Wingen, wenn zu Hause die Saison vorbei ist
Kitemonkey auf Fehmarn unterrichtet vom 1. April bis 31. Oktober, das Duotone Pro Center am Gardasee von März bis November. Auf den Kanaren läuft der Unterricht im Winter einfach weiter. Das Meer hat dann im Mittel etwa 19 bis 21 °C, im Januar zeigt das Thermometer nachmittags um die 21 °C, und Regen fällt an zwei bis drei Tagen im Monat. Einen vollen Neoprenanzug brauchst du trotzdem.
Den Wind liefert der Nordostpassat. Am kräftigsten ist er im Sommer, auf offenem Wasser gleichmäßig um 20 km/h, und im Osten von Gran Canaria und Lanzarote sowie im Südosten von Fuerteventura legt er noch zu. Juni, Juli und August sind dort für extremen Wind bekannt. Rund zehn Wingschulen mit eigener Basis gibt es auf den vier Inseln: eine auf Teneriffa, fünf auf Fuerteventura, eine auf Gran Canaria, drei auf Lanzarote. Was Wingfoilen überhaupt ist, erklärt die Seite Wingfoil.
Lernwasser und Könnerreviere auf den vier Inseln
Für die erste Woche mit dem Wing sind Corralejo und El Médano die einfachsten Ziele. Drei Schulen unterrichten in Corralejo, alle im selben Ort, und die Bucht ist bei Nordwind flach. Nach El Médano ist es vom Flughafen Teneriffa Süd nur ein Katzensprung, der Anfängerkurs läuft im Hafen von Granadilla. Wer schon sicher auf dem Foil steht, hat im Sommer Sotavento, die Bucht von El Médano und Pozo Izquierdo.
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| Insel und Ort | Erste Wingwoche | Wenn du schon foilst |
|---|---|---|
| Teneriffa, El Médano | Gruppenkurs im Hafen von Granadilla mit Funk und Boot, Deutsch unter den Kurssprachen (DPC) | Bucht vor dem Ort und El Cabezo, beste Zeit Juni bis September, im Hochsommer bis 7 Beaufort |
| Fuerteventura Nord, Corralejo | Flachwasser in der Bucht, SUP und Bootsschlepp bei Flag Beach, kleine Gruppen bei Line Up und Wing-Wing | Flag Beach und El Burro mit Welle, Majanicho nur für Könner |
| Fuerteventura Süd, Sotavento und Costa Calma | Privatstunden auf offenem Meer mit Jetski (René Egli), Vormittage im ION CLUB | Starkwind von Juni bis August, im Sommer bis 8 Beaufort |
| Gran Canaria, Pozo Izquierdo | Bahía de Formas: flach, weniger Wind als in Pozo (Pozowinds) | Pozo und die Playa de Vargas |
| Lanzarote, Playa Blanca und Famara | Bootsstart im Lee bei Playa Blanca, Epic an drei Lernspots | Famara mit offenem Atlantik |
Corralejo und Sotavento liegen an entgegengesetzten Enden von Fuerteventura. Buch die Schule in der Nähe deiner Unterkunft, sonst sitzt du jeden Morgen im Auto statt auf dem Brett.
Wingfoil auf Teneriffa: El Médano und der Hafen von Granadilla
Knapp südlich vom Flughafen Teneriffa Süd beginnt El Médano, Flugzeuge hörst du dort immer wieder, und zwischen den Stränden steht die Montaña Roja. Am besten ist es von Juni bis September, im Hochsommer weht es bis Stärke 7. El Cabezo mit Welle, Starkwind und Felsen ist nichts für Einsteiger. Am Muelle bläst es kräftig sideshore, gefahren wird dort bei Ebbe. Selbst der Stadtstrand, der sandig und am leichtesten zugänglich ist, verlangt etwas Erfahrung. Als Anfänger gehst du nach unserer Einschätzung mit der Schule an den Hafen von Granadilla oder an die Playa Chica.

Der Kurs des Duotone Pro Center
Vor dem DPC ist das Wasser kabbelig. Die ersten Stunden finden deshalb im Hafen von Granadilla gleich nebenan statt, mit Materialanhänger, Kleinbus und einem Zodiac auf dem Wasser. Erst führst du den Wing an Land, dann fährst du kniend auf dem Board, dann stehst du auf. Der Gruppenkurs kostet 169 € für drei Stunden, 330 € für sechs und 480 € für neun, mit Transfer, Funk und Material, höchstens fünf pro Gruppe. Deutsch ist eine der Unterrichtssprachen.
Privat zahlst du 169 € für zwei Stunden, 449 € für sechs und 699 € für zehn. Teilt ihr euch zu zweit ein Set, kostet der semi-private Unterricht 95, 270 oder 399 €. Diese Stunden laufen in der Südbucht vor dem Center, und das DPC empfiehlt sie Kite- und Windsurfern oder als Schritt nach dem Gruppenkurs. Für Aufsteiger gibt es Einzelstunden zu 99 € für eine Stunde, 175 € für zwei und 499 € für sechs. Mit dem DPC arbeitet Tenerife Windsurf Solution, am Hafen und an der Playa Chica, beides Flachwasser mit kleiner Welle, zu den gleichen Preisen und dank des milden Klimas das ganze Jahr.
Wingfoil in Corralejo, im Norden von Fuerteventura
Am Waikiki, der Playa de los Verilitos in der Bucht von Corralejo, findest du bei Wind aus Nord, Nordwest und Nordost das flachste Wasser des Orts. Bei Flag Beach und El Burro ist der Einstieg recht leicht, dafür gibt es Wellen und Felsen. Majanicho und Puerto Lajas bleiben mit größeren Wellen, starker Strömung und Felsen Reviere für Experten. An den Dünen ziehen sich die Grandes Playas neun Kilometer entlang.

Flag Beach: SUP, Bootsschlepp, VDWS-Lizenz
Flag Beach an der Playa de Corralejo verkauft Einsteigerkurse von einem bis sechs Tagen. Ein Tag kostet 120 € pro Person, mit Material, Bootsbegleitung auf dem Wasser und der internationalen Wing-Lizenz des VDWS. Tag eins bringt Windkunde, Aufbau, Übungen am Strand und dann anderthalb Stunden mit dem Wing auf dem SUP-Board. Am zweiten Tag zieht dich das Boot auf dem Foil, „wie beim Wasserskifahren“, wieder anderthalb Stunden, und am dritten kommen Wing und Foil zusammen. Der Kurs fängt bei null an, nur schwimmen musst du können.
Flag Beach nennt sich die einzige VDWS-Station im Norden der Insel. Mit der Lizenz leihst du auch an anderen Stationen Material, vom spanischen Recht verlangt wird sie nach unserer Lesart nicht. Privatstunden eins zu eins gibt es ab 75 €, und wer ohne Foil anfangen will, fragt nach dem Wingsurfkurs, dessen Preis die Schule auf Anfrage nennt.
Kleine Gruppen bei Line Up, Privatstunden bei Wing-Wing
Line Up Water Sports unterrichtet in der flachen Bucht mit F-ONE-Material und Funk: zwei Stunden ab 100 €, Transport inklusive, zwei bis vier Schüler pro Lehrer, laut Schule ab 15 Jahren. Einsteiger beginnen mit Theorie, Sicherheit und dem Führen des Wings, und für Fortgeschrittene gilt derselbe Einstiegspreis. Die Website ist englisch.
Wing-Wing Fuerteventura nimmt höchstens zwei Schüler, der Lehrer foilt neben dir, und Helm, Prallschutzweste, Neopren und Schuhe sind dabei. Gefahren wird an der Nordküste, wo es an dem Tag am besten passt, auf Englisch, Französisch oder Spanisch. Eine Session mit dem Foil-Assist von MantaFoils kostet dort 100 €.
Sotavento und Costa Calma im Süden
Sotavento heißt Lee. An der Playa de Sotavento liegt eine flache Lagune von etwa vier Kilometern Länge und bis zu 200 Metern Breite, deren Ausdehnung die Tide bestimmt. Seit Jahrzehnten trägt die PWA hier einen Wettbewerb aus. Auf dem offenen Meer davor steht der Wind schräg ablandig von links, im Sommer mit bis zu 8 Beaufort, und das Wasser ist etwas kabbelig.
Für Wing-Anfänger ist die Lagune aus unserer Sicht kein Foilwasser. Der schräg ablandige Wind erklärt nach unserer Lesart auch, warum die Schulen hier mit Boot oder Jetski unterrichten. Vom Flughafen nach Costa Calma bist du gut eine Stunde mit dem Auto unterwegs.
René Egli: erst mit Schwert, dann auf dem Foil
René Egli an der Playa de Sotavento bei Costa Calma unterrichtet privat auf offenem Meer mit Jetski, auf Material von North, mit Neopren, Weste, Helm und Materialversicherung, laut Schule ab 15 Jahren und 50 kg. In den Stufen A1 und A2 steuerst du den Wing auf einem Board mit Schwert, noch ohne Foil. Das kommt mit F1, und F2 bringt Höhe halten und Halsen. Zwei Stunden privat kosten 270 € (240 € ohne Wingmaterial), eine Stunde „Beachfly“ an Land in der Gruppe 75 €. Die Website ist deutsch, garantierte Kurssprache ist Englisch. Jeder Kurs hängt am Wetter, und die Schule rät, im Voraus zu buchen. Ein Leihset gibt es vor Ort, wenn eins frei ist, und es kostet 90 € für ein bis zwei Stunden und 110 € für den ganzen Tag.
ION CLUB Costa Calma
Im ION CLUB gibt es Wing nur in Costa Calma, nicht in Risco del Paso. Vormittags sind die Einsteiger dran, nachmittags die Fortgeschrittenen, und bei stärkerem Wind ist Speedfahren auf Flachwasser angesagt. Preise für Wing nennt der Club nicht. Ein Shuttle pendelt täglich zwischen Costa Calma, Risco del Paso und den Strandhotels am Sotavento, den Platz reservierst du am Vorabend.
Gran Canaria: Lernbucht neben dem Weltcupspot
Pozo Izquierdo im Osten der Insel ist Starkwindwasser und seit mehr als drei Jahrzehnten Station des PWA-Windsurf-Weltcups. Gelernt wird vier bis fünf Kilometer entfernt in der Bahía de Formas (Cueva Laya): flaches Wasser, Sand bei Ebbe, weniger Wind. Pozowinds nimmt dort höchstens drei Einsteiger pro Lehrer, beginnt am Simulator an Land und lässt dich den Wing zuerst auf einem Windsurfboard führen, aufs Foil geht es später. Fünf Lektionen mit zusammen zehn Stunden kosten 198 € mit Material, Neopren, Schuhen, Trapez, Weste und Helm.
Fortgeschrittene bekommen bei Pozowinds zwei Stunden Einzelcoaching ohne Material für 50 €. Geliehen wird Material von Duotone, Core und Armstrong, jeweils für zwei Stunden am Tag: 50 € für einen Tag, 97 € für zwei, 232 € für fünf und 317 € für sieben.
Die Playa de Vargas in Agüimes ist ein Windsurfstrand mit Kieseln, viel Wind und mäßiger Welle, erreichbar über die Ausfahrt Kilometer 32 der C-812. Windsurfmaterial kannst du dort leihen. Wir sehen Vargas als Spot für Leute, die schon allein foilen, zum Lernen taugt er nach unserer Einschätzung nicht.
Lanzarote, von Famara bis Playa Blanca
Epic Lanzarote unterrichtet an der Laguna de La Santa, in Costa Teguise oder an der Playa Honda, den Spots, die die Schule zum Lernen für am sichersten hält. Zwei Stunden in der Gruppe zu viert kosten 100 € und setzen erste Erfahrung voraus, privat 150 €, drei Tage mit sechs Stunden 300 €, jeweils mit Wing, Foil, Board, Neopren, Helm, Weste und Versicherung.
An der Caleta de Famara mit ihren sechs Kilometern Sand weht der Passat schräg auflandig, und die Schule vor Ort hält das für sicher zum Lernen. Volcano Kite wählt jeden Tag zwischen einer Lagune mit Flachwasser und dem offenen Ozean. Zwei Stunden kosten in der Gruppe mit fünf Schülern 100 €, privat 180 €, Material, Leash, Helm, Neopren und Versicherung inklusive. Famara selbst halten wir für Wellenwasser und den offenen Atlantik, als Einsteiger folgst du der Schule ins Flache.
Start vom Boot bei Playa Blanca
Im Süden unterrichtet WingFoil Playa Blanca im Lee, in den flachen Buchten um die Marina Rubicón, bei Las Coloradas oder Papagayo, je nachdem, wo der Wind an dem Tag passt. Die Buchten sind flach und ohne Welle. Einen Strandstart gibt es nicht: Vom ersten Tag an startest du neben dem Boot im tiefen Wasser. Lektionen beginnen bei 90 €, vom zweistündigen Schnupperkurs bis zur Woche, mit Neopren, Abholung und kleinen Gruppen oder privat, und das Team spricht unter anderem Deutsch. Ein komplettes Leihset für Fortgeschrittene kostet 95 € am Tag. Mit der Fähre bist du in 25 oder 35 Minuten in Corralejo.
Listenpreise der Schulen auf den Kanaren
Nach den Preislisten der Schulen kostet eine erste Lektion grob 75 bis 170 €, ein ganzer Leihtag mit komplettem Set etwa 80 bis 115 €. Wie viel Wasserzeit darin steckt, ist sehr verschieden. Die 75 € bei René Egli sind eine Stunde an Land, die 198 € bei Pozowinds zehn Stunden.
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| Schule | Ort | Angebot | Preis |
|---|---|---|---|
| René Egli | Sotavento | 1 h Gruppe an Land | 75 € |
| WingFoil Playa Blanca | Lanzarote | Lektion mit Boot | ab 90 € |
| Line Up | Corralejo | 2 h | ab 100 € |
| Volcano Kite | Famara | 2 h Gruppe / privat | 100 € / 180 € |
| Epic Lanzarote | Lanzarote | 2 h Gruppe / privat | 100 € / 150 € |
| Flag Beach | Corralejo | 1 Kurstag | 120 € |
| Duotone Pro Center | El Médano | Gruppe 3 h / 9 h | 169 € / 480 € |
| Pozowinds | Bahía de Formas | 5 Lektionen, 10 h | 198 € |
| René Egli | Sotavento | 2 h privat mit Material | 270 € |
| Flag Beach | Corralejo | Leihset 1 Tag / 7 Tage | 80 € / 280 € |
| WingFoil Playa Blanca | Lanzarote | Leihset 1 Tag | 95 € |
| Duotone Pro Center | El Médano | Leihset 1 Tag / 7 Tage | 115 € / 495 € |
| René Egli | Sotavento | Leihset 1 Tag | 110 € |
| Pozowinds | Pozo Izquierdo | Leihset 2 h pro Tag, 7 Tage | 317 € |
Leihen ist hier eine Sache für Leute, die schon fahren. Das DPC, Flag Beach und WingFoil Playa Blanca geben Material nur an Erfahrene heraus, das DPC auch nach mindestens einer Kursstunde im eigenen Haus. Als Einsteiger buchst du erst den Kurs. Bei Flag Beach gibt es den Wing allein für 45 € am Tag und eine Versicherung fürs Leihmaterial. Neopren ist bei den meisten Schulen im Preis, bei Flag Beach und Line Up fragst du bei der Buchung danach.
Passatwind in Corralejo, Monat für Monat
Im Juli erreicht der Wind an Flag Beach in Corralejo nach Modelldaten an 72 % der Tage mindestens 14 Knoten, im Oktober nur an 25 %. Am Strand weht es oft mehr als im Modell. Die Zahlen gelten für diesen einen Spot, jeder andere hat seinen eigenen Charakter.
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| Monat | Tage mit 14 Knoten und mehr |
|---|---|
| Januar | 45 % |
| Februar | 48 % |
| März | 55 % |
| April | 60 % |
| Mai | 64 % |
| Juni | 68 % |
| Juli | 72 % |
| August | 60 % |
| September | 39 % |
| Oktober | 25 % |
| November | 31 % |
| Dezember | 40 % |
Eine Kurswoche im Winter geht gut auf, wenn du Reservetage einplanst. Von Dezember bis März kommen in Corralejo grob an 40 bis 55 % der Tage 14 Knoten zusammen, im Oktober und November nur an 25 bis 31 %. Juni bis August gehört nach unserer Lesart denen, die schon fliegen, am Sotavento und in Pozo mit Starkwind. Einsteiger lernen dann auf dem ruhigeren Wasser, das die Schule aussucht, und am besten vormittags, so wie im ION CLUB Costa Calma.
Im September und Oktober liegt das Meer bei etwa 23 °C.
Eine erste Wingwoche, Tag für Tag
Ein Gerüst für Corralejo mit dem Kurs von Flag Beach. Den Takt gibt der Wind vor, jeder Tag kann sich verschieben.
- Tag 1: Theorie, Aufbau, Übungen am Strand, dann der Wing auf dem SUP-Board.
- Tag 2: Das Boot zieht dich auf dem Foil.
- Tag 3: Wing und Foil zum ersten Mal zusammen.
- Tag 4 und 5: weitere Kurstage, wenn der Wind passt.
- Tag 6: Reserve für einen verpassten Windtag.
- Tag 7: Pause, bei Flaute ein Tag auf dem eFoil.
Auf Teneriffa nimmst du beim DPC dreimal drei Stunden im Hafen von Granadilla für 480 € und lässt zwischen den Terminen Luft, denn die Zeiten wandern mit Wind und Tide. Wie ein Kurs aufgebaut ist und wie viele Termine du ungefähr brauchst, steht unter Wingfoil-Kurs.
Wenn du schon allein foilst
Dann leihst du bei Flag Beach oder beim DPC, fährst morgens in der Bucht und hebst dir die Nachmittage und den Sommer für den stärkeren Wind am Sotavento, in El Médano oder in Pozo auf. Bei Flag Beach kosten sieben Tage mit komplettem Set 280 €, beim DPC 495 €.
Was das spanische Recht vom Wingfoiler will
Ein Kennzeichen braucht dein Board nicht. Das RD 1435/2010 zählt in Art. 2 q) „tablas a vela“ und ähnliche Geräte zu den „artefactos flotantes o de playa“, die nach Art. 3.2 nicht registriert werden, und ein Wingboard kommt ihnen nach unserer Lesart am nächsten.
Seit dem 1. Oktober 2026 gilt der neue Art. 10 des RD 875/2014, eingeführt durch Art. 4 des RD 1188/2025 vom 26. Dezember (BOE Nr. 314 vom 30.12.2025). Artefactos flotantes o de playa brauchen danach keinen Befähigungsnachweis (Art. 10.1 c), bei Tag und höchstens 2 Seemeilen vom Hafen, von der Marina oder vom Strand entfernt, an dem du startest. Art. 10.3 verlangt dafür 18 Jahre. Ein Wingfoiler fährt in diesen Grenzen, so wie wir den Text lesen, ohne Schein. SBF oder VDWS-Lizenz spielen in Spanien rechtlich keine Rolle. Unterricht gibt es laut Schule ab 15 Jahren (René Egli, Line Up).
Strenger sind die Badezonen. In gebojten Badezonen verbietet Art. 73.1 des RD 876/2014 Sport- und Freizeitschifffahrt und Fahrzeuge mit Segel oder Motor; ohne Bojen reicht die Badezone nach Art. 73.2 200 m vor Stränden und 50 m vor der übrigen Küste, bei höchstens drei Knoten. Das „a vela“ erfasst nach unserer Lesart den Wing. Das kanarische Decreto 116/2018 vom 30. Juli (BOC Nr. 152 vom 7.8.2018) nennt dieselben Abstände und schließt in Art. 8.3 jedes artefacto flotante o de playa grundsätzlich aus gebojten Badezonen aus. Den Sicherheitsplan für die Strände stellt nach Art. 5 und 6 jede Gemeinde selbst auf, die Bojen sind damit, soweit wir sehen, eine örtliche Sache. Das RD 1043/2003 für Motorfahrzeuge über 10 Knoten betrifft den Wing ohne Motor nach unserer Lesart nicht, für das eFoil siehe eFoil-Regeln.
Seegraswiesen und Wale
Drei Natura-2000-Meeresgebiete liegen an Wingspots: die Sebadales del sur de Tenerife, die Playa de Sotavento de Jandía und die Sebadales de Corralejo. Die Orden ARM/2417/2011 verbietet dort das Ankern auf Seegras und lässt die Durchfahrt frei, fahren darfst du unserem Verständnis nach. Um Wale und Delfine zieht das RD 1727/2007 einen beweglichen Schutzraum von 500 m mit einer Ausschlusszone von mindestens 60 m, und durch eine Gruppe fährst du nie. Taucht eine Finne auf, hältst du an, bleibst auf Abstand und fährst langsam weg.
Anreise auf die Kanaren mit dem Wing als Sportgepäck
Aus Deutschland und der Schweiz gibt es Direktflüge auf alle vier Inseln, aus Österreich nach Teneriffa Süd, Fuerteventura und Gran Canaria; welche Strecke zu deiner Reisezeit geht, sagt der Flugplan. Nach Corralejo fährt die Buslinie 6 von Puerto del Rosario, auf Gran Canaria bringt dich die Linie 60 von Global vom Flughafen nach Las Palmas. Fähren verbinden Gran Canaria mit Teneriffa in 80 Minuten und mit Fuerteventura in zwei Stunden.
Ein Wing hat keinen Akku, die Flugregeln für den eFoil-Akku betreffen dich nicht. Board, Foil und Wing reisen als Sportgepäck nach den Regeln deiner Airline. Leihen spart die Tasche, setzt aber Erfahrung voraus. Preise für ein eigenes Set stehen unter Wingfoil-Set.
Tage ohne Passat
Schläft der Wind ein, bieten dieselben Küsten das eFoil an: Line Up in Corralejo, das DPC in El Médano und René Egli am Sotavento. Das DPC nennt es eine gute Vorbereitung aufs Wingfoilen. Schulen, Preise und Regeln dafür stehen unter eFoil auf den Kanaren.
Für einen Ruhetag am Strand suchst du die Küsten im Schatten des Passats: die Costa Adeje auf Teneriffa, Mogán und Amadores auf Gran Canaria, Papagayo auf Lanzarote. Dort rechnen wir mit weniger Wind, nur Playa Blanca bleibt mit dem Boot ein Wingrevier. Weitere Reviere sammelt die Übersicht eFoil-Spots.
