI auf einen Wetterwechsel.
Über die Stärke sind sich die Wing-Schulen nicht einig. Surfactive in Pino Tronzano, im Norden des lombardischen Ufers, rechnet von März bis September ab dem frühen Nachmittag mit einer Inverna von 8 bis 18 Knoten. Die Foilschool in Maccagno, ein paar Kilometer weiter südlich, sieht morgens den kräftigeren Nordwind und nachmittags einen leichteren Süd. Follow Me in Cannobio legt seinen Wing-Komplettkurs auf den Vormittag. Gemessene Monatsstatistiken hat keine unserer Quellen.
Vor zwei Winden warnt Centro Vela. Der „Maggiore“ bläst aus Nordost die Seeachse entlang, kräftig und mit erheblicher Welle, und kann bis zu drei Tage anhalten, vor allem im Winter. Der „Mergozzo“ fällt vor der Isola Madre auf den See und schlägt gegen Cerro, mit bis zu 100 km/h. Zwischen den ersten Anzeichen und seiner Ankunft am lombardischen Ufer können nur wenige Dutzend Sekunden vergehen, manchmal weniger. Windhosen kommen nach derselben Schule normalerweise im August und September, seltener im Mai, jeweils nach einer langen Hitzeperiode.
Eine amtliche Messreihe der Oberflächentemperatur, Monat für Monat, ist uns nicht untergekommen. Es gibt ein Modell: seatemperature.info verbindet Satellitendaten mit Messungen vor Ort und kommt im Mittel auf 12,1 °C im April, 16,2 im Mai, 21,4 im Juni, 23,8 im Juli, 24,1 im August, 20 im September und 15,6 im Oktober. Lakeview in Cannobio beschreibt den Verlauf auf seiner Seite zur Wassertemperatur so: gegen Ostern meist ca. 15 Grad, an Pfingsten oft schon ca. 20, im September oft noch über 20, und Wassersport gehe bis tief in den Oktober, mit Neopren noch länger.
Wann Saison ist, legt keine Behörde fest. Rechne grob mit dem Frühjahr bis in den frühen Herbst; im Einzelnen entscheiden die Schulen. Die eFoil-Probe in Ispra gibt es von Juni bis September, an der Spiaggia Miami läuft die Saison von Mai bis September, und für Frühjahr und Herbst packt E-Foil Experience einen 3-mm-Neoprenanzug ins Paket.
Über Bellinzona oder Gravellona Toce an den See
Von Norden beschreibt Lakeview den Weg über die A2 (Gotthard) oder die A13 (San Bernardino) bis zur Ausfahrt Bellinzona Süd, dann über Locarno und Brissago zum Grenzübergang Valmara und auf der Uferstraße SS34 bis Cannobio. Von Süden geht es auch über die italienische A26 bis zur Ausfahrt Gravellona-Toce und auf der SS34 über Verbania. Kommst du durch die Schweiz, kauf die Vignette vor der Einreise, als E-Vignette oder zum Kleben. So rät es das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, denn an der Grenze gibt es die Klebevignette nur ausnahmsweise, an bestimmten Zollstellen.
Mit der Bahn ist von Norden Locarno der nächste Bahnhof, so Lakeview. Weiter geht es mit der FART-Linie 316 bis Brissago Post und mit der Buslinie 3 des Verkehrsbetriebs VCO bis zur Haltestelle Bivio Sant Agata; von Süden über Verbania Pallanza mit derselben Linie 3. Als Flughäfen nennt Lakeview Mailand Malpensa, mit dem Alibus weiter nach Verbania, und Zürich-Kloten, mit dem Zug weiter nach Locarno. Das Ostufer bedient die TILO-Linie S30 von Cadenazzo über Luino nach Gallarate, und ab Gallarate fährt die S50 nach Malpensa. Follow Me holt Gäste, die in Cannobio parken, nach eigener Angabe mit Boot oder Transporter ab. Ob der Treffpunkt in Ispra mit Bus oder Bahn erreichbar ist, darüber widersprechen sich Marktplatz und Club, und die Adresse gibt es erst nach der Buchung. Klär das vorher mit dem Club.
Die Schiffe der Navigazione Laghi verbinden die Orte am See, und ob ein Board mitfährt, entscheidet zuletzt der Kapitän. Das Gepäckblatt der Gesellschaft gilt seit dem 1. April 2016 und ist für keinen bestimmten See geschrieben. Auf Motorschiffen und Fähren lässt es Handgepäck bis 60 kg mit höchstens 0,80 m an der längsten Seite zu, auf Tragflügelboote und Katamarane kommt nichts, dessen längste Seite 0,60 m übersteigt. Längeres Sondergepäck, ausdrücklich „surf, tavole o vele separate“, reist als bezahlte Kategorie mit, wenn es den Betrieb nicht stört, Platz an Bord ist und der Kapitän es erlaubt. Für den Akku holst du dir vorab eine schriftliche Antwort, denn potenziell gefährliches Material ist ausgeschlossen, und ob ein eFoil-Akku darunter fällt, sagt das Blatt nicht. Lithium kommt darin gar nicht vor.




