Sachsen sortiert Foils nach Antrieb, Wing frei und Motor nur mit Ausnahme
Die Tagebauseen im Süden der Stadt sind Landesgewässer, und Bundesrecht allein bringt dich dort nicht aufs Wasser: Für diese Seen schreibt die Sächsische Schifffahrtsverordnung (SächsSchiffVO) vom 12. März 2004 eigene Regeln; die Änderung zum 31. Mai 2026 hat nur Verweise auf Bundesrecht aktualisiert.
Für eFoiler zählt vor allem ein Absatz, § 7 Abs. 3 SächsSchiffVO. Satz 2 im Wortlaut: „Das Benutzen von Amphibienfahrzeugen, Unterwasserfahrzeugen, Wassermotorrädern, Wasserbikes, Wasserkatzen und ähnlichen Kleinfahrzeugen, unabhängig von ihrer Antriebsart, ist verboten.“ Satz 3 lässt einen Spalt offen, nämlich „Ausnahmen kann die zuständige Wasserbehörde auf dafür ausgewiesenen Gewässerabschnitten gestatten.“ Dass unter deinem Brett ein Elektromotor sitzt und kein Benziner, spielt nach diesem Wortlaut keine Rolle.
Ob ein eFoil zu den „ähnlichen Kleinfahrzeugen“ zählt, ist in Sachsen entschieden. Im März 2023 kündigte das Wirtschaftsministerium den „Modellversuch Foilen“ an. Für die Saison von April bis Mitte Oktober 2023 ließ er „Foilen, Wing-Foilen und Foil-Surfen“ genehmigungsfrei zu, stellte Kite-Foilen dem Kite-Surfen gleich und nahm vier Gewässer aus Naturschutzgründen aus. Vom eFoil stand in dieser ersten Mitteilung nichts. Seit März 2024 läuft der Versuch ganzjährig und bis zur Neufassung der Verordnung dauerhaft, und die Mitteilung vom 28. März 2024 sortiert die Motorvariante ein: „Das Kite-Foilen und das E-Foilen werden ebenso als technologische Ausprägung ihrer Sportarten betrachtet. Die Sportarten fallen weiterhin unter den § 7 Abs. 3 SächsSchiffVO und können durch die Schifffahrtsbehörde auf ausgewiesenen Gewässerabschnitten gestattet werden.“ Im selben Text steht der Satz, dem diese Seite ihren Anlass verdankt. „Für E-Foiler bietet das Revier des Störmthaler Sees geeignete Flächen.“
Die „Sächsischen Handlungshinweise zum Umgang mit Foilsurf-Konstruktionen“ (Stand 25. März 2024) machen daraus Fallgruppen: SUP-Foil, Segelfoil und Wingfoil sind dem Windsurfen gleichgestellt und brauchen keinen Antrag, sofern der See dem Gemeingebrauch unterliegt; das eFoilen ist „eine Konstruktion mit einer zusätzlichen Antriebsart, welche in Analogie zu Wassermotorrädern oder auch Wasserbikes Kleinfahrzeug gleichzustellen ist“. Weil der Gemeingebrauch nach § 16 Abs. 1 Satz 1 SächsWG nur Fahrzeuge ohne maschinellen Antrieb umfasst, braucht ein eFoil beides, die schifffahrtsrechtliche Ausnahme und eine gesonderte wasserrechtliche Gestattung.
Welche Stelle die Ausnahme erteilt, steht in den Texten nicht einheitlich. Die Verordnung sagt „die zuständige Wasserbehörde“, die neueren Behördentexte bis hin zu einer Allgemeinverfügung der Landesdirektion vom Dezember 2025 sagen „Schifffahrtsbehörde“, und das ist nach § 2 Abs. 3 SächsSchiffVO die Landesdirektion Sachsen. Wir verstehen die Texte so, dass der Antrag an die Landesdirektion geht und die wasserrechtliche Gestattung an die untere Wasserbehörde. Den bundesweiten Rahmen erklärt die Seite eFoil-Regeln in Deutschland, für Sachsen ist er nur die halbe Geschichte. Ohne Papier zu fahren ist nach § 16 Abs. 2 Nr. 2 SächsSchiffVO eine Ordnungswidrigkeit, und dass jemand hinschaut, zeigt der Auswertungsbericht 2023. Auf dem Berzdorfer See wurden „an den zwei vermerkten Tagen sechs Kite-Surfer und ein E-Foiler festgestellt“, beides dort nicht genehmigt, und „E-Foiler wurden auch auf weiteren Gewässerflächen festgestellt, für die keine entsprechende Genehmigung besteht“.
Was auf Störmthaler, Cospudener, Markkleeberger und Zwenkauer See für Motoren gilt
Das Leipziger Neuseenland ist eine Bergbaufolgelandschaft mit einem Gewässerverbund von rund 220 km. Alle Seen sind öffentlich zugänglich, was laut der FAQ des Leipziger Neuseenlands nicht heißt, dass überall gebadet, gepaddelt oder Wassersport getrieben werden darf. Die Tagebauseen sind rechtlich künstliche Gewässer, den Gemeingebrauch lässt die untere Wasserbehörde per Allgemeinverfügung zu, und der deckt nur kleine Fahrzeuge ohne maschinellen Antrieb; Motoren brauchen eine wasserrechtliche Einzelgestattung nach § 5 Abs. 3 SächsWG.
Für Boote ist das längst organisiert. Auf dem Cospudener und dem Markkleeberger See sind Elektromotoren generell gestattet, für Hainer, Störmthaler und Zwenkauer See vergeben die Hafenmeister Kontingente für Boote mit Viertakt-Benzin- oder Elektromotor an Privatpersonen, nicht an Gewerbe. Ein eFoil hat davon nichts, denn diese Freigaben betreffen Boote, und das Verbot der „ähnlichen Kleinfahrzeuge“ in § 7 Abs. 3 steht daneben unverändert.
Der Störmthaler See liegt in der Gemeinde Großpösna im Süden Leipzigs: 7,33 km² Wasserfläche, bis zu 55 m tief, Badewasser „gut“ nach EU-Richtlinie, Segelhafen am Südufer. Freigegeben ist er seit dem 27. April 2014 durch eine Allgemeinverfügung des Landratsamts, der Gemeingebrauch umfasst laut Gemeinde „das Baden und Fahren mit kleinen Fahrzeugen ohne Motor“. Westlich der Göhrener Insel, zwischen Insel und Festland, darf niemand fahren, die Insel ist nicht zu betreten, und südöstlich von ihr liegt eine Untiefe, auf der das Wasser zu ungünstigen Zeiten weniger als einen Meter hoch steht. Für ein Foil, dessen Mast und Flügel unter dem Brett hängen, ist das eine reale Gefahr. Der Kanal hinüber zum Markkleeberger See ist wegen Böschungsschäden an der Kanuparkschleuse seit März 2021 gesperrt, sein Sperrbereich ist laut Landratsamt durch Seezeichen von der nutzbaren Seefläche abgegrenzt.
Der Cospudener See, 4,36 km² und bis zu 54 m tief, hat die längste Motorgeschichte: Gemeingebrauch seit dem Jahr 2000, Elektrofahrzeuge für jedermann seit dem Jahr 2008, dazu 135 Boote mit Verbrenner und Einzelgenehmigung (letzte Erfassung Juni 2024). Die Allgemeinverfügung für kleine Elektrofahrzeuge vom 25. Juli 2008 erlaubt auf dem ganzen See höchstens 10 km/h, und bei 10 km/h kommt kein eFoil aus dem Wasser. Am 9. Dezember 2025 hat die Landesdirektion den Nordteil für fertiggestellt erklärt und ganzjährig für Fahrgastschiffe sowie motorlose und motorgetriebene Sportboote freigegeben. Hinweis 4 der Verfügung stellt klar, dass die Verbote des § 7 Abs. 3 SächsSchiffVO davon unberührt gelten; „ohne gesonderte Ausnahmegenehmigung der Schifffahrtsbehörde“ bleibt das Benutzen von Wassermotorrädern, Wasserbikes, Wasserkatzen und ähnlichen Kleinfahrzeugen verboten. Der Widerspruch der Umweltverbände, der die Verfügung laut Leipziger Internet Zeitung Anfang 2026 vorerst ausgesetzt hat, ändert daran nichts, denn das Verbot steht in der Verordnung selbst.
Markkleeberger See (2,52 km², 57 m tief) und Zwenkauer See (48 m tief) folgen demselben Muster: Die Verordnung des Landkreises Leipziger Land vom 28. März 2007 und die Allgemeinverfügung für den Zwenkauer See vom 20. April 2015 in der Fassung vom 12. September 2022 lassen im Gemeingebrauch nur kleine Fahrzeuge „ohne eigene Triebkraft“ beziehungsweise „ohne maschinellen Antrieb“ zu, Windsurfer eingeschlossen. Von eFoils steht in keinem der beiden Texte ein Wort, und was der Gemeingebrauch nicht nennt, ist nicht frei.
VINETA am Störmthaler See: der einzige geprüfte eFoil-Kurs bei Leipzig
Mitten auf dem Störmthaler See steht die VINETA, ein Bauwerk mit 15 m Traufhöhe, das an die Kirche von Magdeborn und die Dörfer erinnert, die dem Tagebau Espenhain weichen mussten. Betreiber ist das Krystallpalast Varieté Leipzig, und von ihm stammt das eFoil-Angebot am See, das einzige, das sich mit Preis und Ablauf belegen lässt.
Gefahren wird auf einem Brett, das VINETA „Oukai/Lift eFoil Cruiser“ nennt; die Cruiser-Modelle von Lift sind das große, stabile Einsteigerformat der Marke. Etwa eine Stunde auf dem Wasser plus Einweisung (wie so eine Stunde abläuft, zeigt der eFoil-Kurs), Personengewicht bis etwa 110 kg, Treffpunkt 20 Minuten vor Beginn am Strand unterhalb des VINETA-Bistros auf der Magdeborner Halbinsel (Alte F 95 Nr. 1, 04463 Großpösna), Umkleide am Bistro. In die Tasche gehören Badekleidung, ein T-Shirt fürs Wasser, Badeschuhe und ein Handtuch, Neopren falls vorhanden. Ein Mindestalter nennt die Seite für das eFoil nicht, für das Flyboard schon (unter 16 nicht zugelassen).
Der erste Termin kostet 149 €, jeder Folgetermin 99 € (Listenpreise der VINETA mit Stand 24. September 2026, der für jeden Preis auf dieser Seite gilt). Gebucht wird ausschließlich per E-Mail über die Adresse auf der Angebotsseite vineta-stoermthal.de ↗, und Änderungen wegen Wetter oder Technik behält sich VINETA kurzfristig vor.

Wie das Angebot rechtlich abgesichert ist, sagt keine Quelle ausdrücklich. Die Gemeinde erklärt die auf ihrer Seite vorgestellten touristischen Angebote pauschal für genehmigt, ohne das eFoil zu nennen, und auf der Partnerseite der VINETA steht ein Jetski-Verleih „in einem gekennzeichneten Bereich von 100m x 100m“, eine markierte Zone für motorisierte Kleinfahrzeuge existiert am See demnach. Eine veröffentlichte Entscheidung über einen ausgewiesenen Gewässerabschnitt liegt uns nicht vor. Als Besitzer eines eigenen Boards leitest du aus dem Kurs kein Recht ab, dort selbst zu fahren.
Dieselbe Partnerseite verweist für Miete und Kauf von eFoils auf einen auswärtigen Händler, dessen eigene Standortliste keinen Ort in Sachsen enthält. Ob am See überhaupt vermietet wird, klärst du vorher mit der VINETA.
Was den übrigen Treffern für eFoil in Leipzig fehlt
Auf den ersten Blick versprechen die Treffer für „efoil leipzig“ oder „efoil sachsen“ mehr als den einen Kurs am Störmthaler See. Zu Ende gelesen fehlt jedem von ihnen dasselbe, ein benanntes, für eFoils freigegebenes Gewässer in Sachsen.
Gadgets4Rent verkauft einen „eFoil Kurs Leipzig“ ab 199 € für die Region um Leipzig, bis zu 90 Minuten Flugzeit je nach Modell, mit Trockenkurs und Pausen bis zu drei Stunden. Einen See, einen Strand oder eine Adresse nennt die Seite nicht. Unter der Überschrift „Beliebte Spots in Leipzig“ nennt dieselbe Seite Elsterufer, Kulkwitzer See, Cospudener See und das Ufer am Elsterflutbett und versieht die Liste im nächsten Satz selbst mit dem Vermerk: „Nach unserem aktuellen Stand ist das Befahren dieser Gewässer mit eFoils nicht erlaubt oder ungeklärt.“ Hinter dem Angebot steht ein Kölner Unternehmen, das Besitzer privater eFoils als Partner wirbt, und ohne schriftlich genannten Startplatz bleibt das Angebot ein Versprechen ohne Adresse.
Der Ratgeber „eFoil in Sachsen“ von Luxury Gadgets führt zu Kursen in Aseleben am Süßen See bei Halle, in Sachsen-Anhalt: von Leipzig aus nah, aber weder in Sachsen noch im Neuseenland. Derselbe Text behauptet, auf ausgewiesenen Seen wie dem Störmthaler See dürfe man ohne spezielle Genehmigung eFoilen; die Ministeriumstexte sagen etwas anderes, eFoilen „kann“ gestattet werden, mit schifffahrtsrechtlicher Ausnahme und wasserrechtlicher Gestattung.
Für Dresden gibt es noch weniger: Die Dresden-Seiten von Gadgets4Rent und Luxury Gadgets antworten mit einem Fehler 404, eFoil Riders führt auf seiner Deutschlandseite keinen sächsischen Standort, und an der Elbe selbst schult, soweit wir sehen, niemand. Unter eFoil mieten stehen die bundesweit geprüften Schulen, und von Leipzig aus ist Berlin die nächste größere eFoil-Region.
Die Wassersportschulen an den Seen bieten kein eFoil, dafür das, was in Sachsen ohne Antrag geht, allen voran das Wingfoil (den Einstieg beschreibt der Wingfoil-Kurs). Die Surfschule Leipzig (VDWS) unterrichtet Windsurfen, Wingsurfen und SUP am Störmthaler See, Saison Juni bis September, am Strand beim Grunaer Weg in Dreiskau-Muckern. Das Surfcenter Leipzig am Zöbigker Hafen des Cospudener Sees (Pier 1, Hafenstraße 23a, Markkleeberg) fährt von Ende April bis Mitte Oktober Windsurfen, Wingfoilen und SUP und gibt Pumpfoil-Kurse; ALL-on-SEA am Markkleeberger See macht Segeln, Windsurfen, Kanu und SUP.
Tabelle seitlich wischen für weitere Spalten
| Angebot | Gewässer | Kurs und Listenpreis | Einordnung |
|---|---|---|---|
| VINETA am Störmthaler See | Störmthaler See, Magdeborner Halbinsel | ca. 1 Std. zzgl. Einweisung, 149 €, Folgetermin 99 € | einziges geprüftes eFoil-Angebot in Sachsen |
| Gadgets4Rent „eFoil Kurs Leipzig“ | kein Gewässer genannt | ab 199 €, bis zu 90 min Flugzeit, bis zu 3 Std. einplanen | Partnernetzwerk, Startplatz vorher klären |
| Luxury Gadgets „eFoil in Sachsen“ | Aseleben am Süßen See (Sachsen-Anhalt) | Kurs außerhalb Sachsens | nicht im Neuseenland |
Das eigene Board auf sächsischen Seen und auf der Elbe bei Dresden
Mit dem eigenen Board wird es in Sachsen aufwendig. Nach den Handlungshinweisen brauchst du zwei Papiere: die schifffahrtsrechtliche Ausnahme nach § 7 Abs. 3 Satz 3 oder § 15 Abs. 3 SächsSchiffVO über die Landesdirektion Sachsen und die wasserrechtliche Gestattung der unteren Wasserbehörde, je nach See Stadt Leipzig, Landratsamt Landkreis Leipzig oder Landkreis Nordsachsen. Ein Formular, eine Gebühr oder eine Liste ausgewiesener Abschnitte für eFoiler ist bei keiner dieser Stellen öffentlich zu finden. Die Ausnahme kann widerruflich sein und Auflagen tragen, und das Papier führst du beim Fahren mit.
Mit Papieren gilt das Tempo aus § 7 Abs. 1: 15 km/h für Kleinfahrzeuge, 7 km/h bis fünf Meter vom Ufer, und nur auf Gewässern über 200 m Breite ab 100 m Uferabstand 30 km/h, sofern die Schifffahrtsbehörde nichts anderes festlegt. Zum Fliegen im Stehen braucht ein eFoil nach den Herstellerangaben unter eFoil fahren lernen mindestens 20 bis 25 km/h. Auf dem Wasser heißt das, abheben darfst du erst 100 m vom Ufer entfernt, näher dran bleibt das Brett im Wasser.
Die Verordnung importiert Bundesrecht: Kennzeichnungsverordnung, BinSchStrO und Sportbootführerscheinverordnung gelten nach § 1 Abs. 2 auch auf sächsischen Landesgewässern, soweit das Land nichts Abweichendes bestimmt. Ein Kennzeichen brauchst du nach unserer Lesart auch hier, befreit sind nur Antriebe bis 2,21 kW. Es kommt von einem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt deiner Wahl oder, mit Wohnsitz in Sachsen, von der Landesdirektion in Dresden; für Wassermotorräder und Surfboards mit Jetantrieb nimmt das WSA Elbe diesen zweiten Weg ausdrücklich aus. Beim Führerschein bleibt eine Lücke. § 6 Abs. 1 verlangt für motorgetriebene Fahrzeuge ein Befähigungszeugnis, die Sportbootführerscheinverordnung stellt Elektroantriebe bis 7,5 kW frei, und ob diese Freistellung auf sächsischen Seen greift, bestätigt kein Behördentext, den wir kennen. Das klärt ein Anruf bei der Landesdirektion, bevor du dich darauf verlässt.
Die Elbe durch Dresden ist ein anderer Fall. Als Bundeswasserstraße, die § 17 Abs. 2 SächsWG neben die schiffbaren Landesgewässer stellt, unterliegt sie der BinSchStrO wie die Reviere in Berlin oder an der Müritz: Kleinfahrzeug mit Kennzeichen, elektrisch bis 7,5 kW führerscheinfrei, kein § 7 Abs. 3. Die GDWS-Broschüre für die Reviere zwischen Elbe und Oder (Ausgabe 2023) nennt für die Elbe kein allgemeines Tempolimit für Kleinfahrzeuge mit Maschinenantrieb; § 6.20 BinSchStrO zu Sog und Wellenschlag gilt unabhängig davon, und Schilder können anderes vorschreiben. Nur ist die Elbe ein Fluss mit Strömung und Berufsschifffahrt, ohne Schule am Ufer, ein Revier für Fahrer, die anderswo gelernt haben.
In der Stadt selbst sind Leipzigs Flüsse und Kanäle, über die der Kurs 1 vom Stadthafen durch die Schleuse Connewitz und den Auwald zum Cospudener See führt, nach einer städtischen Mitteilung von 2011 keine schiffbaren Gewässer; einzige Bundeswasserstraße ist der Elster-Saale-Kanal. Motorbetriebene Fahrzeuge, ausdrücklich auch mit Elektromotor, brauchen dort eine Erlaubnis der Stadt Leipzig als Wasserbehörde. Das „Elsterufer“ aus der Spotliste von Gadgets4Rent ist damit kein eFoil-Revier.
Wann die Saison läuft, wie der Wind steht und wie du zur Magdeborner Halbinsel kommst
Der Modellversuch Foilen gilt ganzjährig, wasserrechtliche Zeitbeschränkungen einzelner Seen bleiben unberührt. Die Praxis richtet sich nach den Schulen und dem Wasser: Das Surfcenter am Cospudener See öffnet von Ende April bis Mitte Oktober, die Surfschule am Störmthaler See von Juni bis September, und für das eFoil nennt VINETA keine Saison; wann Termine vergeben werden, erfährst du auf deine Mailanfrage.
Belastbare Windzahlen für das Neuseenland sind uns nicht bekannt. Die frühere Station am Zöbigker Hafen meldet nicht mehr; ihre Statistik der Jahre 2015 bis 2026 zeigt im Jahresmittel Wind aus Westsüdwest um 5 Knoten, mehr als „leichter Durchschnittswind“ lässt sich daraus nicht lesen. Für ein eFoil ist das angenehm: Es braucht keinen Wind, und glattes Wasser am frühen Morgen verzeiht Anfängerfehler besser als die kurze Welle, die ein Nachmittagswind aufwirft.
Auf den Wasserstand achtest du am Störmthaler See, wo der Spiegel laut LMBV etwa einen Meter nach oben und unten schwanken kann und die Untiefe südöstlich der Göhrener Insel zeitweise unter einen Meter fällt. Am Cospudener See warnt die Landesdirektion vor jahreszeitlichen Schwankungen und Untiefen in Ufernähe, der aktuelle Pegel steht im Internetportal der LMBV. Die landseitigen Sperrbereiche der LMBV betrittst du nicht, dort besteht wegen möglicher Rutschungen Lebensgefahr.
Verkehr hat vor allem der Cospudener See: zwei Fahrgastschiffe, 135 Boote mit Verbrennungsmotor, Elektroboote in unbegrenzter Zahl, dazu Schwimmer und Taucher. Im Auswertungsbericht 2023 steht, im Absatz über eFoiler ohne Genehmigung, der Satz „Für den Cospudener See ist mit einem Vermerk die Behinderung von Schwimmern und Tauchern protokolliert.“ Der Störmthaler See hat fünf Badestellen und einen großen Hundestrand am Ostende. Bleib den Badenden fern und zieh deine Bahnen dort, wo der Trainer sie dir zeigt.

Zur Magdeborner Halbinsel fährst du über die A38, Abfahrt Leipzig Süd-Ost Richtung Störmthal/Espenhain, dann den Schildern in die Alte F95 folgen, von der B95 aus über die Abfahrt Espenhain. Mit Bahn und Bus geht es per S-Bahn nach Markkleeberg und weiter mit dem Bus; welche Linie wann fährt, ändert sich, die aktuelle Verbindung steht auf der Anfahrtsseite vineta-stoermthal.de/anfahrt ↗. Parkplätze gibt es auf der Halbinsel selbst, am Ostende des Sees und am Kanupark Markkleeberg; für den Treffpunkt am VINETA-Bistro ist der auf der Halbinsel der naheliegende.



